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BACCARA EXKLUSIV Band 52

BACCARA EXKLUSIV Band 52

Titel: BACCARA EXKLUSIV Band 52 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: LEANNE BANKS AMY J. FETZER LORI FOSTER
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einem dumpfen Aufprall auf dem Sand!
    „Au!“, rief sie. „Das wird morgen böse wehtun!“
    „Kann schon sein!“, sagte Laura, die neben ihr saß und fröhlich lachte.
    Tylers Familie war irgendwie ganz anders als ihre. Sicher, ihre Familie war groß und laut und alle gingen meist liebevoll miteinander um, aber bei den McKays war der Ton sehr viel freundschaftlicher. Lanes eigene Brüder würden sich bei einem Spiel wie diesem als harte Konkurrenz empfinden. Sie würden sich nicht als Team verstehen, sondern versuchen, sich gegenseitig die Schau zu stehlen. Warum das so war, konnte sie eigentlich nicht sagen. Vielleicht hatten sie das Gefühl, dass es nicht genügte, ein Giovanni zu sein, sondern dass sie aus eigener Kraft etwas darstellen mussten. Deshalb hatte der Weinanbau für sie auch nicht die erste Priorität, sehr zur Enttäuschung von Lanes Vater.
    Die McKays dagegen schienen mit der Tradition keinerlei Probleme zu haben, sie waren stolz, das fortzuführen, was Generationen vor ihnen aufgebaut hatten.
    Wenige Minuten später wurde Tyler wieder so hart getroffen, dass er zu Boden ging und diesmal nicht sofort wieder aufstand. Lane sprang hoch und starrte entsetzt zu ihm hinüber, aber nach ein paar Sekunden erhob er sich dann doch langsam, hinkte vom Platz und setzte sich auf die Bank. Zehn Minuten später war das Spiel vorbei – die Ehemaligen waren vom Highschool-Team vernichtend geschlagen worden.
    Tyler kam langsam zur Tribüne und winkte Lane zu sich herunter. Sie lief schnell zu ihm hin. Irgendwie fühlte sie sich jung und ein bisschen aufgedreht wie schon lange nicht mehr. Das war natürlich albern, denn sie war immerhin schon dreißig. Dennoch, sie erinnerte sich sofort an die Situation früher auf der Highschool, wenn sie als Cheerleader dem Kapitän des Footballteams gratulierte, der verschwitzt und dreckig den Helm vom Kopf nahm und sie vor allen Zuschauern umarmte.
    „Ich kann mich höchstens noch fünf Sekunden aufrecht halten, dann gehe ich zu Boden, was mir höchst peinlich wäre“, flüsterte Tyler Lane zu.
    „Das merkt man dir aber nicht an.“
    „Umso besser. Ich lege dir jetzt den Arm um die Schultern, werde aber so tun, als hätte ich dich als Stütze nicht nötig.“
    „Gut, einverstanden.“
    Sie ging mit ihm zu seiner Familie. Nachdem er sich von seinen Leuten verabschiedet hatte, gingen Lane und er zum Parkplatz, wo sein Wagen stand. Sie selbst war zu Fuß gekommen, obwohl ihr Auto bereits repariert war. Aber der Tag war so schön, dass sie es lieber in der Garage gelassen hatte.
    Als Tyler neben einem großen Geländewagen stehen blieb und den Schlüssel aus der Tasche holte, sah Lane ihn überrascht an. „Was ist denn mit deinem Sportwagen passiert?“
    „Den habe ich in Zahlung gegeben.“
    „Warum das denn? Ich dachte, du hängst an dem kleinen silbernen Flitzer?“
    Tyler zuckte mit den Schultern. „Wahrscheinlich muss ich solche Wagen nicht mehr haben.“ Er wusste genau, was mit ihm los war. Seit er Lane kannte, beschäftigte er sich mehr als früher mit der Zukunft. So ein kleiner Zweisitzer war einfach unpraktisch. Zum ersten Mal seit dem Desaster mit Clarice hatte er sich mit dem Gedanken an Ehe und Familie beschäftigt. Denn er war sicher, die passende Frau gefunden zu haben.
    Er biss die Zähne zusammen, als er das Footballtrikot auszog und den Schulterschutz abnahm. Auf dem Rücksitz lag ein altes Sweatshirt aus seiner Collegezeit, das zog er schnell über. Als er in der Werkstatt war, um sein repariertes Auto wieder abzuholen, war ihm plötzlich der Gedanke gekommen, dass er etwas Größeres brauchte. Am besten ein Familienauto. Er wurde allmählich zu alt, um den Playboy zu spielen, und seit er Lane kannte, hatte er auch keine Lust mehr dazu. Er sah sie an. Seltsam, bei ihr hatte er das sichere Gefühl, nie enttäuscht zu werden.
    „Himmel, Tyler, was ist denn mit deiner Hand los? Sie sieht gebrochen aus.“ Vorsichtig untersuchte sie seine Hand. Sie blutete, einige Finger waren geschwollen. „Auf alle Fälle müssen wir Eis drauftun. Komm mit zu mir.“
    „Mein Haus ist näher. Außerdem muss ich duschen und mir etwas anderes anziehen. Steig ein.“ Als sie zögerte, grinste er. „Oder hast du Angst, mit mir allein zu sein?“
    „Natürlich nicht. Aber ich fahre. Mit der verletzten Hand kannst du das Steuer nicht halten.“
    „Wie du willst.“ Er gab ihr den Schlüssel und stieg auf der Beifahrerseite ein. Mit seiner Hilfe schaffte sie es, aus dem

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