Schmetterlingsgeschichten - Chronik V - (R)Evolution (German Edition)
wenig schwindelig. Denn eines wussten sie genau, die Emanzipation mit Revolutionscharakter würde in vier…drei…zwei…eins Sekunden… und flutsch, war Sonja verschwunden – beginnen. Eine nicht berechenbare Zukunft flog gerade von dannen, um es allen, aber auch wirklich allen Schmetterlingen auf der Erde zu erzählen: Die Schmetterlinge dieses Planeten hingen dem Rest des Universums hinterher!!!
Beinahe verstört wendeten sie sich wieder an Darfo. Er war ja schließlich nun hier. »Dann…dann zeigen wir dir mal dein hergerichtetes Quartier – und danach kommen die Treffen mit den…den…anderen«, sagte Sarah nun, die einfach keine anderen Worte fand. Denn unzählige Politiker, unzählige Generäle und Soldaten wollten Chester und Cassandra sehen. Sie hatten sogar ein paar Treffen mit interessierten Menschen aus der normalen Bevölkerung organisiert. Das würde jetzt…Darfo übernehmen.
Ursula Nadel hingegen war anscheinend der einzige Mensch auf diesem Planeten, die die Situation aus vollstem Herzen genoss. Ihr Gesicht war ein strahlender Sonnenschein, wie es ihn bis dato noch nicht auf diesem Planeten gegeben hatte. Sarah und Jack gingen vor, Ursula wanderte wundervoll glücklich ihrer Wege. Niemand bekam in seiner Gedankenwelt gefangen mit, wie nur der Super-Superheld-Schmetterling von einem anderen Planeten und das schönste und bestduftendste Schmetterlingsmädchen zurückblieben und sich wie von Sternenmagie geleitet anstarrten. Sie waren alleine.
»Ich bin Darfo!«, sagte er schüchtern.
»Und ich bin Martha!!«
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16.
» V erflucht«, fauchte der San-Tech wieder, als sie sich ihre Schutzanzüge vom Körper streiften.
Der gerettete Laborant stand einfach teilnahmslos da und beobachtete durch sein immer noch beschlagenes Visier die Männer der Rettungseinheit. Sie hatten ihn hier in den medizinischen Sektor gebracht und waren damit außerhalb des Quarantänebereichs.
»Du behältst deinen aber erst noch an«, zeigte der Chef dieser Truppe bestimmend auf das Opfer des Unfalls. Schnell hatte es sich hier unten herumgesprochen, dass wieder ein Exemplar der Forschungsreihe »verstorben« war. Alle hier unten, vom einfachen Laboranten über das Sicherheitspersonal bis hin zur Reinigungskraft, wussten, dass das alles andere als gut für sie war. Jeder hier unten stammte aus den Reihen der Nilas, jeder hier unten erhoffte sich, auch wenn sie es nicht laut aussprachen, dass, wenn im Falle eines phänomenalen Erfolges, sie alle nur so mit Geld überschüttet würden. Sie bildeten sich ein, Claudius Brutus Drachus mindestens so weit zu kennen, dass er sich mit beinahe unvorstellbarer Dankbarkeit revanchieren würde, wenn man der Union, und damit ihm, einen solchen Erfolg schenkte. Jeder hier unten hoffte, dass es eine Belohnung von ungeahnter Höhe geben würde. Denn das war das Mindeste, was man erwarten konnte. Sie alle wussten, wie geheim ihre Arbeit war. Sie alle wussten, dass ihre neuen Waffen bereits im Einsatz waren. Offiziell gab es sie ja nicht. Und wenn es dem Tratsch und Klatsch zufolge stimmte, dann waren ihre Waffen auch erfolgreich. Diese Informationen hatten sie nicht von außerhalb. Sie lasen es einfach an der Arroganz des hauptverantwortlichen Wissenschaftlers, Dr. Sandokan Elbono, und dem einzigen Kontakt zur Außenwelt, dem heimlichen Berater von Claudius Brutus, Herschel Sibutka, ab. Mit jedem Tag schien deren Hochmut größer zu werden. Daher machte es ihnen auch nichts aus, dass sie sie mit jedem Tag anscheinend auch immer mehr wie Dreck behandelten. Waren die beiden die Könige, waren sie die Fürsten. Aber je mehr die beiden Verantwortlichen ihnen dieses Gefühl gaben, desto mehr schürten sie auch die Hoffnungen der Männer, dass sie selber in den Genuss von Belohnungen kamen. Denn für sie stand zweifelsfrei fest, dass die beiden Leiter dieses unterirdischen Komplexes bereits erste anspornende Geschenke vom ersten Vorsitzenden der Union erhalten hatten. Und je arroganter und eingebildeter, je mehr sie sich wie Götter in Weiß benahmen, desto klarer wurde ihnen, dass die bereits im Feld eingesetzten Exemplare gute Arbeit verrichteten. Und das schweißte alle von niederem Rang hier unten zusammen. Isoliert waren sie sowieso. Sie verbrachten hier unten ein halbes Jahr zusammen. Es stand noch eine andere Gruppe von Nilas bereit, die die andere Hälfte des Jahres hier unten arbeitete – Schichtdienst. Sie wechselten sich immer ab. Sogar das war
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