Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Verliebt in eine Diebin - Roman

Verliebt in eine Diebin - Roman

Titel: Verliebt in eine Diebin - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jennifer Crusie Eva Malsch
Vom Netzwerk:
fröhlich.
    Ihre Miene änderte sich abrupt.
    »Was ist los?«, fragte Davy.

    »Wie du das sagst - irgendwie erinnert mich das an jemanden, den ich mal kannte.«
    »An deinen Dad?«
    »Nein«, log sie. Sie war eine miserable Lügnerin.
    »Wer hat die Scarlets gefälscht, Tilda?«
    »Das sind keine Fälschungen. Trotzdem müssen wir sie wiederhaben.«
    »Also gut.« Davy stand auf. »Aber versuch diesmal, niemanden zu treten.«
    »Mein Gott, ich habe mich so bemüht, das zu vergessen. Glaubst du, der Typ ist okay?«
    »Jedenfalls stand nichts in der Zeitung. Aber der Kerl wird sich wohl kaum beklagen, immerhin ist er ebenfalls in Masons Haus eingebrochen.«
    »Stimmt.« Tilda ließ einen untröstlichen Steve im Bett zurück und öffnete die Schlafzimmertür. »Weißt du wirklich, wie man so was anfängt?«
    »Klar, ganz genau«, versicherte Davy.
     
    Im Erdgeschoss sang Pippy Shannon »He Is«, und Gwen stellte gerade empört fest, dass die Lösung für M, »Sweetheart«, »tootsy wootsy« ergab, als das Telefon läutete. »Goodnight Gallery«, meldete sie sich und starrte das Rätselbuch weiter vorwurfsvoll an.
    »Gwen? Hier ist Mason.«
    »Oh...« Hastig schloss sie das Buch und zwang sich zu einem heiteren, unschuldigen Tonfall. »Hallo.«
    »Ich wollte mich für gestern Abend bedanken.«
    »War mir ein Vergnügen«, log sie. »Wirklich. Wie in alten Zeiten.«
    »Um mich zu revanchieren, möchte ich Sie morgen zu einem späten Lunch ausführen. Am Sonntag können Sie sich doch freimachen, nicht wahr?«

    Niemals werde ich mich von der Galerie freimachen, dachte sie. »Nun - ich weiß nicht recht...«
    »Bitte! Sie würden mir eine Riesenfreude machen. Sagen wir um zwei?«
    Gwen glaubte eine gewisse Verwundbarkeit aus seiner Stimme herauszuhören. Natürlich, der arme Mann lebte mit Clea zusammen. Nach einer Weile musste das jeden am Boden zerstören. Aber er würde über Tony reden. Andererseits, wenn sie nicht mit ihm essen ging, würde sie sich beim Sonntagslunch lediglich über ihre Double-Crostics ärgern. »Sagen Sie mir ein Wort für ›zur Sünde fähig‹, mit elf Buchstaben, und ich nehme Ihre Einladung an.«
    »Okay...«, erwiderte er, merklich verblüfft. »Irgendwelche Hinweise?«
    »Fängt mit U an und endet mit H.«
    »Moment mal…« Jetzt schwang ein Lächeln in seiner Stimme mit. Was für ein netter Mann, dachte sie, ich sollte wirklich mit ihm ausgehen. »Vielleicht ›unmoralisch‹?«
    »Unmoralisch?«
    »Das Gegenteil von ›moralisch‹.«
    »Warten Sie...« Gwen öffnete das Double-Crostic-Buch und trug das Wort in die Felder ein. Dann übertrug sie die entsprechenden Buchstaben in die Felder des Zitats, das letzten Endes herauskommen musste. »Verdammt will ich sein.«
    »Habe ich richtig geraten?«
    »Mason, wir gehen essen!«, rief sie und lachte über die absurde Situation. »Das ist mir einfach nicht eingefallen.«
    »Nun, ich war motiviert.« Sein Lächeln wurde hörbar breiter.
    »Sie sind mein Held.«
    Eine Weile unterhielten sie sich über Wörterrätsel, dann dankte er ihr noch einmal für den vergangenen Abend. Als sie auflegte, freute sie sich auf das Wiedersehen. Ist das ein Rendezvous?,
fragte sie sich. Nur ein Lunch. Aber Clea kommt nicht mit. Wunderbar ...
    Während Pippy vor dem großen Finale Luft holte, kam Ford Brown in die Galerie. Von nun an würde er in ihrer Fantasie für immer ein Cowboy bleiben, mit dem passenden Soundtrack: »Do not forsake me, oh, my darling.« Sie versuchte die Musik zu ignorieren und fragte: »Ist oben alles in Ordnung?«
    »Bestens.« Er sah sich in der Galerie um. »Hübscher Raum.«
    Gwen betrachtete die schmutzigen Wände und das gesprungene Schaufenster, den dunklen Holzboden. »Hm...«
    Da zuckten seine Lippen wieder und verzogen sich zu einer Art Nichtgrinsen. »Ich wollte nur höflich sein.«
    »Das funktioniert nur, wenn wenigstens annähernd die Möglichkeit besteht, das Kompliment könnte auf Tatsachen beruhen«, entgegnete sie. Was mochte er im Schilde führen? Allzu lange kannte sie ihn nicht, aber sie war sich sicher, dass er in diesem Augenblick ungewöhnlich geschwätzig war.
    Die Hände in den Hosentaschen, wanderte er an den Finsters vorbei. »Und warum tut’s das nicht?«
    »In Schuss sein, meinen Sie?« Gwen zuckte mit den Schultern. »Kein Geld.«
    Ford blieb vor dem gesprungenen Schaufenster stehen. »So viel würde das nicht kosten.«
    »Sind Sie vom Fach?«
    »Gewissermaßen«, antwortete er und drehte sich zu ihr um.

Weitere Kostenlose Bücher