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Sternenfall: Roman (German Edition)

Sternenfall: Roman (German Edition)

Titel: Sternenfall: Roman (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Michael McCollum
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tundenkilometern enden – ein Aufprall, der mehr als ausreichend war, um einen Anzug zu zerreißen oder einem das Genick zu brechen. Während Amber fiel, führte sie im Geist eine Strichliste der Sekunden, die sie von einer Seilmarkierung zur nächsten benötigte. Von Zeit zu Zeit verstärkte sie ihren Griff um das Seil, um ihren Fall zu verlangsamen.
    Der Abstieg erwies sich bis zum Ende als ereignislos. Amber hatte vorgehabt, leicht auf dem vereisten Boden der Spalte zu landen. Als sie den Boden berührte, gab der feste Untergrund unter ihr jedoch nach, und sie versank bis zur Hüfte in kaltem Eisgrieß. Sie rief Stormgaard eine Warnung zu, der seinen Fall rechtzeitig stoppte. Er schwenkte seine Lampe über den funkelnden Boden, während Amber sich befreite, indem sie sich Hand über Hand an der Leine hochzog.
    »Woher kommt das?«, fragte sie, als sie wieder in Stormgaards Höhe hing.
    »Müssen die Mikrobeben gewesen sein«, antwortete der Chefingenieur. »Von den Wänden abgefallenes loses Material sammelt sich hier auf dem Boden der Spalte.«
    »Ich frage mich, wie tief das wohl ist.«
    »Unmöglich zu sagen«, erwiderte er.
    Amber trat nach dem losen Eis. »Was machen wir jetzt? Wir können den Seismografen ja wohl kaum in diesem Pulver verankern.«
    »Kein Problem«, sagte Stormgaard. »Wir befestigen ihn in der Wand. Kommen Sie, fangen wir an!«
    Sie arbeiteten eine Viertelstunde lang, bis sie sicher waren, dass der kleine orangefarbene Kasten fest an der Eiswand befestigt war. Als sie damit fertig waren, bedeutete Stormgaard Amber, die Funkverbindung mit dem Schiff zu überprüfen.
    »Hallo, Admiral Farragut . Hier ist Gruppe Drei. Können Sie mich hören?«
    »Hallo, Gruppe Drei. Hier spricht die Basis. Wir hören Sie laut und deutlich. Wo habt ihr beiden gesteckt?«
    »Tief in einem Loch, Basis. Haben Sie uns zu erreichen versucht?«
    »Positiv. Seien Sie gewarnt, dass wir vor einer Minute von einem Beben Stärke vier durchgeschüttelt wurden. Es handelt sich um eine Bodenwelle, die sich in Süd-Nord-Richtung bewegt. Treffen Sie Ihre Vorkehrungen. Es ist unterwegs zu Ihnen.«
    Die beiden Forscher blickten einander an und dann hinunter zu dem Schutthaufen zu ihren Füßen, zündeten gleichzeitig ihre Anzugdüsen und begannen einen Notaufstieg, wobei sie die Sicherheitsleinen hinter sich herschleppten. Sie hatten eine Höhe von hundert Metern über dem Boden erreicht, als die Eiswand neben ihnen zu beben begann.
    »Abstand halten von der Wand!«, warnte Stormgaard, als sie plötzlich von einem Blizzard verschlungen wurden.
    In wenigen Sekunden war er vorbei. Amber tauchte wieder ins Freie und entdeckte Stormgaards hell beleuchteten Anzug ein Dutzend Meter zu ihrer Rechten. Allmählich begann sie sich wieder sicher zu fühlen. Sie rief das Schiff, um zu melden, dass sie das Beben wohlbehalten überstanden hatten. Doch sie bekam keine Antwort, nur ihr eigenes Echo kam zurück.
    »Glauben Sie, das Funkrelais könnte sich gelöst haben?«, fragte sie besorgt.
    »Könnte sein«, antwortete Stormgaard. Er stellte sein Rückstoßaggregat ab und ließ sich von seinem Schwung weiter hochtragen, während er sich zurücklehnte, um den Strahl seiner Helmlampe nach oben zu richten. Sein unvermitteltes Fluchen veranlasste Amber, das Gleiche zu tun.
    Von weit oben näherte sich ihnen langsam eine geschlossene Wand aus fallendem Eis.

24
     
    Der Kern des Kometen Hastings stand groß am schwarzen Himmel, als Tom Thorpe sich zwischen den Streben und Stützen hindurchzwängte, die den Wasserstofftank Nummer drei der Admiral Farragut stabilisierten. Um ihn herum lag ein Wald von isolierten Rohren und elektrischen Leitungen. Er ging zu einer Stelle, wo mehrere Leitungen in einer komplizierten Vorrichtung zusammenliefen, die Wasserstoff vom Tank zu den Schiffstriebwerken transportierte. Er schloss ein Ventil, dann betätigte er den Hebel, der die Schnappriegel löste, die den Tank mit dem Stützrahmen verbanden. Sich an einer Strebe festklammernd, platzierte er seinen Tornister gegen die äußere Isolationsschicht des Tanks und schob. Langsam trennte sich die 4000 Kubikmeter fassende Kugel von der Antriebssektion im Orbit.
    »Er kommt«, funkte er zu Dieter Schmidt im MoonJumper Eins hinüber.
    Der Hüpfer war eine plumpe Konstruktion. Sein transparenter Rumpf war auf vier schwere Landebeine mit übergroßen Polstern als Füßen montiert. Ihn umgaben eine Reihe von Streben und Bügeln, an denen alle möglichen Arten von

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