Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Weg des Unheils, Band 1-4 (Western-Sammelband) (German Edition)

Weg des Unheils, Band 1-4 (Western-Sammelband) (German Edition)

Titel: Weg des Unheils, Band 1-4 (Western-Sammelband) (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Pete Hackett
Vom Netzwerk:
dann knurrte er: „Die Unterschriften sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Du hast recht, Warren. Es ist wohl so, dass der Namenszug auf der Schuldverschreibung gefälscht ist.“
    „Leg die Sache dem Gericht vor“, grollte Warren Elliott. „Solange der Vertrag nicht durch ein richterliches Urteil für nichtig erklärt ist, wird Rich Butler auf Rückzahlung der dreitausend Dollar drängen.“

    *

    Am folgenden Morgen kam Dale Roberts in den Laden Warren Elliotts. Die Türglocke bimmelte, im nächsten Moment trat der Gunsmith durch die Tür, die vom Laden in die kleine Werkstatt führte. Der Deputy grüßte, und nachdem Warren Elliott seinen Gruß erwidert hatte, sagte er: „Vorhin kam ein Siedler mit seinem Fuhrwerk in die Stadt, um Vorräte zu holen. Er hat einige Meilen südlich der Stadt dunklen Rauch zum Himmel steigen sehen. Er meint, dass der Rauch von der Ranch deines Bruders aufstieg. – Es ist wohl so, dass Rich Butler keine Zeit vergeudete und Langdon davon in Kenntnis setzte, dass ihr Betrug durchschaut worden ist.“
    „Und jetzt versucht es Langdon mit Terror“, stieß Warren Elliott hervor. „Er will mich mürbe machen. Er will, dass ich entnervt aufgebe. – Na schön. Ich sehe nach. Und wenn es tatsächlich die Ranch ist, von der der Siedler den Qualm aufsteigen sah, dann reite ich zu Irving Langdon und stelle ihm einige ziemlich unbequeme Fragen.“
    „Wenn die Ranch in Flammen aufgegangen ist, dann möchte ich, dass du Anzeige bei mir erstattest, Warren. Gegen Langdon kannst du nur den Kürzeren ziehen. Meinen Stern aber respektiert er.“
    „Mal sehen“, knurrte Warren Elliott.
    Zehn Minuten später war er auf dem Weg nach Süden. Er ließ den Rotfuchs laufen. Dem Fegefeuer seiner rotierenden Gedanken ausgesetzt war er zwischen jüngster Vergangenheit und Gegenwart hin und her gerissen. Er hatte vor den Überresten der Warner-Farm gestanden. Wiederholten sich hier die Ereignisse? War er erneut gezwungen, mit der Waffe in der Hand seine Interessen zu verteidigen?
    Gedanken kamen und gingen – aber am Ende eines jeden Gedankens stand etwas Dunkles, etwas Unheilvolles. Die Gedanken an die Zukunft waren alles andere als rosig.
    Schon weitem sah er die Brandschutthaufen. Rauchfahnen stiegen daraus empor. Die Balken glommen noch. Asche wirbelte, Funken sprühten. Der gemauerte Kamin des Farmhauses ragte empor wie ein Mahnmal an die Vergänglichkeit. Mit einer fast schmerzhaften Schärfe sprang das Bild der Zerstörung dem Mann in die Augen.
    Alles war ein Raub der Flammen geworden.
    Die Corrals waren niedergetrampelt und leer. Das Feuer hatte die Pferde in Panik versetzt.
    Warren Elliott hatte die Empfindung, von eisiger Grabesluft angeweht zu werden. Alles was sein Bruder mit seiner Hände Arbeit aufgebaut hatte, war mit einem Schlag vernichtet worden. Scharfer Brandgeruch wurde ihm entgegen getragen. Seine Mundhöhle und seine Kehle waren plötzlich wie ausgedörrt. Der Gedanke, dass die Brandstifter auch die Mörder seines Bruders und Joans und die Entführer des kleinen Barry waren, schoss ihm wie ein Blitz durch den Kopf.
    Die Bilder waren deprimierend.
    Warren Elliott spürte Erschütterung. Sein Herz schlug schneller, sein Hals war wie zugeschnürt. Ohne von einem bewussten Gedanken geleitet zu werden zog er mit einem Ruck die Winchester aus dem Scabbard.
    Nachdem er alle Eindrücke in sich aufgenommen hatte, stieg er vom Pferd und begann, nach Spuren zu suchen. Hin und wieder ließ er seinen Blick in die Runde schweifen. Er wurde das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden und fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. Da war das seltsame Kribbeln zwischen seinen Schulterblättern, das Gefahr signalisierte.
    Auf einem der Hügel nahm er mattes Blinken wahr, wie wenn sich Sonnenlicht auf Metall bricht. Zwischen Begreifen und Reagieren lag bei Warren Elliott nicht einmal ein Herzschlag. Er warf sich zur Seite, schlug hart am Boden auf, rollte auf den Bauch und repetierte.
    Ein Schuss peitschte, und Warren Elliott spürte den Gluthauch der Kugel auf der Wange. Das Blei schlug hinter ihm in einen der Brandschutthaufen. Die Detonation prallte in die Senke und überlagerte alle anderen Geräusche.
    Mit dem trockenen Knall krachte ein zweiter Schuss. Warren Elliott warf sich herum. Dort, wo er eben noch gelegen hatte, pflügte das Geschoss in den Staub und ließ ihn spritzen.
    Die tödliche Gefahr riss Warren Elliott hoch. Die Kuppe des Hügels mit einer Serie von Schüssen eindeckend

Weitere Kostenlose Bücher