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Silberband 093 - Abschied von Terra

Silberband 093 - Abschied von Terra

Titel: Silberband 093 - Abschied von Terra Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Perry Rhodan
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sind, müssen wir uns auf eine weitere Flucht vorbereiten.
    Nichtsdestoweniger haben wir hier eine Aufgabe zu erfüllen. Die geringe Distanz kommt nicht nur der Kleinen Majestät, sondern auch uns zugute. Wir werden die Erde im Auge behalten und erkennen, falls wichtige Ereignisse geschehen.
    Irgendjemand wird eines Tages kommen, um nach der Erde zu suchen. Perry Rhodan, Atlan, Reginald Bull, Julian Tifflor – ich weiß nicht, wer. Aber einer wird kommen. Unsere Aufgabe wird es sein, denjenigen vor den Gefahren zu warnen, die von Terra drohen. Wir dürfen nicht zulassen, dass er in den Bann der Kleinen Majestät gerät.
    Ich will, dass jeder von euch das deutlich erkennt. Wir sind nicht hierher gekommen, um uns auszuruhen. Wir haben sehr viel Arbeit vor uns.«
    Als er schwieg, erklang eine blecherne Stimme: »Das örtliche Kontrollelement bestätigt, dass diese Einschätzung der gegenwärtigen Situation logisch einwandfrei ist.«
    Etwa in diesen Tagen geschah es, dass in den Ruinen der Vorstädte Roms ein Mensch aus dem Schlaf erwachte und etwas Neues in seinem Gehirn spürte. Nicht mehr den Eindruck der Trostlosigkeit, den er in den vergangenen Monaten empfunden hatte, sondern einen Ruf, einen Auftrag, einen Befehl   …
    Verwundert und zugleich erfreut raffte er sich von seinem schmutzigen Lager auf. Er versuchte nicht, sich Rechenschaft über das Ding in seinem Gehirn abzulegen. Er freute sich, dass es da war. Sein Leben hatte dadurch einen neuen Sinn.
    Glaus Bosketch hatte einen Auftrag. Er sollte alle Menschen sammeln und sie einer Macht zuführen, die weit im Norden hauste.
    Genau das würde er tun.

 
    Milchstraße

17.
    Irgendwo in der Eastside der Milchstraße, ziemlich genau 21.275 Lichtjahre vom Solsystem entfernt, umliefen drei Planeten eine bedeutungslose Sonne. Auf dem zweiten hatten sich kurz nach dem Jahr 3460, nachdem Erde und Mond durch den Sonnentransmitter geflohen waren, Menschen angesiedelt.
    Die Eltern von Falk Berntor erinnerten sich noch gut an jene Tage, als die beiden mit Terranern voll gestopften Schiffe das System des roten Sterns erreicht hatten. Zwanzigtausend Menschen hatten sich schnell an die harten Bedingungen ihres neuen Daseins gewöhnt, denn sie waren nun frei.
    No, ihre neue Heimat, besaß nur eine einzige größere Landmasse. Der Rest seiner Oberfläche bestand aus einem Urmeer und zahllosen Inseln, aus denen sich erst in Jahrmillionen Ozeane und Kontinente entwickeln würden. Das flache Urmeer selbst war warm und voller Leben.
    Einige Jahrzehnte nach der Landung war Falk Berntor geboren worden, und im Jahr 3583 war er achtzig Jahre alt geworden und stand damit im besten Mannesalter. Seine Eltern lebten noch, aber sie konnten die harte Arbeit auf dem Feld und in den Wäldern nicht mehr leisten. In unterirdischen Verstecken standen zwar moderne Maschinen, die das Leben ungemein erleichtert hätten, doch ihr Einsatz war verboten. Selbst ihre schwachen Energieemissionen konnten Laren oder Überschwere aufmerksam machen oder die Blues anlocken, in deren Hoheitsgebiet die Siedlung lag.
    Es gab nur noch eine kleine Space-Jet in einem gut getarnten und nur wenigen Personen bekannten Hangar. Die großen Raumschiffe waren längst ausgeschlachtet und abgewrackt worden.
    Obwohl Falk Berntor von der schweren Arbeit erschöpft war, nahm er das Gewehr zur Hand und ging seiner Frau entgegen. Kara war in die Stadt gefahren, um einige Dinge zu besorgen. Die Flugschlangen griffen zwar im freien Gelände nur selten an, doch in der bald aufziehenden Dämmerung war man besser nicht schutzlos. Energiewaffen durften nicht benutzt werden, doch dafür gab es ein ausreichendes und jedem Siedler zur Verfügung stehendes Arsenal an Projektilwaffen, angefangen vom Revolver bis hin zum Schnellfeuergewehr.
    Die Siedlung lag etwa fünf Kilometer von Berntors Farm entfernt und konnte mit dem Wagen in fünfzehn Minuten erreicht werden. Die Zugtiere ähnelten terranischen Pferden.
    Schon bald sah Falk in der Ferne das Fuhrwerk auftauchen. Er blieb stehen und wartete, bis Kara vor ihm anhielt.
    »Hast du gut eintauschen können?«, fragte er.
    »Alles, was wir brauchen. Was ist mit dem Sumpf? Schafft du es, ihn trockenzulegen?«
    Falk nickte zufrieden. »Ich glaube, in einigen Wochen kann ich sogar schon mit dem Pflügen beginnen. Doch zuerst kommt das neue Feld. Die Saat ist unter der Erde.«
    »Wenn der Regen nicht kommt, musst du den Bach umleiten.«
    »Das ist keine große Arbeit«, beruhigte Falk seine

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