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Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition)

Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition)

Titel: Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Bob Mayer , Jennifer Crusie
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einem Pferd im Schnee mit drei Schwertern im Banner, und er sah höllisch deprimiert aus.
    »Sie müssen sehr einsam gewesen sein«, meinte Delpha, die die Karte ansah.
    »Wann denn? Nein, halt, das ist nicht meine Frage. Also, ein Dämon hat mich mit der Statue niedergeschlagen. Ist das so was wie eine Redensart, ein Kerl, der sozusagen dämonisch böse ist …«
    »Fufluns« , sagte Delpha. »Er ist ein Dämon. Die nächste Karte muss unter die anderen.«
    Mab drehte die nächste Karte um: ein Mann, der zu einer fernen Stadt hinblickte, fünf Becher zu seinen Füßen. »Also Fufluns . Ist er gefährlich?«
    »Manchmal«, erwiderte Delpha, die die Karten prüfend betrachtete. »Er trickst, er verführt, lügt und betrügt. Das kann gefährlich sein. Die nächste Karte muss obenauf liegen.«
    Mab drehte die nächste Karte um. Sie legte sie auf die ersten beiden Karten, dorthin, wo Delpha mit dem Finger wies. Das Bild zeigte jemanden mit Brille und Hut, in der Hand eine Malerpalette, flankiert von Gemälden zweier nackter Frauen, die Münzen emporhielten. »Aber er tötet nicht, oder? Tricks und Verführung und Lügen, aber kein Tod? Er hat Karl nicht getötet?«
    »Sie haben in Ihrer Vergangenheit viel Isolation und Lügen erlebt …« Delpha tippte auf die Karte unter den anderen. »Und jetzt tragen Sie die Einsamkeit mit sich herum, verschließen sich, sind von Ihrem eigenen Däm…«
    »Eigentlich«, fiel Mab ihr ins Wort, »geht’s mir gut, abgesehen von der Sache mit dem Toten und mit dem Roboterclown.«
    »Erfolg«, sprach Delpha und tippte auf die oben liegende Karte. »Sie sehen den Sinn Ihres Lebens in künstlerischer Betätigung. Sie verstecken sich hinter Ihrer Arbeit wie ein kleines Mädchen.«
    »Hey«, protestierte Mab.
    Delpha machte eine Geste zu den Karten hin, und Mab drehte die nächste um und hielt inne. Es war ein obszönes Bild, ein riesiger, lüstern blickender, nackter Teufel, der drohend über zwei ebenfalls nackten, blauen Menschen schwebte.
    Frankie krächzte, und Delpha sagte: »Und hier steht Ihnen ein großes Unglück bevor.«
    »Das wusste ich, als ich Karl den Toten sah«, meinte Mab. »Sie haben meine Frage nicht beantwortet. Hat Fufluns Karl umgebracht?«
    »Nein. Legen Sie die letzten vier Karten rechts in einer Reihe von unten nach oben.«
    »Wer war es dann?«
    »Eine Karte.«
    Mab enthüllte eine in einer grauen, öden Landschaft kauernde Frau, um die herum acht Schwerter in den Boden gerammt waren. »Wer hat Karl den Toten umgebracht?«
    »Tura.«
    Mab drehte die nächste Karte um und legte sie über die letzte: ein Mann vor einem Hochofen, der offensichtlich Geld machte, denn unten waren acht Münzen aufgereiht. »Wer ist Tura ? Und sagen Sie bloß nicht, dass sie ein etruskischer Dämon ist.«
    »Sie ist ein etruskischer Dämon«, antwortete Delpha fast abwesend, da sie die Karten prüfend betrachtete.
    Mab drehte die nächste um und hielt wieder inne. Es war das Bild eines Paares, er mit einem lächerlichen Hut, sie mit glattem rötlichem Haar, die sich in die Augen blickten, während hinter ihnen ein Kind mit einem Stöckchen eine Schildkröte anstupste, und über ihnen in der Luft schwebend zehn goldene Becher.
    Das bin definitiv nicht ich , dachte sie und fragte: »Wer ist Vanth ?«
    »Ein etruskischer Dämon«, antwortete Delpha. »Drehen Sie die letzte Karte um.«
    Mab drehte sie um.
    Da saß eine nackte Frau auf einem Felsen und goss Wasser aus einem Krug in einen Fluss. Sie hatte dunkelrotes Haar und wirkte abweisend, aber nicht unglücklich.
    »Das ist Ihre Zukunft«, stellte Delpha fest und lehnte sich zufrieden zurück.
    »Nackt dasitzen und Wasser in einen Bach gießen?«, wunderte sich Mab. »Na ja, das liegt zumindest im Bereich meiner Fähigkeiten. Aber jetzt genug mit diesem Dämonenzeug. Was, zum Teufel, geht eigentlich in diesem Park vor?«
    Delpha blickte sie einen Augenblick ruhig an und nickte dann. »Sie haben mir gezeigt, was ich sehen wollte und musste. Ich werde Ihnen die Wahrheit sagen: Als Sie die Panflöte in die Hand des FunFun auf dem Karussell steckten, wurde dadurch die eiserne FunFun -Statue am Eingangstor geöffnet, und Fufluns entwich. Karl wurde von einem zweiten Dämon getötet, von Tura , die in der Meerjungfraustatue gefangen saß. Sie bestraft Untreue.«
    »Untreue? Und deswegen hat sie Karl gestern Abend umgebracht?«
    Delpha nickte.
    »Die Meerjungfrau hat Karl den Toten umgebracht.« Mab rieb sich die Stirn. »Hören Sie, ich glaube

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