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Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Titel: Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alan Dean Foster
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Menschen und Thranx über den üblichen diplomatischen Standard hinaus voranzutreiben, Geld- und Zeitverschwendung ist. Und ich bin überzeugt davon, dass die Vernachlässigung der Beziehungen zwischen Ihrem und meinem Volk eine Schande ist. Die Thranx denken selbstverständlich anders darüber.«
    »Dasss issstja auch durchauss verständlich.« Preed wollte eine entsprechende Geste machen, besann sich aber und nickte nur, wie es bei den Menschen üblich war. »Wie Ssie wisssen werden, waren die Beziehungen zwischen meinen Leuten und den Thranx vom Augenblick dess erssten Kontaktss an … schwierig. Keine der Anstrengungen, ssie vom Gegenteil zu überzeugen, und keine inständigen Bitten sseitenss meiner Regierung hatten Erfolg dabei, die einmal gefassste Meinung der Thranx zu ändern.« Er rekelte sich genüsslich in der trockenen Hitze, die die Kammer durchdrang, und beugte sich vor. Nicht zu weit allerdings, da er wusste, dass die plötzliche Nähe der scharfen gebogenen Zähne eines AAnn einen Menschen erschrecken konnten.
    »Diess jedoch ssollte die Entwicklung der Beziehungen zwischen unsseren jeweiligen Speziesss nicht beeinflusssen. Esss issst gut, diesse lange Reissse hierher gemacht zu haben und jetzt zu wisssen, dasss wir zumindesst einen Freund und Ssympathissanten unter Ihrer Speziesss haben, der befugt issst, Entscheidungen hinssichtlich diesser Beziehungen zu treffen.«
    Sertoa lehnte sich gegen die Wand, die Augen wegen der Bräunungslichter an der Decke über ihm halb geschlossen, und antwortete leise: »Es gibt noch andere. Manche sind in der Sache sogar engagierter als ich.«
    Preed überlegte. Es war für mehrere Augenblicke still in der Kammer, ehe er sich entschloss einen Schritt zu wagen, den er vor kurzem, gestern noch sogar, nicht für möglich gehalten hatte. »Wie engagiert, mein Freund?«
    Der Mensch wandte sich ihm zu. »Engagierter, als ich zu sagen wage.«
    »Dasss issst eine ssehr ermutigende Neuigkeit! Ehrlich! Möglicherweissse könnte ich, bevor ich abreissse, einige diesser Gleichgessinnten treffen?«
    »Möglicherweise«, antwortete Sertoa unverbindlich. Obwohl er versuchte, gefällig zu sein, blieb der Mensch, wie Preed feststellte, vorsichtig. »In der Zwischenzeit freue ich mich auf viel versprechende weitere Gespräche im Verlaufe Ihres Besuches, während derer wir dieses Thema hoffentlich noch vertiefen können.« Er wedelte mit der Hand, und Preed bewunderte die absolute Lockerheit dieser Geste. »Und ich hoffe, dass wir diese Gespräche auch in einer angemessenen Umgebung wie dieser hier führen können.«
    »Oh, ehrlich, ja!«, bekundete Preed seine Zustimmung. »Erlauben Ssie mir, wenn esss Ihnen gelegen kommt, einige Detailss der speziellen Vorschläge, die zu unterbreiten ich autorissiert bin, zu nennen und ausszuführen, wie diesse zu unsserem gemeinssamen Vorteil umgessetzt werden könnten.«
    »Ich würde mich freuen, diese Vorschläge kennen zu lernen.« Mit einem ermutigenden Lächeln wandte sich Sertoa jetzt ganz seinem reptiloiden Gast zu und bewunderte das Spiel der Bräunungslichter auf den glitzernden, irisierenden Schuppen des AAnn.
    Als am nächsten Morgen eine Bekannte Fanielle Anjou gegenüber zufällig erwähnte, Jorge Sertoa habe den ganzen vorangegangenen Morgen und ein Großteil des Nachmittags in Gesellschaft eines hochrangigen AAnn-Gesandten verbracht, begann diese eine hektische Suche auf dem ganzen Botschaftsgelände nach dem ungleichen Paar. Sie war mehr als nur ein wenig erschöpft und außer Atem, als sie schließlich in Richtung der Sporthallen und des Fitnesskomplexes innerhalb des Geländes lief. Auf den ersten Blick schien es doch ein ungewöhnlicher Treffpunkt, um dort diplomatischen Kontakten zwischen verschiedenen Spezies nachzugehen. Es hatte aber durchaus den Vorteil vergleichsweise ungestörter Privatheit. Ein solcher Gedanke jedoch beschwor auch einen schlimmen Verdacht herauf, den Fanielle nicht aus ihrem Kopf zu verbannen vermochte.
    Sie überlegte, eine dahingehende Bemerkung Toroni gegenüber zu machen, denn nur auf Grund ihres Verdachts konnte sie schwerlich in sein Büro platzen, wild mit den Armen fuchtelnd. Sie musste für eine Begegnung mit derart viel Konfliktstoff schon etwas mehr in der Hand haben als ihre persönliche Abneigung gegen die reptilartigen Zweibeiner.
    Es war bereits später Nachmittag, als sie sich selbst dabei ertappte, wie sie sich ihrer Kleidung entledigte und bereits entschlossen durch den Umkleideraum

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