Tiffany Extra Band 2 (German Edition)
sah Toni auch zu ihr.
„Hi, Toni.“
Toni blinzelte verständnislos.
„Ich bin’s. Piper. Heute ohne Perücke.“
„Oh! Hey.“ Toni betrachtete sie beide. „Willkommen zurück. Was kann ich euch bringen?“
„Einmal die klassische Portion und dazu einen leeren Teller“, bestellte Mark.
„Irgendwelche Dips dazu?“
Lange sah Mark Piper in die Augen. „Später vielleicht.“
Nur ein Blick. Selbst nach einem Jahr reichte schon ein Blick von ihm, und sie spürte wieder dieses warme Glühen. Überall. Ihr Herz schlug schneller.
Mittlerweile kannten sich Mark und Piper sehr gut. Auch die kleinen Macken des jeweils anderen. Mark war manchmal ungeduldig und reizbar, Piper überängstlich und stur. Ihrer tiefen Liebe hatte das nichts anhaben können.
Es war das beste Jahr ihres Lebens gewesen.
Vor einem Jahr hatte Piper sich Sicherheit und Stabilität gewünscht und einen Mann, mit dem sie ein gemeinsames Leben aufbauen konnte, das so tief verwurzelt war, dass niemand sie wieder herausreißen konnte.
Mit Mark zusammen war kein Tag wie der andere. Sie hatten gute und weniger gute Abenteuer erlebt, und Mark war die einzige Konstante in Pipers Leben gewesen. Und genau so hatte sie es sich gewünscht.
Mark hatte nicht vorgehabt, mit Piper ein ganzes Jahr lang unterwegs zu sein, weg von Austin. Und je länger sie fort gewesen waren, desto mehr hatte ihm vor der Rückkehr gegraut.
Was, wenn sie niemals wieder mit ihm verreisen wollte?
Dann würde er eben auch bleiben.
Er war immer selbstverständlich davon ausgegangen, dass es mit einer festen Beziehung für ihn keine riskanten Auslandsreisen mehr geben würde. Er hätte es allerdings nie für möglich gehalten, dass ihm das nichts ausmachen würde. Es musste wohl daran liegen, dass die Zusammenarbeit mit Piper seine Arbeit verändert und bereichert hatte. Diese gemeinsame Zeit hatte ihn verändert. Und darauf war er nicht vorbereitet gewesen.
Inzwischen waren sogar Dancie und ihr Freund Mikey zusammengezogen und hatten Chip und Lexie aus dem Tierheim zu sich geholt. Wenn die zwei es schafften, sollte auch Mark dazu in der Lage sein.
Aber jetzt musste Piper Pläne schmieden, und Mark wollte dafür sorgen, dass er Teil dieser Pläne war.
Ihre Bestellung kam, und Piper schnappte sich eine Pommes frites, noch bevor Toni alles vor ihnen arrangiert hatte.
„Hmm.“ Sie schloss die Augen beim Kauen. „Das habe ich wirklich vermisst.“
„Es sind die besten“, stimmte Mark zu.
„Das können wir beurteilen, weil wir überall, wo wir waren, Pommes gegessen haben, und nirgendwo hat es auch nur annähernd so gut geschmeckt wie hier.“ Piper aß noch mehr und musste sich beherrschen, um nicht zu schlingen. Sie kostete den salzigen vollen Geschmack aus, die Kruste und das weiche Innere. Sie schmeckten selbst kalt noch gut, aber heiß waren sie unvergleichlich.
„Du isst ja gar nichts.“
Mark hatte ein paar Pommes frites auf dem leeren Teller arrangiert. „Bei der Geschwindigkeit, mit der du sie vertilgst, hatte ich schon Angst, ich würde nichts mehr abbekommen.“
„Du kannst jederzeit nachbestellen.“
„Ich weiß.“ Er riss ein Kartoffelstäbchen entzwei und legte die beiden Hälften an andere Pommes, wie ein Muster. „Ah! Wenn sie etwas kühler sind, kann man sie besser anordnen.“
„Wie bitte?“ Jetzt erst achtete Piper darauf, was Mark auf seinem leeren Teller angeordnet hatte.
HEIRATE MICH stand dort – geschrieben mit Pommes frites.
Noch während sie zu schlucken versuchte, legte Mark ein Fragezeichen hinter die zwei Worte. Es sah etwas zackig aus, aber Piper erkannte es.
Es war eine Frage und kein Befehl.
Noch vor einem Jahr hätte Piper darüber lange nachgedacht, ihn nach seinen Zielen befragt, wie er sich das Zusammenleben vorstellte, was er über Kinder und Finanzen dachte und wie sie die häuslichen Pflichten aufteilen sollten. Erst dann hätte sie geantwortet.
Doch seitdem war ein Jahr vergangen.
Jetzt aß sie schnell alle Buchstaben bis auf das A auf, legte aus vier weiteren Pommes frites ein großes J davor und machte aus dem missglückten Fragezeichen ein erstklassiges Ausrufezeichen.
Nicht schlecht für jemanden, dem die Hände zittern, fand sie.
Dann blickte sie hoch und sah Mark Banning, den ewigen Charmeur, mit geschlossenen Augen dasitzen und erleichtert seufzen. Hatte er tatsächlich befürchtet, sie könnte etwas anderes als Ja antworten?
„Ich …“
„… liebe dich.“
Sie sprachen es gleichzeitig
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