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Todesspiel

Titel: Todesspiel Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: John Sandford
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Ton ein wenig geschäftsmäßiger, aber auch sie enthielten Andeutungen, die die meisten Frauen nervös machen würden.
    Eine andere Datei enthielt harmlose, unbedeutende Glamour-Fotos von Supermodels, dazu aber auch eine Sammlung von Hardcore-Pornofotos. Die Hälfte davon zeigte junge japanische Schulmädchen in Schottenröckchen – oder auch
ohne. Die Auflösung der Fotos ließ darauf schließen, dass sie aus dem Internet runtergeladen worden waren.
    In einer Datei mit dem Namen Contacts stieß ich auf die Adressen und Telefonnummern von Thomas Baird und Rachel Willowby. In seinem Microsoft-Adressbuch waren mehrere hundert E-Mail-Adressen verzeichnet, und in einer PalmPilot-Sync-Datei standen dreißig bis vierzig Anschriften und Telefonnummern von mir unbekannten Leuten.
    Dann stolperte ich über eine Datei mit der Bezeichnung DDC-Arbeitsgruppe Bobby , und sie enthielt eine Namensliste, dazu E-Mail-Adressen, ein halbes Dutzend Telefonnummern und einige Memos. Eines der Memos verwies auf eine »Deep Data Correlation-Arbeitsgruppe«, was die Abkürzung »DDC« erklärte. Ich zeigte es LuEllen und John.
    »Was könnte das denn für eine Arbeitsgruppe sein?«
    »Keine Ahnung. Eine, die Wechselbeziehungen zwischen Datenbanken herstellen soll? Jedenfalls müssen wir das schleunigst rausfinden, falls wir’s überhaupt schaffen«, sagte ich. Und zu John: »Noch was gefunden?«
    »Das meiste Zeug können wir wegwerfen«, sagte er und klopfte auf den Papierstapel auf dem Bett. »Unwichtige Scheiße.«
    »Dann wirf das Zeug weg«, sagte ich. »Ich rufe eine dieser DDC-Nummern da an, und dann gehe ich online und schau mir an, ob es Neues von den Ringmitgliedern gibt.«
     
    Ich fuhr zu einer Tankstelle in der Nähe und wählte am Telefon die erste Nummer der DDC-Arbeitsgruppe. Nach dem üblichen Klicken in der Leitung bei einem Ferngespräch hörte ich einen Computer-Wahlton und legte auf. Dasselbe bei der zweiten Nummer. Okay: Computer-Zugriff, aber keine Möglichkeit des Zugangs – noch nicht.
    Dann überprüfte ich meine E-Mails und stieß bei der Mail-Adresse,
die ich Rachel Willowby gegeben hatte, auf eine alarmierende Nachricht: »Jimmy James Carps Auto steht vor dem Haus auf der Straße – 16.17 Uhr.«
    Ich sah auf die Uhr: 16.30 Uhr. Die Nachricht war also gerade erst eingegangen. Ich sprang in den Wagen, raste zurück zum Motel. John und LuEllen waren damit beschäftigt, Spielkarten in den Papierkorb zu flippen.
    Ich berichtete den beiden hastig von der Nachricht, und John sagte: »Wir müssen sofort zu ihr!«
    »Heh, wenn es Ärger geben sollte …« Ich erinnerte mich daran, was Marvel mir zu Johns Vergangenheit gesagt hatte. »Und er hat eine Waffe …«
    »Egal, wir müssen zu ihr!«, beharrte er und wandte sich zur Tür.
    »Es war ein Fehler, dass wir keine Waffe mitgenommen haben«, sagte LuEllen und schloss sich John auf dem Weg zur Tür an. »Jedes Arschloch in Louisiana hat eine Waffe im Wagen liegen, nur wir Arschlöcher nicht. Und wenn man eine Waffe braucht, dann braucht man halt eine, da hat die National Rifle Association ausnahmsweise mal Recht.«
    »Ich bin mir nicht sicher, ob die NRA es gerne sehen würde, wenn ich eine hätte«, sagte John. »Es muss irgendeine Lösung geben. Außer dem Versuch, ihn auf der Straße hinterrücks zu überwältigen …«
     
    Während der Fahrt nach New Orleans entwickelten wir eine Reihe verrückter Pläne, aber wir hatten nicht die Zeit, uns irgendwelche sinnvollen Aktionen auszudenken; man kann nicht viel tun, wenn der Feind eine Waffe hat und man selbst keine.
    »Ganz wichtig ist, dass keiner von uns es sich leisten kann, den Cops in die Finger zu geraten«, stellte LuEllen grundsätzlich fest. »Es geht einfach nicht, dass wir ihn auf der Straße
überrumpeln und in unseren Wagen zerren. Das wäre Kidnapping, und wenn jemand uns beobachtet und sich unser Autokennzeichen merkt, sind wir geliefert.«
    »Ihn verfolgen, wo auch immer er hinfährt, ihn dann überrumpeln …«
    »Und was ist mit dem Mädchen?«, fragte John aufgebracht. »Er hat doch nur einen Grund, hinter dem Mädchen her zu sein – er will rausfinden, wer ihn in seinem Wohnwagen aufgestöbert hat.«
    »Es gibt noch einen anderen Grund«, sagte ich. »Er will das Mädchen zum Schweigen bringen. Es kann seine Verbindung zu Bobby aufdecken.«
    »Um Gottes willen!«, stieß John aus. »Und da er bereits Bobby ermordet hat, könnte er auch …«
    »Gib noch mehr Gas, Kidd«, sagte LuEllen zu

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