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Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Titel: Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Edward M. Larry;Lerner Niven
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zulassen, dass Sie die Besatzung gefährden, nur damit Sie etwas gegen Ihre Schuldgefühle unternehmen können!«
    Stattdessen tat Sigmund alles, um seine eigenen Schuldgefühle zu lindern – und das war ebenso unangebracht. Nicht Sigmund hatte Louis aus dem Bekannten Weltraum herausgeklaubt. Das hatte Nessus getan.
    Doch nichts davon änderte etwas. Louis hing immer noch auf New Terra fest, zur Untätigkeit verdammt.
    Aber er weigerte sich, einfach nur nutzlos zu sein, tanj noch mal! Weil Achilles niemals aufgeben würde!
    Finagle, das war sie, die Lösung!
    »Wenn die Flotte der Gw’oth Hearth nur passiert«, sagte Louis, »dann wird Achilles ziemlich dumm dastehen. Das kann er nicht zulassen. Also wird er etwas unternehmen. Er wird das sogar schon von Anfang an so geplant haben.« Nun wagte sich Louis gefährlich weit vor. »Er will die Gw’oth angreifen, um sich selbst als der Retter von Hearth aufzuspielen!«
    Alice und Sigmund setzten gleichzeitig zu einer Erwiderung an. Galant bedeutete Sigmund Alice mit einer Handbewegung, er lasse ihr den Vortritt. »Achilles müsste wahnsinnig sein, so etwas zu versuchen«, sagte sie. »Aber er ist ja wahnsinnig. Völlig bescheuert!
    Mal angenommen, Louis hätte recht. Achilles hat diese Waffe, diesen Fusionssuppressor. Ein Schiff hat er schon; seine Anhänger könnten vermutlich weitere in ihre Gewalt bringen. Aber wen nimmt er als Mannschaft? Wie viele Puppenspieler außer Achilles sind verrückt genug, an einem Angriff teilzunehmen?« Sie zögerte und senkte nachdenklich den Kopf. »Er wird die erforderliche Mannschaft hier auf New Terra rekrutieren.«
    Das war Louis’ Chance. »Ihr braucht einen Agenten im Untergrund, den Achilles anheuern kann. Sonst werdet ihr nie rechtzeitig herausfinden, was er tatsächlich plant! Aber ohne dieses Wissen könnt ihr ihn auch nicht aufhalten. Und siehe da, einen solchen Agenten habt ihr.« Mit dem Daumen deutete Louis auf sich selbst. »Mich!«
    »Wir haben schon Agenten im Untergrund«, widersprach Alice.
    Sigmund schüttelte den Kopf. »Er hat recht, Alice. Als Achilles Söldner für sein Pak-Abenteuer gesucht hat, da hat er genau gewusst, an wen er sich wenden muss. Um unsere Leute hat er dabei einen großen Bogen gemacht! Roland – Finagle möge ihn verwünschen! – war gut genug ausgebildet, um in der Lage zu sein, unsere Leute zu enttarnen. Und: Die Kundschafter-Expedition der Puppenspieler, die seinerzeit Kl’mo entdeckt hat, wird doch gewiss eine Besatzung von New Terra mitgenommen haben, von der wir gar nichts wissen.«
    »Diesen Job muss ich übernehmen!«, setzte Louis nach. »Ich gehe in den Untergrund!«
    »Da fällst du doch viel zu sehr auf!«, widersprach Alice.
    »Das ist schon in Ordnung so. Ich will ja auffallen.«
    »Und dann?«, fragte sie. »Du selbst hast Achilles doch mit einem Stunner betäubt! Nur so hat Nessus ihn vor Gericht bringen können. Es wäre ja Wahnsinn ganz wie bei Achilles, wenn du riskieren würdest, in seine Hände zu fallen! Ähm, seine Münder. Was auch immer.«
    Na, dann weißt du ja jetzt, wie ich über deine verrückte Mission denke!, hielt Louis ihr im Stillen entgegen. »Vielleicht auch nicht, Alice. Achilles kann mich nicht leiden, sicher. Aber er respektiert die Arbeit, die ich beim Aufbringen und Entschlüsseln der Pak-Bibliothek geleistet habe. Und Nessus und Baedeker hasst er. Zwischen denen herrscht doch schon seit geraumer Zeit böses Blut. Mich gegen die beiden einzusetzen, dürfte ihm tanj gelegen kommen.«
    »Und wie wollen Sie vorgehen?«, erkundigte sich Sigmund nun.
    »Ich spiele den Verbitterten. Statt einen dicken Lohn einzustreichen und wieder in den von Menschen besiedelten Weltraum zurückkehren zu können, hat Nessus mich hier sitzen lassen. Ich bin völlig pleite und weiß überhaupt nicht, wo ich hinsoll. Ich sitze in einer Bar, bin ständig betrunken, beklage mich in einer Tour über Nessus und warte darauf, dass Achilles oder seine Leute mich finden.« Aber nicht so betrunken, dass er alkoholabhängig würde. Hoffte er. Dass er als Suchtgefährdeter hierbei ein Risiko war, behielt Louis für sich. »Wenn Alice mich dann auch noch auf die Straße setzt, schadet das sicher nicht. Wenn sie ihre Abreise noch einen Tag aufschieben kann, heißt das.«
    »Das ist gut«, gestand Sigmund ein.
    So viel zu deinem Widerwillen, mich in Gefahr zu bringen!, ging es Louis durch den Kopf.
    Ungläubig blickte Alice zwischen den beiden Männer am Tisch hin und her. »Das ist

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