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Alex Benedict 03: Die Suche

Alex Benedict 03: Die Suche

Titel: Alex Benedict 03: Die Suche Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jack McDevitt
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Ihnen? Gefällt Ihnen die Ausstellung? Ich versuchte, zu denken, dass das eine Routinekontrolle war. Stattdessen ging mir durch den Kopf, dass sie glauben könnten, ich wolle das Schiff stehlen, dass ich vorhätte, damit abzuheben, einfach durch das Dach zu krachen und nach Rimway zu fliegen und dabei jede Menge Stumme hinter mir herzuschleifen. Ich konnte sehen, wie sich die Falcon über die Türme von Borkarat erhob und in den tiefen Raum beschleunigte. Wie sehr ich mich auch bemühte, ich bekam das Bild einfach nicht mehr aus dem Kopf.
    Natürlich war so ein Szenario nicht einmal im Entferntesten möglich. Das Museum hatte einen Teil der Wand entfernt, um das Schiff hereinzubringen, und sie später wieder geschlossen. Die Maschinen waren zumindest deaktiviert, vermutlich aber ausgebaut worden. Und es war bestimmt kein Treibstoff an Bord.
    Der Chip sirrte und summte, während Daten, gesammelt über mehr als eine Dekade hinweg, durch das System strömten. Ich sah zu den anderen Instrumenten hinüber, wie es ein Techniker tat, der im Zuge kleinerer Wartungsarbeiten die Schubsteuerung einstellen wollte.
    Immer mehr Stumme drängten sich vor dem Absperrseil, um nachzusehen, was los war. Ich stellte mir vor, ich könnte sie in meinem Kopf spüren, könnte fühlen, wie sie in meinem Bewusstsein nachschauten, ob ich den Verstand verloren hatte. Dann kam mir der Gedanke, sie könnten annehmen, dass das ein typisches Verhalten einer niedrigeren Spezies war, und sich weiter nichts dabei denken. Und ich fragte mich, ob das mein eigener Gedanke gewesen war, oder ob er irgendwo von draußen gekommen war.
    Ein paar von ihnen gingen weiter, aber andere nahmen sogleich ihren Platz ein. Ich beobachtete die Kontrolllämpchen, wartete darauf, dass das weiße Licht die Farbe änderte und zeigte, dass der Vorgang abgeschlossen war.
    Ich rückte die Stühle gerade. Blickte zu den Sichtportalen hinaus. Überprüfte die Einstellung der Sichtschirme. Strich meine Bluse glatt.
    Ich wünschte, ich hätte daran gedacht, ein Staubtuch einzustecken.
    Wieder blickte ich durch die Sichtportale hinaus. Zwei Stumme in blauer Uniform näherten sich der Falcon.
    Die Lampe leuchtete immer noch weiß.
    Die Menge setzte sich in Bewegung, um den Weg freizugeben. Ich hörte schwere Schritte. Und natürlich nicht eine einzige Stimme.
    Dann tauchten die Vertreter der Obrigkeit auf. Beide in Uniform. Beide mit ernster Miene. Andererseits, wie sollte ich das im Fall von Ashiyyur schon so genau erkennen? Ich versuchte, den Gedanken schon im Ansatz zu ersticken. Versuchte zu senden. Beinahe fertig. Nur noch einen Augenblick Geduld.
    Sie traten über das Seil hinweg. Einer ergriff meinen Arm und zog mich von dem Lesegerät weg. Ich sah mich um. Die Lampe leuchtete immer noch weiß.
    Sie wollten, dass ich mit ihnen ging, und ich war nicht in der Position, abzulehnen. Halb trugen sie mich zur Luftschleuse hinaus und quer durch eine gaffende Menge, die sich nun nicht die Mühe machte, so zu tun, als würde sie mich nicht anstarren. Wir verließen den Saal, gingen eine Rampe hinunter, durch eine Eingangshalle und in einen Korridor.
    Ich war hilflos. Ich stellte mir jeden Protest vor, den ich zustande bekam. Aber nichts half. Mit diesen Jungs konnte man einfach nicht reden. Man konnte sie nonverbal nicht erreichen, und man konnte sie auch mit dem guten alten Charme nicht erreichen.
    Sie schleiften mich durch eine Doppelflügeltür und in einen Korridor, von dem zu beiden Seiten Büros abzweigten. Mir wurde klar, dass ich ganz einfach rausgeworfen wurde. Wir waren unterwegs zur Rückseite des Museumsgebäudes.
    Die Türen waren aus dunklem Glas, und daneben leuchteten elektronische Symbole der Stummensprache auf. Eine der Türen öffnete sich, und ich wurde hineingewiesen. Dann befand ich mich in einem verlassenen Büroraum. Ich sah eine weitere Tür, ein paar Tische und drei oder vier Stühle. Alle in Standardstummengröße. Meine Bewacher setzten mich auf einen Stuhl und ließen mich los.
    Sie blieben bei mir, einer stand in der Nähe der Tür, durch die wir gekommen waren, der andere neben der zweiten Tür. Ich fragte mich, ob mein Chip inzwischen den Ladevorgang beendet hatte.
    Wir warteten ungefähr fünf Minuten. Ich hörte Geräusche hinter der zweiten Tür. Dann wurde sie geöffnet. Eine Stumme trat heraus. Ihre Kleidung erinnerte an einen Trainingsanzug von grauweißer Farbe. Er hatte eine Kapuze, aber die lag auf ihren Schultern.
    Sie sah erst mich und dann

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