Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Namibia

Namibia

Titel: Namibia Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Livia Pack
Vom Netzwerk:
das bis zum Sonnenuntergang erreicht werden muss, einzurechnen.
    Der Märchenwald liegt westlich von Okaukuejo. Die San (Buschmänner) erzählen, dass Gott an den Moringa vorbeiging und sie so hässlich fand, dass er sie wütend herausriss und umgekehrt wieder in den Boden steckte (diese Geschichte wird in Abwandlung auch vom Baobab, Affenbrotbaum, erzählt). Der
Moringa ovalifolia
kommt nur in Namibia vor. Er istin östlicher Richtung nur bis Halali zu finden und südlich nur bis zur Naukluft. Der Märchenwald ist die einzige Stelle, wo Moringa in großer Zahl auf einer Fläche wachsen, sonst sieht man sie nur an Berghängen (z. B. bei Halali). Außerdem erreichen sie hier, wenn nicht vorher von Elefanten umgeschubst, eine beachtliche Größe.
    Riesentrappe
    Besonders in den freien Flächen Etoshas fällt oft ein großer, gemächlich dahinschreitender, graubrauner Vogel auf, die Riesentrappe (engl. Kori Bustard, lat.
Ardeotis kori)
. Sie ist zwar im ganzen Land verbreitet, in Etosha jedoch am besten zu sehen. Die Riesentrappe ist der größte fliegende Vogel Namibias. Sie erreicht eine Körpergröße von etwa 1,5 m und wiegt bis zu 19 kg. Der Rücken ist graubraun, und Brust sowie Hals sind dunkel gefärbt. Den langen, leicht gebogenen Schnabel hält der Vogel beim Laufen leicht nach oben. Fühlt er sich verfolgt, rennt er zunächst weg. Kommt der Feind jedoch zu nahe, geht es mit dem Fliegen schneller.
    2003 entschloss sich die Parkverwaltung, einen Großteil des Gebietes einzuzäunen, um die Bäume vor den Dickhäutern zu schützen.
    Rietfontein liegt südlich des Parkplatzes und ist daher den ganzen Tag über zum Fotografieren geeignet. Für gute Fotos ist jedoch ein Teleobjektiv erforderlich, da die Wasserstelle relativ weit vom Parkplatz entfernt ist. Ein kleiner Weg kurz vor dem Parkplatz führt zu den Gräbern der Dorslandtrekker, die Transvaal verlassen hatten, um im Norden eine neue Heimat zu finden.
    Die Wasserstelle Goas besteht aus zwei Becken. Die Meinungen gehen hier auseinander: Die einen sagen, es sind zwei Quellen, die anderen meinen, es ist nur eine Quelle, die in das zweites Becken überläuft. Die letzte Theorie ist wahrscheinlicher, da das höher gelegene Wasserloch immer voller ist als das untere. Goas ist gut zum Fotografieren geeignet, da der Parkplatz im Halbkreis um die Wasserstellen angelegt ist.
    Okerfontein ist eine Schichtquelle und liegt direkt am südlichen Rand der Etosha-Pfanne. Die Wasserstelle befindet sich nördlich des Parkplatzes. Da die Sonne den größten Teil des Jahres im Norden steht, hat man hier fast immer Gegenlicht. Auf die Pfanne selbst wagen sich nur Oryx-Antilopen, Springböcke und Strauße.
    Kalkheuwel wurde zwischen den natürlichen Wasserstellen Okerfontein, Ngobib und Chudop angelegt und wird von allen Wildarten stark frequentiert. Die Wasserstelle liegt südwestlich des Parkplatzes. Deshalb ist das Fotografieren hier in den Morgenstunden am besten. Häufig sind die seltenen, blaugelben Rüpelspapageien zu beobachten.
    Chudop ist immer gut zum Fotografieren geeignet, da die Wasserstelle, auf der eine Riedinsel schwimmt, südlich des Parkplatzes liegt.
    Bei Klein-Namutoni und Umgebung sieht man häufig die kleinen Damara-Dikdiks. Sie stehen meist unter den Büschen, nur wenige Meter vom Weg entfernt. Auch die beiden Wasserstellen Klein und Groot Okevi bieten gute Beobachtungsmöglichkeiten. Klein Okevi liegt südlich des Parkplatzes, während Groot Okevi nördlich des Parkplatzes liegt. Hier betrieben die Dorslandtrekker ebenfalls eine Farm. Die Ruinen des Farmhauses sind noch heute links und rechts der Wasserstelle zu sehen. In der Regenzeit lohnt es sich, nach Andoni zu fahren, da sich das Wild gemäß seiner natürlichen Migrationsroute nach Nordosten begibt.
Parktore und Straßen
    Es gibt vier Eingangstore zum Etosha National Park: Die bekannten sind das Andersson Gate auf der Südseite des Parks bei Okaukuejo und das Von Lindequist Gate auf der Ostseite beiNamutoni. Der westliche Eingang, das Galton Gate bei Otjovasondu, darf nur von namibischen Reiseveranstaltern mit gültigem Transportpermit und namibischem Reiseleiter passiert werden. Der Westteil des Parks ist also für Touristen nur im Rahmen einer begleiteten Rundreise zu besuchen.
    Ein weiteres Tor gibt es erst seit 2003 im Nordosten, bei Andoni, das Nehale Lya Mpingana Gate – oder kurz: King Nehale Gate . Achtung: Das King Nehale Gate liegt nördlich des Veterinärzauns, fährt man durch dieses Tor

Weitere Kostenlose Bücher