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Verliebt in eine Diebin - Roman

Verliebt in eine Diebin - Roman

Titel: Verliebt in eine Diebin - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jennifer Crusie Eva Malsch
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beruflichen, sondern aus privaten Gründen.«
    »Wenn er ein FBI-Agent ist - warum verhaftet er Clea nicht einfach?«
    »Keine Ahnung, Eve.« Tilda versuchte immer noch zu verdauen, was sie soeben erfahren hatte. »Vielleicht gehört das zu irgendeinem Plan. Davy ist ein hinterhältiger Hurensohn.«
    »Streit nicht mit ihm«, bat Gwen. »Er muss uns mögen .«

    »Verdammt, ich habe mit ihm geschlafen . Man sollte meinen, ihm wär wenigstens dabei eingefallen, das FBI einmal zu erwähnen, zum Teufel noch mal. Wäre es nicht möglich, dass Simon nur Eindruck schinden wollte, um Louise ins Bett zu kriegen?«
    »Louise lag bereits im Bett.« Stöhnend verdrehte Eve die Augen. »Mit Handschellen gefesselt. Hübschen Handschellen. Also hat sie gefragt, woher er die hätte.«
    »Großartig«, murmelte Tilda. »Dann muss Louise ihn heute Nacht fragen, was er vorhat.«
    »Das kann sie nicht. Es ist Sonntag. Bis nächsten Mittwoch existiert sie nicht.«
    » In diesem Haus soll sie überhaupt nicht existieren. Wirst du ihm jemals sagen, wer du bist?«
    »Nein. Wie ich inzwischen herausgefunden habe, schläft er nicht gern mit Müttern. Wenn ich ein Geständnis ablege, ist er bestimmt stinksauer. Vielleicht kommt Louise am Mittwoch ja nicht nach Hause - ich lasse sie einfach im Double Take zurück.«
    »Lass dir aber verdammt noch mal einfallen, wohin sie heute Nacht verschwindet. Das will Simon sicher wissen.« Tilda stellte ihr Saftglas auf den Tisch. Sie hatte keinen Durst mehr. »Männer vermissen nämlich die Frauen recht schnell, die schon in der zweiten Liebesnacht zu Fesselspielen bereit sind.«
    »Ich werde ihn auch vermissen«, gab Eve bedrückt zu, und Tilda dachte: Du? Nicht Louise?
    » Wen wirst du vermissen, Mom?« Nadine kam ins Büro. »Wie geht’s deiner Nase, Steve-Baby?«
    Der Hund hob den Kopf vom Futternapf, bellte kurz und fraß weiter.
    »Hat er nicht eine wundervolle Stimme?« Nadine nahm den Orangen-Ananas-Saftkarton aus dem Kühlschrank. »Wer reist denn ab?«

    »Niemand, Schätzchen.« Eve beugte sich vor und küsste die Wange ihrer Tochter. »Wie war’s gestern Abend mit Burtons Band?«
    »Falls dich mein Gesang interessiert - der war ganz gut«, antwortete Nadine und schenkte sich Fruchtsaft ein. »Mit Burton lief’s nicht so toll. Aber heute will er sich wieder mit mir treffen. Vielleicht tut’s ihm Leid.«
    »Was hat er denn verbrochen?« Wenn Eves Mutterinstinkte erwachten, wurde sie gefährlich.
    »Nun ja...«, begann Nadine zögernd und setzte sich an den Tisch. »Er führt sich wie der große, wilde Rebell auf. Aber in Wirklichkeit ist er erzkonservativ. Und das Lucy-Kleid hat ihm nicht gefallen.«
    »Was für ein Narr! In diesem Lucy-Kleid siehst du zauberhaft aus.«
    »Das weiß ich«, seufzte Nadine, sichtlich verwirrt. »Vielleicht habe ich ihn falsch eingeschätzt. Nur selten sind die Männer so, wie sie scheinen.«
    »Wem sagst du das?« Tilda dachte an Davy, der in ihrem Bett schlief und die Sicherheit eines Beamtenjobs genoss. Dann griff sie nach ihrem Saftglas. »Ich muss arbeiten. Morgen fange ich mit dem Monet in New Albany an.« Als sie die Kellertreppe hinabstieg, folgte ihr Steve - falls Ariadne auf die Idee käme, die Galerie zu besuchen. Tilda nahm nicht an, dass Davy sie verhaften würde, und sie war sich nicht einmal sicher, ob er wirklich dem FBI angehörte. So oder so, er war gefährlich. Sie sperrte sich im Studio ihres Vaters ein, schnitt eine Styroporplatte in den relativen Maßen des geplanten Wandgemäldes zurecht, trug darauf die Farben der Badezimmerseerosen auf und bekam trotzdem die eine Frage nicht aus dem Sinn. »Wirklich, man sollte meinen, so was hätte er mir erzählt«, sagte sie zu Steve, der sie geduldig mit auf die Vorderpfoten gelegter Schnauze beobachtete. »Ich habe ihm
gesagt, dass ich Fresken male. Aber ist er ehrlich zu mir? Nein, er behauptet, er würde Geschäfte machen. Was zum Teufel meint er damit?«
    Zwei Stunden später klopfte es an die Tür, und sie war noch immer nicht klüger. Widerstrebend drehte sie den Schlüssel im Schloss herum. Bei Andrews Anblick fühlte sie sich nur geringfügig erleichtert. »Oh. Hi.«
    »Kann ich mit dir reden?« Er trat ein und schloss die Tür hinter sich.
    »Klar.« Tilda kehrte zum Zeichentisch zurück.
    »Also, es geht um Simon. Und Louise.«
    »Kümmere dich doch bitte um deinen eigenen Kram, Andrew.«
    »Natürlich mache ich ihm keine Vorwürfe.« Er rückte einen Stuhl zurecht und setzte sich neben

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