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Betrüg mich!

Betrüg mich!

Titel: Betrüg mich! Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Kayla Perrin
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loderte wieder auf. Ich fühlte mich wie in einer emotionalen Achterbahn und wollte den Ausgang finden. Wollte vor diesem Wahnsinn fliehen.
    “Das tue ich nicht. Nein, das behaupte ich nicht. Schau mal, ich bin nicht dumm. Ich weiß, es wird dir nicht leichtfallen, mir zu vergeben. Darum habe ich vorgeschlagen, dass du vielleicht … vielleicht auch eine Affäre haben solltest. Verstehst du?”
    Ich sagte nichts.
    “Vielleicht werden andere Männer sagen, ich bin verrückt, wenn ich dir das vorschlage, aber ich habe viel darüber nachgedacht. Und ich glaube wirklich, wir können nur dann weitermachen, wenn nicht einer von uns dem anderen etwas unter die Nase reiben kann. Ich will nicht behaupten, dass mir der Gedanke gefällt, wie du mit einem anderen Mann zusammen bist. Aber wenn es dessen bedarf, damit wir zusammen sein können, dann verdiene ich es geradezu. Einer meiner Kumpel hat mir erzählt, seine Frau hat es so gemacht, nachdem er sie betrog, und danach war es ihnen möglich, weiterzumachen.”
    “Das hat dir jemand erzählt?”
    “Ja.”
    “Wer?”, fragte ich skeptisch.
    “Seth.”
    “Seth”, wiederholte ich empört. War denn kein Mann heutzutage mehr vertrauenswürdig?
    “Er hat beteuert, dass seine Ehe so gerettet worden ist”, sagte Andrew leise.
    “Was wäre, wenn ich dir erzähle, dass ich schon jemanden kennengelernt habe?” Angriffslustig hob ich mein Kinn.
    Andrews Blick verfinsterte sich argwöhnisch. “Wann?”
    “Es ist doch egal, wann.”
    “Also gut.” Ich beobachtete, wie Andrews Adamsapfel auf und ab tanzte, als er schluckte. “Ich habe es so gemeint, wie ich’s gesagt habe. Tu, was du tun musst und dann … dann komm zu mir zurück.”
    So einfach war das. Alles was ich tun musste, war, irgendwen zu ficken. Das würde all unsere Probleme lösen.
    “Was ist, wenn ich dir erzähle, dass ich nicht nur jemanden kennengelernt habe”, fuhr ich langsam fort, “sondern dass ich bereits verrückt nach ihm bin?”
    Etwas in Andrews Augen flackerte – ein rasches Aufblitzen von Eifersucht. “Ist das wahr?”
    “Es ist nicht an dir, die Regeln aufzustellen, Andrew. Sei vorsichtig, was du dir wünschst – du könntest es unter Umständen bekommen.”
    Mit diesen Worten verließ ich die Behindertentoilette. Ich wusste, dass Andrew sich jetzt fragen musste, ob ich es ernst meinte oder ob ich ihn nur täuschen wollte. Ich schaute nicht zurück.
    Es war an der Zeit, dass der Mistkerl von seiner bitteren Medizin selbst kostete.

10. KAPITEL
    I ch war absolut startklar, um an diesem Abend zu Peter zu gehen, bereit, mir meine Revanche zu holen. Dennoch blieb ich zu Hause. Plötzlich hatte ich verstanden, was er an jenem Abend meinte. Wenn ich mit ihm ins Bett ging, wollte ich nicht, dass es um Andrew ging. Ja, Andrew wäre der Grund für meine Affäre, aber ich wollte Peter nicht allein aus purer Boshaftigkeit meinem Ehemann gegenüber vögeln. Wenn ich mich auf Peter einließ, würde ich es tun, weil ich mich entschlossen hatte, mit
ihm
zu schlafen.
    Vielleicht spielte ich einfach auf Zeit, aber mein innerer Kampf ergab für mich Sinn. Ich wollte ein oder zwei Nächte drüber schlafen und abwarten, ob ich immer noch mit dem Verlangen aufwachte, mit einem neuen Mann das Bett zu teilen.
    Ich erzählte Marnie nicht, was sich mit Andrew in der Hoteltoilette abgespielt hatte. Ich wusste, es würde mir nicht gelingen, mir die Affäre völlig aus dem Kopf zu schlagen, aber je mehr ich darüber redete, umso schlechter fühlte ich mich.
    Damit ich klar bei Verstand blieb, musste ich über etwas anderes nachdenken.
    Oder
jemanden
.
    Jemanden wie Peter, der mich mit nur einem Blick daran erinnert hatte, dass ich eine begehrenswerte Frau war.
    Am Samstagmorgen war ich noch immer wütend auf Andrew, traurig und durcheinander, aber ich hörte auch nicht auf, über die Stunden nachzudenken, die ich mit Peter verbracht hatte.
    Ich war mir jetzt sicher: Ich wollte ihn wiedersehen. Wollte mich für ihn ausziehen und das beenden, was wir zu einem früheren Zeitpunkt in dieser Woche begonnen hatten.
    Heute Nacht würde ich bekommen, was ich wollte.
    Ich dachte nicht darüber nach, ob Peter zu Hause sein würde, als ich dorthin fuhr. Ebenso wenig berücksichtigte ich, dass er unter Umständen mit einer anderen Frau im Bett war. Ich fuhr trotz alledem durch die Stadt zu seinem Apartmentkomplex und hoffte das Beste.
    Ich wollte unwiderstehlich aussehen und hatte ein eng anliegendes weißes Top mit tiefem

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