BACCARA EXKLUSIV Band 52
kümmerte sich nicht weiter um sie, denn sie nahm ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen sehr ernst.
„Willst du das Konzert wirklich nicht hören?“, fragte Tyler. „Es müsste jeden Moment anfangen.“
„Ich glaube, mir ist nicht danach zumute.“
„Wenn das Telefongespräch nicht so angenehm war, dann solltest du vielleicht gerade mitkommen, um dich abzulenken.“
Sie sah ihn an, war aber mit den Gedanken ganz woanders. Wie kam ihr Vater nur auf die Idee, sie würde wieder nach Hause kommen, wenn Dan Jacobs immer noch hinter ihr her war? Wenn Dan sie so dringend ausfindig machen wollte, dass er sogar ihrem Vater nach Italien gefolgt war. Was wollte er bloß von ihr? Er hatte ihr doch bereits alles genommen, was ihr wichtig war. Nein, sie konnte nicht zurückgehen, selbst wenn nicht mehr geklatscht wurde.
Lane hatte kaum gemerkt, dass Tyler sie währenddessen ins Treppenhaus geführt hatte. Er gab ihr die Schlüssel. „Im Laden habe ich das Licht ausgemacht und alles abgeschlossen“, sagte er leise.
„Ich darf dich wohl gar nicht aus den Augen lassen.“
„Ich hätte nichts dagegen.“ Er öffnete die Tür zu dem kleinen Vorflur und führte sie zu der hübschen geschwungenen Holztreppe. „Es macht sicher keinen Sinn, wenn du zum Konzert gehst. Du schläfst ja schon im Stehen ein.“
„Danke für alles, Tyler. Den Rest schaffe ich schon.“
„Ich weiß, aber ich bringe dich trotzdem zu deiner Wohnungstür.“
Lane schüttelte lächelnd den Kopf und stieg die Stufen hinauf. Tyler folgte ihr und sah sich auf dem obersten Treppenabsatz um. Die Treppe führte in einen offenen, fast quadratischen großen Raum. Ursprünglich waren hier oben vier Zimmer gewesen. Zwischen zweien hatte sie die Wand entfernen lassen und daraus ein gemütliches Wohn- und Esszimmer mit kleiner Küche gemacht. Alles war exquisit ausgestattet mit bequemen Sesseln, schweren Vorhängen und glänzend polierten Holztischen.
„Das gefällt mir sehr gut“, sagte er. „Hast du nicht Lust, mein Haus einzurichten?“
Lane lächelte und lehnte sich gegen die Wand. „Nein. Und jetzt musst du gehen, Tyler.“
„Willst du mir die Wohnung nicht zeigen?“
„Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Schlafzimmer, Gästezimmer“, sagte sie und wies mit müden Gesten in die verschiedenen Richtungen.
Er trat näher an sie heran. „Bist du froh, dass morgen Sonntag ist?“
„Und wie. Das kannst du dir gar nicht vorstellen.“
„Wirst du dir morgen die Regatta ansehen?“
„Das hatte ich nicht vor.“
„Aber Kyle und ich segeln mit.“
„Das habe ich mir beinahe gedacht.“
„Das ist Tradition. Die McKays waren von Anfang an dabei. Wir haben zwar nie gewonnen, aber wir haben immer mitgemacht.“
Er stand unmittelbar vor ihr, und trotz ihrer Müdigkeit wollte sie ihn nicht gehen lassen. „Soll ich kommen und zusehen? Aber ich verstehe nichts vom Segeln.“
„Das macht nichts.“ Tyler strich ihr sanft über die Wange. Ihr Haar hatte sich gelöst und fiel ihr auf die Schultern.
„Du hast doch schon genug Groupies.“
„Stimmt nicht.“
„Noch nicht genug Groupies oder überhaupt keine?“, witzelte sie.
„Das ist egal. Du bist die Einzige, auf die es mir ankommt.“
„In dieser Woche.“ Er trat einen Schritt zurück und sah sie nachdenklich an.
„Wenn du eine solche Meinung von mir hast, wird es Zeit, dass wir uns besser kennenlernen.“ Er wirkte beinahe betroffen. „Glaubst du das wirklich?“
„Ich versuche es mir einzureden. Aber man kann dir nicht leicht widerstehen, McKay.“
„Dann versuche es doch gar nicht erst.“ Er kam wieder näher und drückte sie sanft gegen die Wand. Und bevor Lane etwas sagen konnte, küsste er sie tief und voll Verlangen. Sofort vergaß sie ihre Müdigkeit und erwiderte den Kuss leidenschaftlich. Sie legte ihm die Arme um die Hüften und zog ihn an sich. Er stöhnte auf, und plötzlich waren seine Lippen überall – auf ihrem Mund, den Wangen, auf dem Hals und dem Ansatz ihrer Brüste. Lane hatte kaum bemerkt, dass er ihre Jacke aufgeknöpft hatte. Am liebsten hätte sie die Bluse und den BH abgestreift, um endlich seine Lippen auf ihrer nackten Haut fühlen zu können.
„Ich bin verrückt nach dir“, stöhnte er leise. „Ich will dich.“
„Tyler …“
Er hob den Kopf, sah sie an und strich ihr das Haar aus der Stirn. „Ich weiß, du bist noch nicht bereit dazu. Aber ich muss dich unbedingt berühren.“ Wieder küsste er sie, diesmal unbeherrscht und fast brutal,
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