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Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Titel: Privatdetektive (16 Romane in einem Band) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alfred Bekker
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gehen!"
    Jo schüttelte energisch den Kopf und erwiderte ihr Lächeln. Dabei hob er sein Glas und sie stießen an.
    "Glauben Sie, ich wäre noch im Geschäft, wenn ich nicht diskret sein könnte, Sally?"
    "Ich weiß nicht..."
    "Informantenschutz ist das oberste Gebot!" meinte Jo und grinste dabei.

    *

    Den nächsten Morgen verbrachte Jo Walker in den Büros der von Captain Rowland geleiteten Mordkommission Manhattan C/II mit einer ziemlich anstrengenden Arbeit, die noch dazu völlig fruchtlos bleiben sollte. Jo hatte die Liste der Leute, die eine Karte für Gardners Show erworben hatten mitgebracht. Dazu kamen noch die Namen der Angestellten des Senders, die am Dreizehnten zur Mordzeit Dienst gehabt hatten. Mit etwas Glück hatte sich der Mörder vielleicht auf dieser Liste verewigt. Aber das Glück wollte sich einfach nicht einstellen.
    Jetzt war es fast Mittag und sowohl Walker als auch Rowland hatten drei Tassen Kaffee getrunken, ohne einen Schritt weiter zu sein. Sie hatten die Namen auf der Liste mit denen im Polizeicomputer gespeicherten abgeglichen, die dem vermuteten Täterprofil entsprachen: Schuhgröße acht, Rechtshänder, größer als 175 und wegen Delikten aufgefallen, die möglicherweise aus Geltungssucht begangen worden waren. Außerdem kamen noch alle Rasiermesser-Mörder in den Pool hinein. Aber es wurde ein Schlag ins Wasser. Keiner von denen, die gepaßt hätten, war am Dreizehnten bei Moss Gardners Show gewesen, geschweige denn, hatte eine Anstellung beim Sender.
    Rowland fuhr sich mit der flachen Hand über das inzwischen ziemlich entnervt wirkende Gesicht und schüttelte immer wieder den Kopf.
    "Wir machen irgendeinen Fehler, Jo!"
    "Ja, das scheint mir auch. Was ist zum Beispiel, wenn wir es mit einer ganz anderen Art von Mörder zu tun haben? Und vielleicht sind auch gar nicht alle Opfer vom demselben Täter ermordet worden!"
    "Jo, das haben wir doch nun schon hundertmal durchgekaut!"
    "Offenbar nicht oft genug, Tom!"
    "Ich glaube, es liegt daran, daß deine Liste nicht vollständig ist. Es gibt sicher Mittel und Wege, in den Sender zu kommen und in Moss Gardners Garderobe zu gelangen, ohne eine Karte für die Show zu haben."
    "Ich habe mit dem Pförtner gesprochen. Der hält das für unmöglich."
    Rowland hob die Arme zu einer hilflos wirkenden Geste. Er holte tief Luft und blies sich auf wie Ballon, bevor er dann meinte: "Der Mörder könnte sich als Handwerker eingeschmuggelt haben! Wäre nicht das erste Mal!"
    "So einfach geht das in dem Laden nicht, Tom!"
    "Und wenn sich jemand eine Karte zur Show unter falschem Namen besorgt hat?"
    "Das wäre auch nicht so einfach", erwiderte Jo. "Im Sender hat man mir gesagt, daß die Zuschauer sich in jedem Fall ausweisen müssen.
    Rowland grinste. "Die haben wohl was gegen Randalierer, die ihnen mitten in der Sendung plötzlich eine eigene Show bieten, was?"
    "Genau so ist es", nickte Jo. "Der hat wohl schon einmal schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht."
    "Ich glaube auch nicht, daß wir den Killer in unseren Akten finden werden", meinte Tom.
    "So? Und warum nicht?"
    "Ich weiß nicht, aber ich stelle ihn mir eher unauffällig vor. Jemand, der einem gutbürgerlichen Job nachgeht, eine graue Maus, wenn du verstehst, was ich meine..."
    "Wie war das bei den vergangenen Morden des Prominenten-Killers? Aus euren Ermittlungsakten müßte doch hervorgehen, ob irgendein Name bei mehreren Morden auftaucht - in welchem Zusammenhang auch immer."
    Aber Tom schüttelte den Kopf.
    "Ist längst gemacht worden. Ohne Ergebnis. Es gibt keinen, der zu zwei oder mehr der Morde vernommen wurde. Der einzige Zusammenhang zwischen allen Fällen ist die Art und Weise der Tötung und die Tatsache, daß die Opfer allesamt im Licht der Öffentlichkeit standen."
    "Aber wir könnten die Liste der vorgenommenen Personen noch einmal durchgehen und mit der Liste derer vergleichen, die am Dreizehnten Zugang zu jenem Studio hatten, in dem Moss Gardner seine Spenden-Show abgezogen hat!"
    Rowland seufzte. Dann nickte er schließlich. "Meinetwegen. Vielleicht kommt ja was dabei heraus. Etwas, das den Aufwand rechtfertigt!"
    "Na, mit Hilfe der EDV hält sich der Aufwand doch in Grenzen, Tom. Selbst bei einer so langen Liste von Verdächtigen."
    Eine Dreiviertelstunde später waren sie schlauer.
    Es gab tatsächlich einen Namen, der in Frage kam. Michael Maddox war sowohl im Publikum der letzten Gardner-Show gewesen, als auch in einem der Mordfälle unter die Lupe genommen worden,

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