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Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition)

Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition)

Titel: Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Bob Mayer , Jennifer Crusie
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erwischen.« Mab ergriff einen der Löffel. »Und das bedeutet, dass noch jemand hier auf Dämonenjagd ist, außer dir und der Guardia . Die Guardia, das sind die eigentlichen Dämonenjäger im Park.« Sie tauchte ihren Löffel in das Zitroneneis und ließ die kalte, sahnige Eiscreme auf der Zunge schmelzen. Sie begann, sich ein wenig besser zu fühlen. »Wer auch immer geschossen hat, die sind mit Hightech unterwegs.« Wieder überlegte sie. »Warte mal. Hightech-Ausrüstung. Ethan sagte, dass ein Mann-in-Schwarz im Park gewesen wäre. Ich wette, der war es.«
    »Mann-in-Schwarz?«
    »Tja, so nannte er ihn. Klingt irgendwie nach Geheimdienst … Dämonenjäger im Dienst der Regierung?« Mab fühlte, wie ihr Sinn für Realität an den Ecken ausfranste. Deprimiert legte sie den Löffel ab. Es war eine Sache, praktisch und gezielt zu recherchieren, aber es war etwas ganz anderes, praktisch und gezielt über Dämonen zu recherchieren.
    »Also macht die Guardia Jagd auf Dämonen«, stellte Joe fest, »und die Regierung macht Jagd auf Dämonen, und ich mache Jagd auf Dämonen. Da können einem die Dämonen fast leidtun.«
    »Bist du verrückt ? Dieses Miststück hat Karl den Toten umgebracht …«
    »Na, um Karl den Toten ist es wirklich nicht schade.«
    »… und ich glaube, dass der andere Mistkerl in der FunFun -Statue vom Eingang steckte und mich umgerannt hat. Ethan hat ihn erwähnt, und Delpha auch. Fufluns .« Sie runzelte die Stirn. » Fufluns . FunFun . Wer immer den Clown FunFun genannt hat, wusste Bescheid über den Dämon Fufluns .« Sie aß einen Löffel Zitroneneis, denn nun hatte sie es wirklich nötig. »Und das bedeutet, dass diese Dämonen schon hier waren, als der Park 1926 gebaut wurde. Sie waren schon immer hier.«
    Joe schob sich Löffel um Löffel Eiscreme in den Mund.
    »Ist dir das ganz egal ?«
    »Nein. Aber ich habe es ja schon eine ganze Zeit lang gewusst. Versuche mal von dem rosa Aphrodisiakum-Zeug, das schmeckt wirklich gut.«
    »Ich bin nicht in Stimmung für Liebe.«
    »Genau deswegen solltest du das rosa Zeug probieren.«
    »Also du gehst auf Dämonenjagd«, fuhr Mab fort, nun ganz konzentriert. »Und wie funktioniert das?«
    Joe schüttelte den Kopf. »Iss deine Eiscreme. Wir können später über Dämonen reden, wenn du dann noch willst, aber im Augenblick machst du dich nur selbst verrückt damit.«
    Mab rieb sich die Stirn. Da ließ er seinen Löffel in die Schüssel fallen und legte einen Arm um sie. Sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter und sagte: »Ich will nicht an Dämonen glauben.«
    »Ich weiß, Baby.«
    »Aber jetzt muss ich.«
    »Ich weiß.«
    »Meine Welt ist ein totaler Trümmerhaufen.«
    »Nein, eigentlich nicht. Es ist nur eine neue Welt. Die alte ist futsch. Du hast noch gar keine Zeit gehabt, die neue in einen Trümmerhaufen zu verwandeln.«
    »Mir hat die alte aber gut gefallen«, meinte Mab elend.
    »Ach ja?«
    »Ja. Ich hatte genug Arbeit, und es war interessant, und …«
    »Du hattest kein Dreamland .«
    »Ich habe auch jetzt kein Dreamland . Nach Halloween gehe ich fort.«
    »Du hattest mich nicht.«
    »Du gehst auch nach Halloween fort.«
    »Mab«, sprach er betont, und als sie aufblickte, sah sie ihn zum ersten Mal ernst dreinblicken. »Hast du etwas dagegen, glücklich zu sein?«
    »Ja«, antwortete sie, »weil es nie von Dauer ist.«
    »Na ja, natürlich nicht. Wenn es dauerhaft wäre und du die ganze Zeit glücklich wärst, dann wüsstest du gar nicht, dass du glücklich bist.«
    Mab runzelte die Stirn in dem Bemühen, ihm zu folgen.
    »Lebe den Augenblick, Baby«, fuhr Joe fort und lächelte sie mit großer Zuneigung an. »Lass dich auf andere ein. Das ist alles, was du hast.«
    »In meinem Augenblick gibt es Dämonen «, hielt Mab ihm entgegen. »Deswegen würde ich ehrlich gesagt lieber einen Schritt vorwärts tun, meiner Zukunft entgegen.«
    »Gute Idee.« Joe legte beide Arme um sie. »Spiele deine Karten richtig aus, dann wirst du wieder besessen. Von mir.« Er küsste sie auf den Hals. »Na komm schon, lächle wieder.«
    »Ich muss jemanden anrufen. Delpha. Ich muss ihr sagen, dass hier ein Dämon herumgeistert.« Mab schob seine Arme beiseite, erhob sich und ging hinter die Theke zum Telefon. Sie wählte Delphas Nummer, die auf einer Liste an der Wand stand. Während sie es klingeln ließ, wandte sie sich um, betrachtete Joe und dachte: Ich habe ihm vertraut, und er hat mich belogen . Aber hätte sie ihm wirklich geglaubt, wenn er ihr gesagt hätte:

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