Tiffany Extra Band 2 (German Edition)
nicht zuhört, ist inakzeptabel.“
„Ich werde ihr das erklären.“ Piper war verlegen, weil sie selbst auch vorschnell geurteilt hatte.
„Das wäre mir lieb, denn meine Anrufe nimmt sie nicht an.“ Er strich ihr über den Hinterkopf. „Aber sie ist ganz eindeutig aus dem Rennen.“
Piper nickte. „Und Mary Wade? Du lehnst sie ab, weil sie Kinder hat?“
„Ja.“ Seine ernste Miene war unergründlich. „Manchmal werden wir wochenlang weg sein. Ich will nicht dafür verantwortlich sein, dass eine Mutter von ihren Kindern getrennt ist.“
„Eins ist auf dem College, und die anderen zwei sind Teenager.“
„Das habe ich selbst durchlebt. In dem Punkt lasse ich mich nicht umstimmen.“
„Okay.“ Piper gab nach.
„Mach dir keine Sorgen um sie. Sie ist sehr talentiert, und mein Kumpel Wally hat eine Regionalzeitung. Ich habe ihm Mary empfohlen.“
„Das ist so … nett von dir!“ Rührend. Selbstlos. Piper fühlte sich entsetzlich. „Es tut mir schrecklich leid, dass ich so bei dir reingestürmt bin. Eigentlich wusste ich, dass es eine vernünftige Erklärung geben muss, aber ich …“
„Du warst eifersüchtig.“ Mark wandte sich ihr zu und legte sich ihren Arm um die Hüften.
„Ich habe lediglich die Interessen einer von mir vermittelten Klientin vertreten.“
Jetzt schlang auch er die Arme um sie. „Du bist vor Eifersucht fast geplatzt.“
Das stimmte leider. „Ich …“
Entschlossen brachte er sie mit einem Kuss zum Schweigen.
Und das gab ihr den Rest. Vorsicht, Selbstschutz, Vernunft – Piper gab all das auf, und im selben Augenblick überkam sie unendliche Erleichterung. Sie wollte ihm sagen, was sie empfand, aber wie sollte sie? Ihre Lippen waren von seinen versiegelt.
So wie er sie küsste, wusste er wahrscheinlich sowieso, was in ihr vorging.
Mark zog sie enger zu sich. Ihre Körper schmiegten sich aneinander. Trotzdem war es nicht eng genug.
Piper wollte ihn spüren. Viele Berührungen, überall und auf nackter Haut. Entnervt zerrte sie ihm das Hemd aus der Jeans und strich ihm über den Rücken. Mark drückte sie an sich, und sie spürte die Bewegung seiner festen Muskeln unter der straffen Haut. Ein ganzer Mann. Ein Mann, der seinem Ziel folgt. Der sich von nichts und niemandem abhalten lässt. Viel mehr Mann als alles, was sie sich bisher von ihrem perfekten Partner erträumt hatte. Und trotzdem genau der Mann, den sie brauchte.
Ganz nah an ihren Lippen sagte er: „Ich verliebe mich in dich und du dich in mich. Meinst du nicht, es ist Zeit, dass wir uns fallen lassen und gegenseitig auffangen?“
Sie musste lächeln. Seine Lippen an ihren kitzelten. „Immer noch die schmalzigen Sprüche drauf?“
Bevor sie erkannte, was er vorhatte, bückte er sich und hob sie auf die Arme. „Schmalzige Gesten habe ich auch drauf.“
Piper lachte. Sie musste zugeben, dass es etwas sehr Anziehendes hatte, in den Armen eines starken Manns zu liegen. Sie lehnte den Kopf an seine Brust und hörte seinen Herzschlag. „Gefällt mir.“
Als er das Gewicht verlagerte, spürte sie ein leichtes Zittern. „Dein Bein?“
„Noch nicht, aber als ich dich hochgehoben habe, habe ich nicht überlegt, wie ich dich wieder runterlasse. Es könnte eine harte Landung werden.“
„Wo wolltest du mich denn hinbringen?“
„In mein Zelt.“
„Wie ein Scheich in der Wüste?“ Sie sah auf das kleine Zelt und den harten Boden darunter.
„Keine Ahnung, Hauptsache nackt. Über die Details wollte ich mir Gedanken machen, wenn es so weit ist.“
„Typisch.“
Er fasste sie etwas fester und machte noch einen Schritt.
„Hast du nicht gesagt, das Zelt sei nur zum Schlafen da?“
„Stimmt.“
Ganz leicht saugte sie an seinem Mundwinkel. „Ich bin aber gar nicht müde.“
„Ich auch nicht.“
Kurz entschlossen trug er sie um das Zelt herum zum Bett, das er in die Ecke geschoben hatte.
Die Kehrtwendung wirkte tatsächlich wie ein Taumeln, und Piper landete wirklich etwas holprig auf dem Bett. Dafür bewies Mark beim Umgang mit Reißverschlüssen und Knöpfen großes Talent.
Piper ersetzte Talent durch Motivation, und nachdem sie Mark das Hemd über den Kopf gezogen hatte, steigerte ihre Motivation sich noch. „Ich … ich habe noch nie ein solches Sixpack gesehen. Nicht live.“ Der Anblick war einschüchternd, und schnell zog sie den Bauch ein, als Mark ihr den Rock über die Hüften streifte.
„Das liegt an der Physiotherapie. Da werden nicht nur die Beinmuskeln trainiert.“
Sein
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