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Alex Benedict 03: Die Suche

Alex Benedict 03: Die Suche

Titel: Alex Benedict 03: Die Suche Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jack McDevitt
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ausgesucht worden. Gigantische Wesen mit einem Schlund, groß genug, um eine Landefähre zu verschlingen. Schlangen, die mich als Zahnstocher hätten verwenden können. Raubtiere in allen Größen und Formen, einige unglaublich Furcht erregend. Und ihre Beute, niedliche kleine pelzige Kreaturen, die sehr schnell rennen konnten. Und das war auch wirklich besser so.
    Da waren Pflanzen, die imstande gewesen wären, einen ausgewachsenen Facharbeiter hinunterzuwürgen, und vielgliedrige Wesen, die auf den Bäumen von Barinor lebten, wo immer das war, und kleine Kinder stahlen. Ich fragte mich, warum irgendjemand unter solchen Bedingungen leben wollen sollte.
    Ich freue mich, berichten zu dürfen, dass es keine ausgestopften Menschen gab. Vielleicht war das ein Zugeständnis an den Umstand, dass es hier hin und wieder auch menschliche Besucher gab. Sie hatten allerdings ein paar Vögel und Echsen von Rimway und einen Tiger von der Erde. Aber das einzig Menschliche war ein Avatar, ein bärtiger Kerl, der aussah wie ein Neandertaler. Er trug sogar einen Speer. Als ich mich ihm näherte, grunzte er.
    Wie ich stets zu sagen pflege: Man sollte sich immer von der besten Seite zeigen. Ich fragte mich, wie viele Stummenkinder diesem Burschen ihren ersten Eindruck von der Menschheit verdankten.
    Er bewachte die Halle der Menschen, einen ganzen Flügel, der uns gewidmet war. Die einzige weitere bekannte technologisierte Spezies. Der Flügel war groß, kreisförmig, hatte eine gewölbte Decke und ragte drei Stockwerke weit in die Höhe. Da wurden primitive und moderne Waffen ausgestellt, es gab Darstellungen von verschiedenen Gottheiten, Musikinstrumente, Kleidung aus den verschiedensten Kulturen, ein angefangenes Schachspiel und Geschirr. Eine Nische war eingerichtet wie ein Kontor. Viele der Ausstellungsstücke waren, wo es angebracht schien, mit Herkunftsdaten versehen. Es gab Headsets, mit deren Hilfe man in die Geschichte der verschiedenen Ausstellungsstücke eintauchen konnte. Und eine Reihe Bücher, alles Übersetzungen in einfaches Ashiyyurisch. Ich betrachtete sie und entdeckte Die Republik, Bumwells Die letzten Tage des amerikanischen Staats, Vier Romane von Hardy Boshear und eine Tonne weiterer Werke. Alles in allem war die Sammlung jedoch nicht sehr repräsentativ. Die meisten Autoren gehörten der Moderne an, und es gab nur jämmerlich wenige Klassiker.
    In der Mitte des Saals, auf einem Podest, sah ich mein Ziel vor mir. Die Falcon. Stumme hatten sich auf einer Rampe in einer Reihe aufgestellt und warteten darauf, in die Luftschleuse treten zu dürfen. Auf der anderen Seite kamen sie durch eine Ausgangsöffnung heraus, die in den Rumpf geschnitten worden war.
    AMT FÜR PLANETARISCHE VERMESSUNG stand in der Nähe der Brücke auf der Außenhaut. Dort fand sich auch die Kennzeichnung: TIV114. Und natürlich der Name FALCON. Die Navigationsleuchten waren eingeschaltet. Was eine gute Neuigkeit war, denn es bedeutete auch, dass die Energieversorgung gewährleistet war. Ich hatte für den Fall, dass ich selbst die notwendige Energie würde bereitstellen müssen, einen kleinen Generator mitgenommen.
    In dem Saal hielten sich etwa vierzig Stumme auf, doch keiner von ihnen bewegte sich. Sie alle starrten stur geradeaus und taten, als würden sie die verschiedenen Ausstellungsstücke studieren, aber die Tatsache, dass sie an Ort und Stelle erstarrt schienen, verriet sie. Eine Frau, die in der Nähe einer Statue eines der alten Götter stand, beobachtete mich, und alle anderen hockten direkt hinter ihren Augen.
    Ich hob eine Hand. Hallo.
    Ich lächelte und konzentrierte mich wieder auf die Falcon. Dabei dachte ich, dass sie eine besonders schöne Linienführung hatte und wie gern ich sie fliegen würde. Ich bemühte mich, nicht an den wahren Grund meiner Anwesenheit zu denken. Allmählich fingen die übrigen Besucher wieder an, sich zu rühren. Soweit ich es beurteilen konnte, drehte sich nicht einer zu mir um, um mich verstohlen zu mustern.
    Ich schlenderte zwischen den Ausstellungsstücken umher und fingerte an dem Datenchip herum, den ich mitgenommen hatte, um die Daten herunterzuladen.
    Es gab Führungsstationen, an denen man mehr über die Menschen erfahren konnte. Ich benutzte meinen Übersetzer und stellte fest, dass wir ziemlich weit oben auf der evolutionären Skala standen, aber doch noch eine Stufe unter den Ashiyyur. Wir hielten uns selbst für empfindsame Wesen, wie der Führer erklärte, und irgendwie waren wir das

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