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Wächter der Macht 01 - Intrigen

Wächter der Macht 01 - Intrigen

Titel: Wächter der Macht 01 - Intrigen Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Aaron Allston
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Galaktischen Allianz muss Vorrang haben.«
    Das war der Moment, in dem Hans Aufmerksamkeit abschweifte. Er nahm an, dass die beiden Diplomaten mit dieser - in politischen Kreisen vermutlich spektakulären -Geschwindigkeit die ganze Tagesordnung durchgehen würden; andernfalls wäre er der Diskussion nicht einmal bis zu diesem Punkt gefolgt. Allerdings hatte der Wortschwall nun ein bedenkliches Ausmaß erreicht, und er konnte sich nicht länger darauf konzentrieren.
    Er sah sich am Tisch um, sah in jedes Gesicht, in dem Bemühen, darin zu lesen wie ein guter Sabacc-Spieler.
    Saxan und Pellaeon waren die interessantesten Studienobjekte. Beide waren wachsam, energiegeladen, scheinbar unverrückbar auf ihre jeweilige Meinung festgelegt. Doch sie mussten hier zu irgendeiner Art Übereinkunft gelangen, oder beide Seiten würden verlieren - Krieg war ein inakzeptables Ergebnis. Unter der starren Oberfläche hatte also jeder einen gewissen Spielraum. Die Frage war, wann sie davon Gebrauch machen würden und im Angesicht welcher Umstände.
    Leia verfolgte die Diskussion aufmerksam, auch wenn Han auffiel, dass sie jedes Mal, wenn eine provozierende Äußerung fiel, nicht Saxan oder Pellaeon ansah, sondern den
    Chefratgeber des Politikers, gegen den der jeweilige Kommentar gerichtet war.
    Luke war gelassen, fast, als befände er sich in einem Zustand der Meditation. Nein - Han korrigierte sich. Luke war ruhig, nicht gelassen. Nach wie vor barg sein Verhalten einen vagen Schatten von Besorgnis. Offenbar bereitete ihm diese ganze Sache mit dem »Mann, der nicht existiert« weiterhin Sorge.
    Auch Han war deswegen beunruhigt. Luke konnte Dinge wahrnehmen, die ihm verborgen blieben. Dinge, die Luke nicht wahrnahm, konnte wahrscheinlich kein Lebewesen in der Galaxis wahrnehmen.
    Abgesehen von. Hans Aufmerksamkeit fiel auf seinen Sohn. Genau wie Leia, verfolgte auch Jacen die Diskussion mit dem gebotenen Ernst. Allerdings wandte er sich gelegentlich von dem aktuellen Gespräch ab. um in eine Richtung zu starren, die stets wie zufällig wirkte. Han vermutete, dass Jacen mit seiner Ausbildung in den verschiedenen und ungewöhnlichen Aspekten der Macht in Richtungen schaute, in die niemand sonst zu sehen in der Lage war.
    Vielleicht konnte er Dinge sehen, die selbst Luke verborgen blieben.
    Han beschloss, später mit seinem Sohn zu reden.
    Dieses erste Treffen zwischen Pellaeon und Saxan dauerte vier Stunden. Schließlich einigten sich die beiden Diplomaten darauf, sich für den Abend zurückzuziehen und ihre Gespräche am Morgen wieder aufzunehmen, Stationszeit.
    Die Delegierten und ihre Berater stellten fest, dass sie alle in einem einzigen Korridor des Narsacc-Habitats einquartiert waren, wo die Zimmer den besten Ausblick auf die Sterne und den Mond Ronay boten. Der Korridor wurde Kallebarthweg genannt. An jedem Ende des 275 Meter langen Gangs sowie an jeder Stelle, wo ein Querkorridor darauf stieß, war eine Sicherheitsstation eingerichtet worden.
    Der Delegation der Galaktischen Allianz wurde das vordere Ende des Korridors zugewiesen; dieses Recht auf die etwas luxuriöseren Quartiere hatten sie sich schlichtweg dadurch erworben, dass sie für diese Konferenz bezahlt hatten. Die corellianische Delegation war am hinteren Ende untergebracht. Die Unterkünfte der Jedi befanden sich in der Mitte. In den Bereichen zwischen den Quartieren der Delegationen lagen etliche leere Suiten. Die Korridore unmittelbar über und unter dem Kallebarthweg waren abgeriegelt, sämtliche Zimmer waren verriegelt, in dem Bemühen, Saboteure daran zu hindern, die Abordnungen aus irgendeiner Richtung anzugreifen.
    Ein paar Stunden nach dem Abbruch des ersten Treffens saß Han, noch immer wach, auf einem Sofa gegenüber des größten Sichtfensters in der Suite der Solos, eine gewaltige Fläche aus strahlungsabweisendem Transparistahl. fünfzehn Meter lang und fünf hoch. Im Augenblick schaute man dadurch ins All hinaus, doch das Sternenfeld wurde von der Gegenwart der GA-Fregatte Feuerdorn verschandelt, die für ihre Sicherheit verantwortlich war. bloß einen Kilometer weiter draußen. Die Fregatte blieb nicht an derselben Stelle: vielmehr patrouillierte sie entlang der bewohnten Ränder des Narsacc-Habitats und veränderte so - zumindest aus Hans Perspektive - draußen vor dem Fenster nie ihre Position.
    »Ich glaube, wir haben die Suite genau in der Mitte«, äußerte Han. »Zufall oder Absicht?«
    »Absicht«, sagte Leia. Sie saß in einem Stuhl, der dem

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