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Verliebt in eine Diebin - Roman

Verliebt in eine Diebin - Roman

Titel: Verliebt in eine Diebin - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jennifer Crusie Eva Malsch
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ein Platz in ihrem Bett.« Steve drehte den Kopf zur Seite, um zu lauschen, und Davy dachte an Tilda, die für alle sorgte. Wie verzweifelt sie sich bemühte, die Bilder zurückzubekommen - damit niemand herausfand, dass ihr Vater Fälschungen verkauft hatte...
    Irgendwas stimmt nicht mit diesen Gemälden, dachte er und sah sich um. Offenbar sind sie gefährlich, sonst würde Tilda keine illegalen Methoden anwenden... Dafür hatte sie nicht das geringste Talent, das stand fest. Was wäre wohl aus ihr geworden, wenn sie nicht bei ihrem Dad, sondern bei seinem aufgewachsen wäre? Das hätte keinen großen Unterschied gemacht, entschied er, manche Menschen sind von Natur aus ehrlich. Niemals verspürten sie diesen irren Drive im Blut, der sie auf verbotenes Terrain lockte, jenes Gefühl, das alle Nervenenden schärfte und vibrieren ließ und alle Geräusche und Gerüche intensivierte. Oh Gott, wie mir das fehlt..., gestand er sich ein. Danke, dass du mich zu einem Adrenalin-Junkie erzogen hast, Pop. Wenigstens war er nicht nach seinem Vater geraten. Sonst würde sein Leben einer Horrorstory gleichen.
    Um diesen Kick zu erleben, muss es andere Mittel und Wege geben. Irgendwas Legales. Wie Bungeejumping. Nein, das war
idiotisch. Drogen. Nein, das war illegal. Sex. Tilda... Okay, das hatte sie nicht gerade vom Hocker gerissen. Aber er konnte es noch einmal versuchen und sicherstellen, dass sie bei der Sache war. Sollte sie ihn ruhig beißen, wenn sie wollte - denn nach Gwennies Stickerei zu schließen, schien das wohl eine genetische Veranlagung zu sein. Und so dachte er nur mehr an Tilda, statt an kriminelle Handlungen. Als er sie schließlich die Treppe heraufsteigen hörte, war er in bester Laune.
    Kurz darauf öffnete sie die Tür, und Steve fuhr hoch und wedelte mit dem Schwanz. »Wir haben uns schon gefragt, wo du so lange bleibst«, sagte Davy.
    »Im Keller. Ich musste arbeiten. Erinnerst du dich? Matilda Veronica, Freskenmalerin. Damit bezahle ich unsere Rechnungen.« Schmatzend warf sie Steve einen Kuss zu. »Hi, mein Kleiner.«
    »Veronica, der sexy Kontrollfreak?«, murmelte Davy und versuchte sich auszumalen, wie sie ihm in Lederkleidung schmatzende Küsse zuwarf - was ihm erstaunlich leicht fiel. Einladend klopfte er aufs Bett. »Komm her und erzähl mir von diesen Bildern.«
    »In den Notizen steht alles, was du wissen musst.« Als sie Platz nahm, kletterte Steve auf ihren Schoß, rollte sich zusammen und schnaufte glücklich. »Die Stadtszene war das Erste«, erklärte sie und streichelte den Hund. »Das ist das Bild, das Nadine an Clea verhökert hat.«
    »Und das mir immer wieder durch die Lappen geht.« Davy beobachtete, wie Steve den Kopf schief legte, um ihre Finger hinter seine Ohren zu lenken.
    »Das Zweite ist eines mit Kühen, das Dritte mit Blumen. Die beiden haben wir schon.« Sie schob ihre Brille den Nasenrücken hinauf, und ihr Puppenmund verzog sich zu einem schiefen Lächeln - das erste echte Lächeln, das sie ihm
schenkte. Weil sie so süß aussah, neigte er sich näher zu ihr. »Dann kamen die Schmetterlinge. Die hat eine gewisse Susan Frost gekauft. Sie lebt in Gahanna.«
    »Schmetterlinge«, wiederholte er. Was würde sie tun, wenn er diese warme Stelle unter ihrem Kinn berührte?
    »Danach die Meerjungfrauen, die hat ein Mann namens Robert Olafson erworben, wohnhaft in Westerville.«
    Vielleicht würde er nicht warten, bis er alle Bilder beisammen hatte, vielleicht...
    »Und auf dem Letzten - ich kann noch immer nicht glauben, dass er das wirklich verkauft hat -, sind Tänzer zu sehen. Es gehört jetzt Mr. und Mrs. John Brenner.«
    Der energische Klang ihrer Stimme gefiel ihm. »Warum kannst du es nicht glauben? Wir reden von deinem Dad, nicht wahr?«
    »Weil’s beschädigt war. Teilweise verschmiert. Er hat’s trotzdem verkauft.«
    Sie schaute so unglücklich drein, also wechselte er das Thema. »Okay, heute holen wir die Schmetterlinge.«
    »Können wir nicht alle schon heute holen? Können wir sie zurückkaufen?«
    »Klar, es sei denn, die Leute wollen sich nicht davon trennen. Oder sie verlangen Unsummen, die wir nicht haben. Lassen wir uns Zeit und packen’s richtig an.«
    »Oh...« Tilda schluckte. »Eigentlich dachte ich - du würdest alles schaffen.«
    »Wenn du einen Wunderknaben drängst, vollbringt er lausige Wunder.«
    Sie fummelte wieder an ihrer Brille. »Und was tun wir, wenn sie die Bilder nicht verkaufen wollen?«
    »Dann müssen wir sie umstimmen«, meinte er

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