Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Pfad der Schatten reiter4

Pfad der Schatten reiter4

Titel: Pfad der Schatten reiter4 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: britain
Vom Netzwerk:
mit Mara. Ich muss gehen!«
    »Aber …«
    »Tut mir leid!« Sie eilte auf die Treppe zum Haupteingang der Burg zu und hoffte, er würde mit Mara reden. Ty war, was die Ausbildung zum Reiter anging, in vieler Hinsicht ein Naturtalent, aber sie vertraute auch der Erfahrung und Weisheit Elgins, der wusste, wann etwas verbesserungswürdig war.
    Förmlichkeit, was? Diese hatte zwar ihren Sinn, aber ihr war es lieber, wenn ihre Reiter sich im Kampf behaupten konnten. Osric war diesbezüglich sehr begabt gewesen, aber letzten Endes hat ihm das wenig geholfen. Trotzdem wollte sie, dass ihre Reiter jeden nur möglichen Vorteil hatten.
    Als sie das Schloss betrat, wünschte sie, dass sie bei manchen Beratungen, die sie über sich ergehen lassen musste, jegliche Förmlichkeit vergessen und auf ihre kämpferischen Fähigkeiten hätte zurückgreifen können, aber leider waren Förmlichkeit und ihr Verstand die einzigen Waffen, die dabei zugelassen waren.

EINE KONFRONTATION
    »Ich melde mich freiwillig«, erklärte Laren, unfähig, den Ärger in ihrer Stimme zu unterdrücken. Auf ihre Aussage folgte ein erschrockenes Schweigen.
    »Auf gar keinen Fall«, sagte Zacharias wenige Augenblicke später, und die anderen am Tisch murmelten bestätigend.
    »Ich werde meinen Reitern nicht befehlen, etwas zu tun, das ich selbst nicht tun würde. Ich werde an ihrer statt gehen. Glaubt Ihr, ich sei nicht dazu fähig?«
    Zacharias wirkte betroffen. »Hauptmann, ich kann mir vorstellen, dass der Schwarzschleierwald beim bloßen Gedanken, dass Sie seine Grenzen überschreiten, bis zu den Wurzeln erzittern würde, aber ich wage es nicht, Sie diesem Risiko auszusetzen.«
    Laren hatte das Gefühl, dass die Hitze ihres Zorns den ganzen Versammlungsraum erfüllte. »Sind meine Reiter so viel unbedeutender als ich, dass Ihr es wagt, sie einem solchen Risiko auszusetzen?«
    »Glauben Sie, ich wüsste nicht, was es bedeutet, sie in den Schwarzschleier zu schicken?«, gab Zacharias zurück. »Sie gehören auch zu meinen Leuten, Hauptmann, und es fällt mir nicht leicht. Ich glaube jedoch, dass Sie und Ihre Erfahrung den Reitern hier am besten dienen.«
    »Dem muss ich zustimmen«, sagte General Harborough von der anderen Seite des Tisches. Er war ein vierschrötiger, stiernackiger Mann und musste sich schwerfällig auf seinem
Stuhl drehen, um sie anzusehen. »Es ist das Schicksal jedes Befehlshabers, seine Truppen in die Schlacht zu schicken.«
    Laren wusste, dass beide recht hatten, aber warum musste die Hälfte der Leute, die in den Schwarzschleierwald gingen, ausgerechnet aus ihren Reitern bestehen? Die Gruppe würde aus nur sechs Individuen bestehen, um die sechs eletischen Teilnehmer aufzuwiegen, aber drei Reiter bedeuteten die Hälfte dieses Kontingents.
    Natürlich kannte sie die Gründe dafür besser als alle anderen. Die Grünen Reiter eigneten sich für solche Aufträge am besten, denn sie konnten unabhängig arbeiten und waren erfahrene Kundschafter. Zweifellos würden ihnen auch ihre besonderen Fähigkeiten helfen, dem Wald die Stirn zu bieten. Aber in Anbetracht ihrer immer noch qualvollen Trauer über den kürzlichen Tod eines Reiters fiel es ihr schwer, weitere Reiter auszuwählen, um sie einem so ungewissen Schicksal auszuliefern.
    Lord Spane räusperte sich. »Vielleicht meint der Hauptmann, ihre Reiter seien der Aufgabe nicht gewachsen.«
    Schlange!, dachte Laren. Und dies aus dem Mund eines Mannes, der selbst noch nie auch nur dem Hauch einer Gefahr getrotzt hatte und der keine Sekunde zögern würde, die Leben der Menschen, die ihm dienten, bedenkenlos zu opfern.
    Doch es war Lady Estora, die ihn tadelte. »Richmont, Ihr sprecht anmaßend. Die Grünen Reiter sind fähiger, als Ihr Euch vorzustellen vermögt.«
    Falls es irgendjemanden gab, der dies aus erster Hand wusste, war es Lady Estora, und Laren neigte zum Dank den Kopf. Die Lady nickte ernst zurück. Lord Spane zog seine Lippen zu einem dünnen Strich zusammen, aber er widersprach nicht.
    »Alle Teilnehmer sollten Freiwillige sein«, sagte Colin
    »Sie werden sich alle freiwillig melden«, versetzte Laren.

    »Dann müssen Sie nach eigenem Ermessen handeln.«
    Das war kein besonders hilfreicher Rat von dem Oberbefehlshaber der Waffen, deren Motto Tod ist Ehre! lautete. Jedenfalls wusste sie, dass es letzten Endes auf sie zurückfiel zu entscheiden, wen sie auf eine Expedition schicken sollte, die sich sehr wohl als reiner Selbstmord herausstellen konnte. Sie seufzte, denn sie

Weitere Kostenlose Bücher