Privatdetektive (16 Romane in einem Band)
die dem Prominenten-Killer zugeschrieben wurden.
"Ein Anfang!" war Toms Kommentar dazu. "Ich schlage vor, Mister Maddox einen Besuch abzustatten. Hast du Lust dabei zu sein?"
"Warum nicht?"
*
Sie fuhren mit Rowlands Dienstwagen.
"In welchem Fall spielte dieser Maddox eine Rolle?" fragte Jo, während er nach seinen Zigaretten griff.
"Senator Craig Davies", antwortete Tom.
"Liegt eine Weile zurück, oder?"
"Zweieinhalb Monate."
"Und noch immer keine Spur?"
Rowland schüttelte den Kopf. "Bei Craig Davies haben wir eine Menge Zeit verloren, weil das FBI die Ermittlungen zunächst an sich gezogen hat. Ist ja klar, wenn ein Politiker umgebracht wird, denkt alle Welt immer zuerst an einen politischen Hintergrund."
"Und welche Rolle spielte dieser Maddox dabei?"
"Er war Etagenkellner in dem Hotel, in dem Senator gewohnt hat. Lieutenant Goldin hatte Maddox eine Weile in Verdacht und ihm ziemlich zugesetzt. Schließlich wurde Davies in seiner Suite ermordet und Maddox hatte Dienst. Außerdem war er erst wenige Tage vorher angestellt worden..."
"Verstehe..."
"Zusätzlich waren da wohl ein paar ungeklärte Punkte in seiner Vergangenheit. Na, du weißt ja, wie das ist Jo. Da ist ein Verdacht schnell geboren..."
Von seinem Büro aus hatte der Captain kurz bei Maddox angerufen und deshalb wußte er, daß dieser im Moment keinen Dienst hatte, sondern sich zu Hause in seiner Wohnung befand.
Maddox bevorzugte den Nachtdienst - aus welchen Gründen auch immer.
Jedenfalls war er nicht gerade begeistert, als er Rowlands Marke sah. Maddox erkannte den korpulenten Captain sofort wieder und schien ihn in keiner guten Erinnerung zu haben.
"Was wollen Sie?" fragte er. "Fängt das ganze Theater vielleicht wieder von vorne an?"
Rowland zuckte die Achseln.
"Das hängt ganz davon ab!" meinte er. "Können wir hereinkommen?"
Maddox schüttelte seinen Kopf mit dem angegrauten, leicht gelockten Haar. Jo schätzte ihn auf 1,80 m.
Maddox trat einen Schritt vor und schloß die Wohnungstür hinter sich. "Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?"
"Ich bekomme einen, wenn ich will!" erwiderte Rowland voller Ungeduld.
"Solange Sie keinen haben, werden wir uns hier draußen auf dem Flur unterhalten müssen, Sir!" Das Sir bekam bei Maddox eine eigenartige, spöttisch gemeinte Betonung.
"Dann haben sie auch sicher nichts dagegen, wenn das ganze Haus zuhören kann, oder?" mischte sich jetzt Jo ein. Auf seinen Lippen stand ein dünnes Lächeln.
Maddox blickte von einem zum anderen. In seinen Augen war ein unruhiges Flackern. Der Mann hatte Angst. "Sie wollen mir nur etwas anhängen, habe ich recht? Aber das wird Ihnen nicht gelingen! Verlassen Sie sich darauf!"
"Nur ein paar Fragen, Maddox!" versuchte Rowland zu beschwichtigen.
"Fragen?" Maddox lachte heiser. "So fangt ihr Bullen doch immer an!"
"Wo waren Sie am Dreizehnten dieses Monats?" fragte Jo. "So von fünf Uhr nachmittags ab."
Maddox steckte die Hände in die Hosentaschen. "Was weiß ich, wo ich da war!"
Jo verschränkte die Arme. "Soll ich Ihnen auf die Sprünge helfen?"
"Tun Sie, was Sie nicht lassen können! Ich kann Sie ja doch nicht daran hindern!" Maddox wandte den Blick zur Seite.
"Warum geben Sie es nicht zu?" fragte Jo. "Sie waren in der Moss Gardner-Show unter den Zuschauern! Sie haben eine Karte gekauft und..."
"Ja, Ja!" rief Maddox jetzt viel lauter als notwendig. Ein älterer Mann kam den Flur entlang und musterte das seltsame Trio mit einem Kopfschütteln. "Ist das vielleicht ein Verbrechen?" meinte Maddox schließlich, als der Mann hinter seiner Wohnungstür verschwunden war.
"Ihre Schuhgröße?" Das war Rowland, der inzwischen den obersten Hemdknopf gelöst hatte. Der Blick des Captains glitt dann hinab bis auf den Boden.
"Acht. Was soll das?"
"Und wo waren Sie gestern Morgen, so zwischen vier und sechs?"
Maddox verdrehte die Augen. Seine Nerven schienen bis zum Äußersten gespannt zu sein. "Ist zu dieser Zeit etwa auch jemand ermordet worden?"
"Sie sagen es!" gab Rowland zurück.
"Und wer?"
"Darry Korz, der Broadway-Star. Also, nun sagen Sie schon, wo Sie zu dieser Zeit waren! Hatten Sie Dienst?"
"Nein", sagte Maddox. "Ich war hier, in meiner Wohnung. Meine Schicht fing um sieben Uhr abends an und war um zwei Uhr morgens zu Ende. Danach bin ich in meine Wohnung gegangen."
"Sie waren allein, nehme ich an."
"Ja."
"Das heißt, Sie haben kein Alibi!" stellte der Captain fest.
Maddox verzog das Gesicht. "Wenn ich vorher gewußt hätte, daß ein
Weitere Kostenlose Bücher