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0564 - Die Zeit mutiert

Titel: 0564 - Die Zeit mutiert Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Unbekannt
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können.
    „Hier habe ich das Tabora aufbewahrt."
    „Öffne das Schließfach!" ordnete Lloyd an.
    Der Füßler-Autoritär ging zu der Wand, drehte an den vier Rädchen mit der Symbolkombination - und die vier Meter mal fast drei Meter große Schließfachtür sprang auf.
    Überall verstummten die Diskussionen, ein Raunen ging durch die Menge, aller Augen starrten auf das Innere des Schließfachs.
    Als Lloyd sah, was sich darin befand, war er sofort felsenfest davon überzeugt, das wahre und echte Tabora vor sich zu haben.
    Er aktivierte das Armbandinterkom und sprach mit gedämpfter Stimme in das winzige Mikrophon.
    „Lloyd ruft Rhodan! Ich glaube, daß wir das Tabora gefunden haben."
    Rhodan meldete sich augenblicklich.
    „Was macht Sie so sicher, Lloyd?" fragte er.
    „Das Aussehen des Tabora. Es handelt sich dabei um einen versteinerten Götzen von gut 3,20 Meter Größe. Wir wissen, daß es sich bei dem Tabora um ein Wesen handelt, in dem übernatürliche Kräfte schlummern. Ich nehme an, daß der versteinerte Götze durch bestimmte Kräfte zum Leben wiedererweckt werden kann."
    „Wir werden sehen", meinte Rhodan nicht gerade überzeugt.
    „Bleiben Sie auf jeden Fall am Drücker, Lloyd. Ich bin mit Zwiebus und Wayar gerade unterwegs nach Ae Tafeolunga. Eine Nachricht von Wayars Mittelsmännern hat uns veranlaßt, nicht nach Artefont, sondern zum Zentrum der Reinheit zu fahren.
    Wenn wir angekommen sind, setze ich mich mit Ihnen in Verbindung."
    Rhodan hatte die Verbindung unterbrochen.
    Lloyd betrachtete den versteinerten Götzen genauer. Seine Haut besaß auch jetzt noch eine goldgelbe Farbe. Sein dreieckiger Insektenmund war geschlossen, die großen Facettenaugen in dem achtzig Zentimeter durchmessenden Kugelkopf waren starr und stumpf ins Leere gerichtet, die vier 30 Zentimeter langen Fühler standen steif in die Höhe. Seine beiden Arme standen etwas vom Körper ab, die vier Finger und die beiden Daumen der Hände waren gespreizt.
    „Das ist das Tabora?" sagte Lloyd, um Loysh zu einer Stellungnahme zu bewegen. „Es ist tot."
    „Es wird wieder leben, wenn man es ruft!" behauptete Loysh.
    Icho Tolot war näher an das Schließfach herangegangen. Jetzt griff er hinein und holte einen zerknitterten Zettel heraus, der dem versteinerten Götzen unter den Fuß geklemmt worden war. Er warf einen Blick darauf und gab ihn dann an Lloyd weiter. Dieser konnte die Schriftzeichen mühelos entziffern.
    Er las: „Wir lassen uns nicht täuschen, sondern täuschen selbst andere. Das ist nie und nimmer das Tabora. Aber wir wären nicht die Pai'uhn K'asaltic, würden wir uns nicht das wahre Tabora doch noch holen."
    Lloyd überreichte dem Füßler-Autoritär den Zettel und verließ mit Icho Tolot den Tresorraum. Hinter ihnen entstand ein Tumult, als bekannt wurde, welche Nachricht die Pai'uhn K'asaltic - was frei übersetzt soviel hieß wie die Vielgestaltigen mit den flinken Händen - hinterlassen hatten.
    Lloyd gab die Meldung über ihren Mißerfolg an Perry Rhodan weiter.
     
    12.
     
    „Warum müssen wir unsere Pläne ändern und statt nach Artefont nach Ae Tafeolunga fahren?" fragte Rhodan, als sie von der Schnellstraße in die Abfahrt zum Zentrum der Reinheit abbogen.
    „Du hast den Funkspruch meiner Leute selbst gehört", antwortete Wayar. „Sie haben Xoons Mittelsmänner ausgeforscht und Anhaltspunkte dafür gefunden, daß sie im Besitz des Tabora sind."
    „Glaubst du immer noch, du seist auf der richtigen Spur?" fragte Rhodan spöttisch.
    Wayar entgegnete im gleichen spöttischen Tonfall: „Nun, deine Leute haben bisher nichts weiter als eine steinerne Statue entdeckt."
    „Hoffentlich sind wir bald am Ziel", sagte Zwiebus mürrisch. Da Wayars Elektrobil nicht für einen Groß-Autoritär gebaut war, mußte sich Zwiebus, der in seiner Maske immerhin eine Größe von 3,10 Meter hatte, auf dem Rücksitz zusammenkauern. Seine Keule, in der Waffen und Ausrüstungsgegenstände verborgen waren, mußte er aus Platzmangel zwischen den beiden Vordersitzen deponieren.
    „Kannst du den Prügel nicht anderswo unterbringen", beschwerte sich Wayar. „Er stört mich beim Fahren."
    „Du brauchst dich von meiner Keule nicht einschüchtern zu lassen", sagte Zwiebus. „Sie wird nur meinen Feinden gefährlich."
    Wayar verstand diese Drohung wohl, ging aber nicht weiter darauf ein. Er lenkte das Elektrobil auf eine Zufahrtsstraße mit acht Fahrtstreifen und ließ sich dann vom dichten Verkehr nach Ae Tafeolunga

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