BACCARA EXKLUSIV Band 52
unten an.
„Nun tu doch nicht so, Mom!“
„Warum bist du denn so gereizt?“, fragte Kyle.
„Das ist doch kein Wunder. Meine halbe Familie ist hier, um die Frau unter die Lupe zu nehmen, mit der ich ein paar Mal ausgegangen bin.“
„Wieso? Wir wollen uns nur etwas kaufen.“ Mrs. McKay lächelte unschuldig, aber Tyler wusste, dass sie log.
Als ihn jetzt jemand nach einem bestimmten Buch fragte, sah Tyler sich nach Lane um. Sie wirkte immer noch sehr nervös, und so wandte er sich wieder an die Kundin. „Moment mal, ich kümmere mich gleich darum.“ Er hielt seine Mutter am Arm fest. „Lane muss sich hier allein um alles kümmern“, zischte er ihr zu. „Wenn du Näheres über sie herausfinden willst, solltest du ihr lieber helfen.“ Dann folgte er der Kundin.
Als Lane das nächste Mal den Kopf hob und den Blick über die Menge schweifen ließ, sah sie Tylers Mutter, die mit einem Tablett herumging und Wein und Häppchen anbot. Ihr stockte fast der Atem, und sie stürzte auf sie zu. „Mrs. McKay, das kann ich doch machen.“
„Unsinn.“ Mrs. McKay hob das Tablett hoch, sodass Lane es ihr nicht aus der Hand nehmen konnte. „Sie sollen doch Laura zu mir sagen. Außerdem macht mir das einen Riesenspaß. Ich komme nicht oft dazu, Kellnerin zu spielen.“
„Aber mir ist das alles wahnsinnig peinlich.“
Laura schüttelte nur den Kopf. „Aber, Kind, Sie brauchen Hilfe. Dann lassen Sie sich doch einfach mal helfen.“
Lane kamen fast die Tränen vor Dankbarkeit. „Wenn Sie meinen …“
„Allerdings. Und nun kümmern Sie sich um die Dinge, die Ihnen keiner abnehmen kann.“ Laura wies mit dem Kopf auf die Kasse.
Drei Stunden später waren sämtliche Exemplare des neuen Romans verkauft. Laura McKay hatte Lane zum Barbecue nach dem Footballspiel eingeladen, bei dem Tyler mitmachen würde, und Kates Mann war mit den beiden schlafenden Kindern im Arm aufgetaucht, das Haar verklebt mit Zuckerwatte.
Lane ließ sich in einen bequemen Sessel sinken und streifte ihre Schuhe ab.
„Bravo“, sagte Tyler und setzte sich ihr gegenüber.
„Ich bin fix und fertig.“
„Ein toller Abend, nicht?“
„Oh ja, ich bin immer noch vollkommen fassungslos.“ Sie würde sich etwas Hübsches für Laura und Kate überlegen, die ihr eine so große Hilfe gewesen waren. Laura war gegangen, nachdem auch die Autorin den Laden verlassen hatte, aber Kate war noch etwas länger geblieben. Tylers Schwester war eine intelligente und witzige Person, und Lane hatte sie gleich ins Herz geschlossen. Offenbar musste man die McKays einfach gern haben.
Tyler setzte sich auf die Stuhlkante, umfasste Lanes Fuß beim Knöchel und hob ihn auf seinen Schoß.
„Tyler …“
„Sei ruhig, und entspann dich“, befahl er und fing an, den Fuß zu massieren. Lane stöhnte wohlig auf und schloss die Augen. Tyler hob auch den anderen Fuß hoch und massierte beide Füße abwechselnd. Seine Hände waren kräftig und zart zugleich, und Lane überlief es heiß. Sie kuschelte sich tiefer in den Sessel.
„Aber ich muss dringend aufräumen.“ Auch ohne die Augen zu öffnen, wusste sie, dass der Laden schrecklich aussah. Sie versuchte, Tyler ihre Füße zu entziehen, aber er hielt sie fest. „Morgen ist auch noch ein Tag. Der Abend ist noch nicht vorbei.“
„Für mich schon.“
„Es gibt doch noch das Konzert im Park.“
„Das kann ja sein, aber ich kann nicht mehr.“
„Aber ich habe uns schon einen wunderbaren Platz ausgesucht und eine Decke ausgebreitet.“
Sie öffnete langsam die Augen, und er sah sie wieder mit diesem unwiderstehlichen Lächeln an. Gleichzeitig strich er ihr über die Waden, dann höher bis zum Rocksaum. Sie atmete schneller und glühte innerlich.
„Tyler, willst du mich testen?“
„Ich brauche dich nicht zu testen, ich weiß, dass du tolle Beine hast.“ Er beugte sich vor, stellte ihre Füße wieder auf den Boden und fuhr ihr mit den Händen unter den Rock.
Lane protestierte nicht, und sie stieß ihn auch nicht zurück. Sie sehnte sich nach ihm und wollte, dass er sie überall berührte.
„Komm her“, sagte er.
Sie setzte sich auf und beugte sich vor.
Was diese Geste für sie bedeutete, war ihm vollkommen klar. Sie gab nur widerwillig ihre Zurückhaltung auf, und er wünschte, er hätte eine Vorstellung davon, was wirklich in ihr vorging. Sicher war sie eine sehr leidenschaftliche Frau. Wie um das zu prüfen, strich er ihr mit den Lippen sanft über den Mund.
Sie stöhnte leise und legte ihm
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