Geheime Affäre mit dem Milliardär (Baccara) (German Edition)
ihm losmachen, das Weite suchen … Es ergab überhaupt keinen Sinn, dass sie miteinander schliefen – und auch noch ohne Kondom. Allerdings schien ihr die Alternative, das Liebesspiel jetzt zu beenden, absolut undenkbar – unmöglich.
Sie wollte Lucas nahe sein. Sie liebte seinen Duft und das Gefühl, seine Haut und seine durchtrainierten Muskeln zu spüren, ihn berühren zu können. Sie genoss die einzigartige Weise, wie er sie küsste, sie liebte. Nie hatte sie mit einem anderen Mann außer ihm geschlafen, und in Augenblicken wie diesen kam es ihr so vor, als gehöre er ihr ganz allein.
Auch er hatte mittlerweile das fehlende Kondom bemerkt, und heiser entschuldigte er sich dafür, derartig die Kontrolle verloren zu haben. Carla begann wieder zu hoffen. Wenn Lucas sie so sehr wollte, dass er sich nicht einmal die Zeit nahm, sich zu schützen, dann gab es möglicherweise doch eine gemeinsame Zukunft für sie.
Heiser stöhnte er auf und streichelte ihr Haar, bevor er sich zu ihr herunterbeugte, um sie leidenschaftlich zu küssen. Sie hatte das Gefühl, als würde dieser Kuss etwas in ihr heilen, und sie konnte sich endlich ganz entspannen. Dann schlang sie die Arme um seinen Nacken und zog ihn näher an sich heran, noch näher … Sie wollte ihn nur noch mehr und gab sich ganz diesem Begehren hin, bis alles andere um sie herum unwichtig wurde …
Die Zeit verging, und sie lagen immer noch eng umschlungen auf dem Sofa, während Carla das warme, angenehme Kribbeln genoss, das sie stets nach dem Sex mit Lucas empfand. Es war zwei Monate her, dass sie miteinander geschlafen hatten, und sie versuchte, sich jede Einzelheit dieses Moments einzuprägen: seine Wärme, seinen männlichen Duft und das Gefühl betörender Sinnlichkeit seines Körpers auf ihrem.
Sie streichelte seinen Rücken, und Lucas hob den Kopf, den er an ihre Schulter geschmiegt hatte, und sah sie an. Die Besorgnis in seinem Blick ähnelte ihren Gedanken. Sie hatten ungeschützten Sex gehabt. Würden sie diesen Fehler wiederholen?
Ein lautes Klopfen an der Tür schreckte sie auf.
„Warte“, sagte Lucas sanft, und sie spürte einen kühlen Luftzug, als er sie mit ihrem Kleid bedeckte. Etwas benommen und schuldbewusst stand Carla ebenfalls auf, um ihren Slip, die Tasche und ihre Schuhe aufzusammeln.
„Das Badezimmer ist hinter der zweiten Tür auf der linken Seite“, erklärte Lucas mit rauer Stimme. Doch als sie ihn ansah, wirkte er schon wieder völlig neutral und emotionslos. Außerdem war er bereits angezogen – das Hemd zugeknöpft, das Jackett übergestreift. Er wirkte so gelassen und unberührt wie vor dem Sex mit ihr.
Die Hoffnung, die gerade erst aufgeflackert war, verflog jäh. Nichts hatte sich geändert. Schon viele Male zuvor hatte sie ihn derart distanziert erlebt, wenn er ihr Apartment verlassen hatte, und es war ihr immer so vorgekommen, als hätte er eine emotionale Mauer zwischen ihnen errichtet. Beinahe so, als wäre sie sofort nach dem Sex schon wieder ein Teil seiner Vergangenheit, für den es in seiner Gegenwart keinen Platz gab.
Ihr wurde eiskalt, als ihr die Wahrheit bewusst wurde. „Mach dir keine Umstände, ich finde es schon allein. Ich will auch nicht, dass jemand erfährt, dass ich bei dir war“, erwiderte sie ruhig. Trotz des Schmerzes, der sie durchzuckte, fühlte sie sich erstaunlicherweise so, als hätte das alles nichts mit ihr zu tun.
Sie ging ins Bad, machte sich frisch und erneuerte ihr Make-up. Als es an der Tür klopfte, hätte sie vor Schreck beinahe ihre Wimperntusche fallen gelassen.
„Wenn du fertig bist, fahre ich dich nach Hause“, erklärte Lucas von draußen.
„Gib mir noch fünf Minuten. Und ich fahre selbst nach Hause.“
Sie betrachtete ihr blasses Spiegelbild und ihren ausdruckslosen Blick, dem man nicht ansah, wie verletzt sie sich in Wirklichkeit fühlte. Wie eine Schildkröte verbarg sie ihre Gefühle unter einem schützenden Panzer.
Als sie das Wohnzimmer betrat, kehrte Lucas gerade von der Terrasse zurück.
„Wer ist das eben gewesen“, fragte sie.
„Lilah.“
Na, prima. Ihr romantisches Leben ging somit völlig den Bach herunter. „Und? Hat sie mich gesehen?“
„Bedauerlicherweise ja.“
Seine herablassende Bemerkung ließ sie wütend werden. „Was ist, wenn ich schwanger bin?“
„Falls das der Fall sein sollte“, stieß er hervor, „ändert das die Sachlage, und wir reden darüber. Bis dahin vergessen wir, was hier geschehen ist.“
Als Carla am
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