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Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Titel: Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Edward M. Larry;Lerner Niven
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der Grund hat, sich über Nessus zu beschweren.«
    »Ich will den Lohn, der mir zusteht, kein Mitgefühl!«
    »Ihren Lohn kann ich Ihnen nicht verschaffen. Aber wie wär’s beispielsweise mit einem neuen, gut bezahlten Job? Den könnte ich Ihnen schon verschaffen. Ich habe ein Schiff und heuere gerade die Crew an.«
    »Wissen Sie, was alle auf diesem Hinterwäldler-Planeten gemeinsam haben? Schauen Sie sich doch einfach mal um! Wir sind allesamt Nieten hier, auch die Skipper der Schiffe! Dann erzählen Sie mal: In was sind Sie denn eine Niete? Als Vertragskundschafter? Als Prospektor? Als Händler mit den Gw’oth? Als Schmuggler?«
    Der Freund eines Freundes blieb hartnäckig. »Nur damit Sie es wissen: Mein Boss kann Nessus auch nicht ausstehen.«
    Louis runzelte die Stirn, so heftig konzentrierte er sich. »Ihr Boss, so, so. Jemand, den ich kenne?«
    »Er sagt, sie wären schon auf demselben Schiff gefahren.«
    Achilles! Jetzt bloß nicht zu begeistert wirken!
    Louis sagte: »Ach, der. Sagen Sie ihm, er soll mich mal anrufen.« Nicht zuletzt deshalb, weil Sigmunds Technikgenies alle Anrufe auf Louis’ Taschencomp zurückverfolgten.
    Der Mann stand auf. »Mach ich. Ich heiße übrigens Enzio. Enzio Walker-Wong. Ich spendier Ihnen ’nen Drink.«
    »Die Einladung mag ich nicht ausschlagen.« Louis lachte. »Aus offensichtlichen Gründen.«
    Enzio kehrte mit zwei Gläsern zurück und reichte Louis eines davon. »Auf die Zusammenarbeit!«
    »Könnte glatt passieren«, meinte Louis, ehe er den Whisky hinunterkippte.
    Louis wurde wach. In seinem Kopf hämmerte es schlimmer denn je. Er schwebte in einem Schlaffeld. Als sich seine Augen an die schlechten Lichtverhältnisse gewöhnt hatten, bemerkte er Wände mit Handgriffen. Ein Belüftungssystem surrte; im Hintergrund war das Dröhnen von Schiffsantrieben zu hören.
    Er war also auf einem Schiff. Man hatte ihn unter Drogen gesetzt, betäubt. Mit der historischen Vokabel: schanghait.
    Wahrscheinlichstes Szenario: Enzio hatte Louis aus der Spelunke geschafft. Niemand dürfte einen Satz wie »Mein Freund hier hat wohl einen zu viel gekippt!« in Frage gestellt haben. Einmal auf der Straße war’s dann wohl zur nächsten Stepperscheibe gegangen und mit der ab zum Raumhafen.
    Hey, unter heldenhaftem Einsatz seiner Leber hatte er, Louis, Agent in geheimer Mission, Achilles gefunden! Jetzt galt es nur noch herauszufinden, was dieser Soziopath im Schilde führte ...
    Stöhnend tastete Louis außerhalb des Schlaffelds nach dem Sensor, um es abzuschalten. Er fand das Tastfeld. Das kollabierende Schlaffeld ließ ihn sanft auf die untere Ebene ab. Nichts in seiner Hüfttasche verriet durch leichten Druck gegen Louis’ Allerwertesten seine Anwesenheit. Sein Taschencomp war weg und mit ihm die Software, die Louis ermöglicht hätte, heimlich Sigmund zu kontaktieren.
    Ob Sigmund überhaupt eine Ahnung hatte, wo sein Spezialagent Louis gerade steckte?

32
    Auf dem Klapptisch der Kabine fand Louis Detox-Pillen, Schmerzpillen und eine Thermos-Quetschflasche mit heißem Kaffee (aber nichts von dem, was er in seinen Taschen gehabt hatte). In dem winzigen Spind hing ein frischer Overall. Die Kabinenluke war nicht von außen verriegelt. Sogar eine Schalldusche gehörte zur Kabine. Im Vergleich zu Louis’ Unterkunft an Bord der Aegis war das hier ein Palast.
    Aber als er an Bord der Aegis gegangen war, da war es für ihn nur um seinen eigenen Hals gegangen. Jetzt mischte er sich in das Schicksal ganzer Welten ein.
    Entgiftet, geduscht und in frischer Kleidung fühlte Louis sich fast schon wieder wie ein Mensch. Er wagte sich aus seiner Kabine hinaus. Die Brücke erschien ihm der wahrscheinlichste Ort, um Antworten auf seine Fragen zu finden.
    Das Schiff basierte auf einer General-Products-Zelle Mark Zwo und war weitestgehend so konfiguriert wie die Aegis . Prüfend sog Louis die Luft ein: keine Spur von Puppenspieler-Pheromonen. Also ein Schiff von New Terra. Die Brücke müsste sich daher im Bug finden lassen, nicht mittschiffs wie bei der Aegis . Louis schlug diese Richtung ein.
    Enzio saß vor der Piloten-Konsole und blickte auf, als er Schritte hörte. »Gut. Sie sind wach.«
    Louis setzte sich in den freien Sessel des Kopiloten. Der Massenanzeiger war aktiv und meldete keine ernst zu nehmenden Objekte in der Nähe. »Das wäre jetzt der geeignete Augenblick, mir ein paar Dinge zu erklären. Aber bitte seien Sie so gut und sprechen Sie leise!«
    »Achilles hat mir aufgetragen, Sie

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