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Julia Extra Band 0350

Julia Extra Band 0350

Titel: Julia Extra Band 0350 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: P Jordan
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wie einen Schutzschild vor sich.
    „Ich sollte Wedding Belle aufgeben, nicht wahr?“, fragte sie verzweifelt. „Ich dachte, du wärst anders als John. Aber du bist genau wie er. Es ist dir egal, wen du verletzt, solange du nur deinen Willen durchsetzt.“
    „Nein, so ist es nicht.“ Er machte einen Schritt auf sie zu, und plötzlich verlor Belle die Fassung. Sie sah Larissas entsetztes Gesicht und Chip, der zu verstehen versuchte, was ablief. Aber sie wollte nur noch eines – weg von Loukas. „Hau ab!“, brüllte sie ihn an. „Deine verdammten Rosen kannst du behalten.“ Sie schleuderte das Bouquet mit solcher Wucht, dass die Blütenblätter sich auf den Boden ergossen – wie Blutstropfen von Belles gebrochenem Herzen. Es folgte eine entsetzte Stille, und Belle rannte tränenblind aus der Kirche. Sie rannte und rannte, als ginge es um ihr Leben.
    Loukas holte sie am Strand ein. „Belle – bitte, hör mir zu!“ Er war blass unter der Sonnenbräune.
    „Warum sollte ich? Du bist ein Lügner. Ich denke nicht daran, dich zu heiraten.“
    Er fuhr zurück, als hätte sie ihn geschlagen. „Du musst “, stieß er heiser hervor. „Du musst mich heiraten.“
    Entschlossen, ihm nicht zu zeigen, wie es in ihr aussah, reckte sie wütend das Kinn vor. „Warum? Wegen der Babys? Für die ist es vielleicht besser, ohne Vater aufzuwachsen, als mit einem, der über jeden die Kontrolle besitzen will.“
    Er legte die Hand über die Augen, und Belle sah entsetzt, dass seine Wangen nass von Tränen waren. „Ich will dich nicht kontrollieren – ich will doch nur für dich sorgen!“ Seine Stimme zitterte, und er schluckte hart. „Du musst mich heiraten – nicht wegen der Babys. Nur aus einem einzigen Grund … Ich liebe dich.“
    Belles Gesicht verlor alle Farbe. Einen Moment lang wurde ihr schwindelig. „Wie kannst du das sagen, nach allem, was du getan hast?“
    „Weil es die Wahrheit ist“, erwiderte er heftig. „Und ich sage es immer wieder, bis du mir glaubst.“
    „Wie soll ich dir denn glauben?“, schluchzte sie und wischte sich mit zitternder Hand die Tränen fort. „Wenn ich mein Studio verliere, muss ich Wedding Belle vielleicht sogar ganz aufgeben.“
    „Deshalb habe ich es ja getan. Ich wollte dich und die Babys hier auf Aura haben, damit ich euch beschützen kann. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass dir etwas passiert.“ Seine Stimme brach. „Ich weiß auch, dass das nicht realistisch gedacht ist. Aber ich habe beide Eltern unter schrecklichen Umständen verloren und dann auch noch mein Kind. Ich könnte es nicht ertragen, auch dich zu verlieren.“
    Er fuhr sich mit der Hand durchs Haar. „Als ich merkte, wie viel Wedding Belle dir bedeutet, habe ich meine Rechtsanwälte beauftragt, dir das ganze Gebäude zu überschreiben. Wenn du willst, kannst du jetzt expandieren. Und wenn du in Athen eine Tochtergesellschaft gründen willst, habe ich schon passende Räume gefunden. Alles liegt an dir, du bestimmst es. Ich unterstütze jede deiner Entscheidungen.“
    Belle hatte Mühe, ihm zu folgen. „Du hast ein Kind verloren? Wer …“
    „Vor drei Jahren war Sadie schwanger. Aber sie wollte das Baby nicht und trieb ab.“ Er sah das Entsetzen in Belles Augen. „Ich muss dir von Sadie erzählen. Willst du mir zuhören?“
    Der gehetzte Ausdruck in seinem Blick schnitt ihr ins Herz. „Ja“, flüsterte sie.
    Er griff nach ihrer Hand und führte Belle zum Ufer, an dem die Wellen träge über den Sand plätscherten.
    „Ich habe Sadie in New York kennengelernt. Damals hieß sie noch Sadie Kapowski.“ Er verzog das Gesicht. „Die Kapowskis waren die Einzigen, die noch ärmer waren als wir. Sadie teilte meine Entschlossenheit, einmal ein besseres Leben zu führen. Beide bekamen wir eine Chance: Sie ergatterte einen Studienplatz an einer Schauspielschule, und ich bekam ein College-Stipendium.“ Er sah aufs Meer hinaus. „Aber dann wurde mein Vater ermordet, und bald darauf starb meine Mutter. Ich musste das College verlassen und mich um Larissa kümmern. Mit Sadie zusammen zu sein war der einzige Lichtblick in meinem Leben“, gestand er. „Aber sie wollte unbedingt Tänzerin werden und beendete unsere Beziehung. Trotzdem konnte ich sie verstehen. Und so gingen wir getrennte Wege. Ich steckte meine ganze Energie in Grundstücksgeschäfte.“
    Belle runzelte die Stirn. „Ich dachte, Sadie war vor drei Jahren von dir schwanger?“
    Loukas nickte. „Als wir uns wieder über den Weg liefen,

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