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Wächter der Macht 01 - Intrigen

Wächter der Macht 01 - Intrigen

Titel: Wächter der Macht 01 - Intrigen Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Aaron Allston
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Plastahlstreben von vier Metern Höhe umschlossen.
    Am Tor des Zauns war ein bedrucktes Schild angebracht, auf dem zu lesen stand: 

    WEGEN PLANETAREM NOTFALL GESCHLOSSEN. IN DRINGENDEN FÄLLEN BITTE
    CORELLIANISCHEN SICHERHEITSDIENST VERSTÄNDIGEN. 

    Darunter befand sich eine Kontaktanschrift. Anderswo auf dem Schild standen handschriftliche Phrasen wie 

    STIRB, JEDI!, JEDIS GEHT NACH HAUSE! 

    und 

    WER PHILOSOPHIE ÜBER EINEN PLANETEN STELLT, HAT BEIDE VERRATEN! 

    Luke erkannte das letzte Zitat: es stammte aus einer kürzlichen Rede von Staatschef Sal-Solo.
    Auf dem grünen Rasen lag Abfall, und an den Wänden und Fenstern des Gebäudes, die zur Straße hinausgingen, erkannte man Blasterbrandstellen. Da waren Vandalen am Werk gewesen. Eine uniformierte CorSic-Offizierin ging den Weg vor dem Zaun entlang, um die Fußgänger und den Speeder-Verkehr zu überwachen.
    Luke ging an der CorSic-Offizierin vorbei, ohne einen Blick mit ihr zu wechseln. Eine unmerkliche Handbewegung und ein Aussenden der Macht hinderte die Offizierin daran, irgendwelchen Argwohn wegen des Passanten in der Robe zu empfinden. Sobald Luke ein gutes Stück an ihr vorbei war, beinahe an der Ecke, wo der Zaun von Plastahl zu glattem Stein wechselte und so den Beginn des Geländes einer Stadtbibliothek markierte, warf er einen Blick zurück.
    Die CorSic-Frau sah nicht in seine Richtung. Noch ein paar Schritte mehr, und sie würde sich umdrehen und zurück in Lukes Richtung marschieren. Er sah sich rasch um und konzentrierte sich auf die Gefühle ringsum. Als er feststellte, dass ihm niemand Beachtung schenkte, sprang er mit einem Satz über den Zaun.
    Er landete, rollte sich beinahe lautlos ab, um wieder auf die Füße zu gelangen, und hastete auf die kleine Jedi-Enklave zu.
    Die Transparistahlfenster auf dieser Seite der Enklave sahen aus, als wären sie dauerhaft in die Wände eingelassen und könnten nicht geöffnet werden, doch Luke blieb beim dritten Fenster stehen, schaute sich erneut um und holte sein Kommlink hervor. Er wechselte auf die Frequenz, die routinemäßig von Jedis im Feldeinsatz verwendet wurde, dann pfiff er drei Noten in das Gerät.
    Das Fenster zischte, als es entriegelt wurde. Kühlere Luft aus dem Innern strömte heraus. Luke schob das Fenster von unten hoch - an der Oberseite blieb es im Scharnier fixiert - und rollte sich hindurch, um in einen Raum zu gelangen, der wie ein kleines Schulzimmer aussah. Das Fenster fiel hinter ihm wieder ins Schloss.
    Der Raum war dunkel, aber nicht zu dunkel. Keine Glühstäbe sorgten für Licht: die einzige Helligkeit stammte von dem Sonnenlicht, das durch das Fenster hereinfiel, grün getönt durch die Färbung des Transparistahls. Das Dämmerlicht enthüllte Stühle und Tische, zu klein für Erwachsene, und Bilder überall an den Wänden: Diagramme, die die korrekten Angriffs- und Verteidigungswinkel von
    Lichtschwertkampftechniken zeigten: der längst verblichene Meister Yoda. das Gesicht vor Konzentration gefurcht, der mittels Telekinese ein Kampfschilf der Alten Republik über seinen Kopf hielt, das viele Tonnen wog: eine Jedi-Meisterin -edel und vermutlich reiner Phantasie entsprungen, keine Person, die Luke jemals leibhaftig oder in Aufzeichnungen gesehen hatte - saß im Schneidersitz da und meditierte, die Augen geschlossen.
    Im Raum stand ein abgeschalteter silberner Protokolldroide. einen Arm erhoben, wie um ein Argument zu unterstreichen.
    Das einzige Geräusch, das man hören konnte, war das Summen der Klimaanlage der Enklave. Luke schüttelte bedauernd den Kopf. In einer Lehreinrichtung der Jedi sollte es niemals so still sein, so leer. Doch nach dem Angriff auf Tralus und der Außergefechtsetzung der Centerpoint-Station hatten die Corellianer die Jedi zu Staatsfeinden erklärt und einige Anstrengungen unternommen, sämtliche Jedi-Einrichtungen im Planetensystem zu. schließen und alle Jedi zusammenzutreiben, derer sie habhaft werden konnten.
    Diesem fetzten Unterfangen war nicht allzu viel Erfolg beschieden gewesen. Damit die Lehren des Ordens nicht noch einmal so dicht vor dem endgültigen Untergang stehen würden, wie es zu Zeiten von Imperator Palpatine der Fall gewesen war. hatte Luke seinen Schülern beigebracht, wie man als Verfolgter Verfolger abschüttelte. Er wusste eine Menge darüber.
    Er ging zur Tür. Sie öffnete sich nicht, als er sich ihr näherte. Er packte die Kante und verpasste der Tür einen Stoß, und sie glitt auf gut geschmierten Schienen

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