Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds
Alice, und das richtig, richtig weit. Er musste konzentriert bleiben.
Nachdem die Identifikationscodes schließlich ausgetauscht waren, sprach der Puppenspieler weiter. »Wir habe eine Frachtraumluke geöffnet. Andockmanöver fortsetzen.«
In einen Frachtraum hineinmanövrieren? Nicht gerade einfach. »Das hab ich schon mal gemacht«, bot sich Louis beiläufig an.
Enzio ignorierte ihn.
»Achilles ist an Bord eines dieser Schiffe von Hearth entkommen. Wofür ist denn das andere?«, fragte Louis daraufhin.
»Versorgungsgüter«, gab Maura nur zurück. »Und jetzt Klappe halten!«
Gleich zwei GP Mark Vier? Was zum tanj hatte Achilles denn bloß vor?
Mit geschickten Bewegungen ließ Enzio die Addison vor dem größeren Schiff ein wenig rotieren und ließ sie dann nur mit Hilfe der Lage-Thruster rückwärts in einen ansonsten leeren Frachtraum hineingleiten. Ein Wump verriet, dass sich irgendetwas an den Rumpf der Addison geheftet hatte.
Die Addison brachte Achilles mehr als nur ein paar Söldner. Das jedenfalls vermutete Louis. Gerade eben hatte Achilles sich nämlich ein Rettungsboot geangelt.
Achilles entschied sich dafür, sein Gespräch mit Louis in dem leer stehenden Frachtraum zu führen, den er mehr und mehr als seinen Audienzsaal ansah. Zum vereinbarten Zeitpunkt hörte er ein leises, respektvolles Trällern. Sofort erkannte Achilles Clothos Stimmen. »Sie dürfen eintreten«, sang Achilles die Antwort.
Clotho war der Erste, der durch die Luke trat. »Exzellenz«, intonierte er, die Köpfe respektvoll gesenkt. Hinter ihm ging Louis und blickte sich um. Ihm folgten zwei Bürger, die zur Besatzung der Remembrance gehörten.
»Lasst uns allein!«, schmetterte Achilles. Clotho und die Besatzungsmitglieder zogen sich zurück und schlossen die Luke hinter sich.
Louis blieb einfach stehen, keine Verbeugung, nichts. Er verschränkte die Hände hinter dem Rücken. »Haben Sie mich hierher schaffen lassen, um mich umzubringen?«
»Wenn ich Ihnen nicht trauen würde, Louis, warum sollte ich mich dann ganz allein mit Ihnen treffen?«
Louis zuckte mit den Schultern. »Meine Eskorte steht höchstwahrscheinlich draußen vor der Luke. Und ich denke, sie haben Stunner dabei. Eine möglicherweise tödliche Waffe würden Sie wohl niemals in Ihrer Nähe dulden. Und es ist ja auch nicht so schwer, eine betäubte Person einfach aus der Luftschleuse zu stoßen.«
Achilles blickte sich selbst in die Augen. »Ich merke schon, Sie verstehen uns allmählich wirklich gut.«
»Also, lassen Sie mich jetzt umbringen oder nicht? Sie haben ja wohl kaum vergeben und vergessen, dass ich Sie vor nicht allzu langer Zeit betäubt habe.«
Rittlings saß Achilles auf einer gemütlich gepolsterten Bank. Kurz streckte er einen seiner Hälse und wies so auf einen Sessel, der eindeutig für Menschen gedacht war. »Setzen Sie sich! Nein, das habe ich nicht vergessen. Aber Nessus war Ihr Hinterster, und Sie haben lediglich seine Befehle befolgt.«
»Nessus.« Louis spie aufs Deck. »Genau so denke ich über Nessus! Wenn er auch nur einen Funken Ehre im Leib hätte, wäre ich jetzt längst zu Hause, und zwar als reicher Mann!«
»Ohne jegliche Erinnerungen an Ihre Abenteuer«, rief ihm Achilles ins Gedächtnis zurück.
»Ohne Albträume. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie oft ich schon von diesem Pak-Schiff geträumt habe: voller Leichen.«
»Ich möchte Ihnen etwas erzählen. Ich habe erfahren, dass Beowulf Shaeffer Ihr ... Stiefvater ist – so nennen Sie das wohl. Ich habe Beowulf gekannt. Und ich hatte sehr viel Respekt vor ihm. Als ich noch im von Menschen besiedelten Weltraum für General Products tätig war, habe ich ihn zweimal angeheuert. Und beide Male habe ich ihm die vereinbarte Summe gezahlt.«
»Bitte, sprechen Sie weiter!«, sagte Louis nur.
»Nessus hat Sie sehr schlecht behandelt. Er vergiftet die Gedanken des Hintersten, und damit tut er der Konkordanz wahrlich keinen Gefallen. Und so kommt mir die Aufgabe zu, der Bedrohung durch die Gw’oth ein Ende zu machen.« Und zur Belohnung die Herrschaft über Hearth zu übernehmen und sämtliche meiner Feinde zu vernichten.
»Ich habe schon gesehen, wie Sie arbeiten, Louis, und ich habe gelernt, Ihren Talenten immensen Respekt entgegenzubringen. Schließen Sie sich mir an! Helfen Sie mir bei unserer Mission, und erteilen Sie Nessus die Lektion, die er verdient hat!«
»Zwei Schiffe gegen eine Kriegsflotte der Gw’oth? Ich dachte, Bürger würden sich niemals auf
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