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Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition)

Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition)

Titel: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Walter Isaacson
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wird sein Name Anfang 2011 als Erfinder von 212 unterschiedlichen US-Patenten genannt.
    Ive und Jobs beschäftigten sich selbst intensiv mit der Verpackung diverser Apple-Produkte und ließen diese patentieren. Das US-Patent mit der Nummer D558572 etwa, erteilt am 1. Januar 2008, bezieht sich auf die Box für den iPod nano. Auf den vier zum Patent gehörigen Zeichnungen ist zu sehen, wie das Gerät beim Öffnen der Box in einer Schale liegt, die es exakt aufnimmt. Das Patent mit der Nummer D596485, ausgestellt am 21. Juli 2009, schützt die Verpackung des iPhone mit ihrem stabilen Deckel und dem kleinen glänzenden Plastikeinsatz im Innern.
    Mike Markkula war derjenige, der Jobs schon früh gelehrt hatte, zu »imputieren« – zu begreifen, dass die Leute ein Buch tatsächlich nach dem Cover beurteilen – und infolge dessen sicherzustellen, dass die Verpackungen von Apple immer eines ausstrahlten: Im Innern befindet sich ein wertvoller Edelstein. Ob es sich nun um einen iPod mini oder ein MacBook Pro handelt: Alle Apple-Kunden kennen das Gefühl, wenn sie die hochwertig verarbeitete Verpackung öffnen und das auf einladende Art und Weise darin eingepasste Produkt vorfinden. »Steve und ich haben eine Menge Zeit auf die Verpackungen verwendet«, so Ive. »Ich mag es sehr, etwas auszupacken. Man entwirft ein Ritual des Auspackens, um einem Produkt etwas Besonderes zu verleihen. Eine Verpackung kann wie Theater sein, sie kann eine Geschichte erzählen.«
    Ive besitzt das sensible Naturell eines Künstlers. Doch von Zeit zu Zeit ärgerte er sich auch darüber, dass Jobs zu viel Ruhm für sich einstrich, eine Angewohnheit, an der auch andere Weggefährten sich über die Jahre hinweg immer wieder gestoßen haben. Seine freundschaftlichen Gefühle für Jobs waren zeitweise so stark, dass er sich leicht verletzen ließ. »Es kommt vor, dass er im Lauf eines Prozesses meine Ideen begutachtet und sagt: ›Das ist gut, das ist nicht so gut, aber das mag ich‹«, so Ive. »Und später sitze ich im Publikum, und er stellt das Ganze so vor, als sei es seine Idee. Ich achte wahnsinnig genau darauf, wo eine Idee herkommt, und führe sogar Notizbücher, in die ich meine Ideen eintrage. Es tut mir deshalb weh, wenn er den Ruhm für meine Designs erntet.« Ive reagierte außerdem äußerst gereizt darauf, wenn Außenstehende Jobs als den Ideengeber bei Apple darstellten. »So etwas macht uns als Firma angreifbar«, sagte Ive ernsthaft, aber mit leiser Stimme. Nach einer Pause hob er jedoch anerkennend hervor, welche Rolle Jobs tatsächlich spielt: »Es gibt so viele andere Firmen, in denen Ideen und große Designs im Lauf des Prozesses verloren gehen. Die Ideen, die ich und mein Team liefern, wären einfach vollkommen irrelevant, sie wären im Nirgendwo gelandet, wenn Steve nicht gewesen wäre, wenn er uns nicht gefördert und mit uns gearbeitet hätte, wenn er nicht all die Widerstände überwunden hätte, um aus Ideen schließlich Produkte werden zu lassen.«

Kapitel 26 iMac : Hello (again)

    Zurück in die Zukunft
    Der erste große Designerfolg, der aus der Zusammenarbeit von Jobs und Ive hervorging, war der iMac, ein für den Endkundenmarkt bestimmter Desktop-Computer, der im Mai 1998 eingeführt wurde. Jobs hatte etliche exakte Vorgaben gemacht. Es sollte sich um ein All-in-One-Produkt handeln, das Tastatur, Monitor und Computer in einer simplen Einheit kombinierte und das man nur auszupacken brauchte und sofort benutzen konnte. Er sollte ein unverwechselbares Design besitzen, das gleichzeitig ein klares Markenstatement setzte. Und sein Verkaufspreis sollte bei etwa 1200 Dollar liegen (zu diesem Zeitpunkt hatte Apple keinen Computer im Programm, der weniger als 2000 Dollar kostete). »Er wies uns an, zu den Wurzeln des Ur-Macintosh von 1984, einem All-in-One-Gerät für Endkunden, zurückzugehen«, erinnerte sich Schiller. »Und das bedeutete, dass die Designabteilung und die technische Entwicklung zusammenarbeiten mussten.«
    Ursprünglich war geplant, einen reinen »Netzwerk-Computer« zu bauen, ein Konzept, das von Larry Ellison von Oracle favorisiert wurde: ein preisgünstiges Terminal ohne Festplatte, das vor allem dazu diente, sich mit dem Internet und anderen Netzwerken zu verbinden. Doch Apples CFO Fred Anderson bestand darauf, ein etwas bodenständigeres Produkt zu entwickeln und eine Festplatte einzubauen, sodass daraus ein ausgewachsener Desktop-Computer für den Hausgebrauch werden konnte. Jobs stimmte schließlich

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