Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Verliebt in eine Diebin - Roman

Verliebt in eine Diebin - Roman

Titel: Verliebt in eine Diebin - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jennifer Crusie Eva Malsch
Vom Netzwerk:
diese Gemälde wieder besitze, werde ich nie wieder was Schlimmes tun.«
    Skeptisch sah Steve sie an. Sie seufzte, ging nach oben und bereitete sich auf weitere betrügerische Machenschaften mit einem potenziellen FBI-Agenten vor.

10
    Drei Häuserblocks entfernt betrat Clea ihr Schlafzimmer, um ihre Handtasche für einen frühen Brunch mit Mason zu holen, und sah Ronald vor dem bewusstlosen Caterer stehen. »Was treibst du hier?«, fragte sie und schloss die Tür hinter sich. »Und was hast du Thomas angetan?«
    »Er versteckte sich in deinem Schrank, und ich ertappte ihn beim Stehlen«, verkündete Ronald tugendhaft.
    Erst zwang sie sich, die Stirn nicht zu runzeln, dann zwang sie sich, den Mann vor ihr nicht mit ihrer Gucci-Tasche zu vermöbeln. »Ronald, du hast ihn beim Saubermachen ertappt. Das ist unsere neue Haushaltshilfe.«
    »Oh.« Ronald musterte den Mann. »Nun, ich habe ihn nur ein bisschen angestupst.«
    »Womit? Mit einem Wagenheber?« Clea beugte sich zu Thomas hinab. Wenigstens atmete er, und sein Gesicht wirkte nicht unnatürlich bleich oder gerötet. Aber über seine Schläfe zogen sich zwei beängstigende Schürfwunden. »Warum hast du zweimal zugeschlagen?«

    »Die eine Wunde hatte er schon.«
    Clea richtete sich auf. »Und was machst du jetzt mit ihm?«
    »Ich werde ihn wegschaffen. Reg dich nicht auf.«
    »Nein, er bleibt hier. Ich brauche ihn heute Abend fürs Dinner.« Von seiner Kaltschnäuzigkeit irritiert, stieg sie über Thomas hinweg und ging zum Toilettentisch. »Was machst du eigentlich in meinem Zimmer?«, fauchte sie und setzte sich, um ihr Spiegelbild zu prüfen.
    »Ich musste dich sehen.« Freudestrahlend nahm er neben ihr auf der Bank Platz. »Wie schön du bist, Darling...«
    »Danke«, erwiderte sie automatisch. »Wie bist du reingekommen?«
    »Die Hintertür war nicht verschlossen«, erklärte er und legte einen Arm um ihre Schultern. »Oh Clea, ich musste mich vergewissern, dass du okay bist. Von jetzt an werde ich für dich sorgen.«
    »Oh ja, natürlich«, zischte sie und riss sich los. »Indem du Thomas niederschlägst, bevor er sich um meine Wäsche kümmern kann, und einen bezahlten Killer zu mir schickst.«
    Gekränkt zuckte er die Achseln. »Ich dachte, du willst einen bezahlten...« Mit ausdrucksvollen Gesten beendete er den Satz.
    »Nein«, entgegnete sie geduldig, »du solltest jemanden zu Davy schicken. Auf direktem Weg.«
    »Aber ich wollte dir beweisen, was ich für dich tue«, verteidigte er sich. »Diesem Mann habe ich eine Menge Geld gegeben, und du musstest ihm nur sagen, was er tun soll.«
    »Okay, das war nett von dir. Danke, Ronald.«
    Erleichtert entspannte er sich.
    »Nächstes Mal erspar mir solche Begegnungen. Der Typ war furchtbar unheimlich.«
    »Das wusste ich nicht. Ich habe telefonisch mit ihm verhandelt und das Geld auf sein Konto überwiesen.«

    In wachsendem Zorn starrte sie ihn an. »Womöglich hast du mir einen verrücken Serienkiller auf den Hals gehetzt.«
    Ronald blinzelte verwirrt. »Weil ich dachte, das willst du …«
    Wieso locke ich diese Kerle an, überlegte sie. Steckt irgendein Peilsender in mir, der sie in meine Nähe dirigiert?
    » Gehen wir aus und feiern?« Er rückte näher zu ihr. »Wir können auch hier bleiben.«
    »Heute habe ich keine Zeit.« Clea rutschte von ihm weg. »Vielleicht nächste Woche«, fügte sie hinzu und stand auf. »Jetzt musst du verschwinden.« Sie warf einen kurzen Blick in Thomas’ Richtung. »Und mach irgendwas mit diesem Mann, bevor...«
    »Ist das eins der Bilder, die du gekauft hast?«, fragte er.
    Sie drehte sich um und sah den Scarlet an der Wand lehnen, der neu gerahmt worden war. »Ja, ein Werk von Hodges Tochter, ein Teil der Sammlung.«
    »Sehr hübsch. Du hast wirklich einen guten Geschmack.«
    Skeptisch betrachtete sie das Bild, das ihr ziemlich dilettantisch und etwas zu bunt erschien. Von Kunst verstand dieser Idiot Ronald wirklich rein gar nichts.
    »Diese Künstlerin hat einen ganz besonderen Stil. Wie viel hast du dafür bezahlt?«
    »Tausend«, antwortete sie, immer noch verärgert über die hohe Summe, obwohl sie den Scheck für die Goodnights noch gar nicht unterschrieben hatte. »Allzu gut kann sie nicht gewesen sein. Vor ihrem Tod hat sie nur sechs Bilder gemalt.«
    »Oh, sie ist tot?« Ronald stieß einen leisen Pfiff aus. »Damit steigt ihr Wert. Wahrscheinlich wirst du einen tollen Profit machen. Nehmen wir das Gemälde mit nach Miami. Dort lässt sich’s besser

Weitere Kostenlose Bücher