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Bismarck 04

Bismarck 04

Titel: Bismarck 04 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Karl Bleibtreu
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fortschreitendem Vorwärts Verbindung mit Rupprecht her. Hutiers äußerste Linke erzwang gleich anfangs den Oiseübergang südlich La Fère. Heergruppe Gayl überrannte vernichtend das 3. K. Goughs. In der Mitte machten 36. Westpr. 1. b. D. (1., 2., 24) bei Essigny zwar viele tausende Gefangene, hatten aber am Crozatkanal längeren Aufenthalt, bis 10., 34. D. siegreich hinüberkamen. 1., 5. G., 7. R., 50. D. drangen jenseits gewaltig vor, das 18. engl. K. gänzlich auseinanderreißend, von da an brach Goughs Widerstand zusammen. Am rechten Flügel nahm immer 28. Bad. D. die Spitze Goughs 19. K. vor sich her jagend, bis man dort Montdidier und Pierrepont erreichte, am linken 103. Noyon, während 36. sich auf Lassigny richtete. Als Flankenschutz an der Oise schob A. Böhn b. 3. (17., 18., 23.) 6. R. D. (16., 17., 20. R., später 25. I.) vor. Hier wenigstens waren überall die Verluste gering und rechtfertigten die sonst so übertriebene Verallgemeinerung, da die Verluste bei Below und Marrwitz bedeutend waren. Schon am 24. war die Schlacht bei St. Quentin glänzend gewonnen, Peronne und Ham nach verzweifelter Gegenwehr erstürmt, am 25. hatte man 45 000 Gef., 963 Gesch. in Händen. General Pellé mit 5. C. und 1. Kav. D., in Autos nach Chauny befördert, suchte umsonst Gayls unaufhaltsamem Vorwärts Einhalt zu tun. Hutiers Angriff ging weiter, ein unsichtbares Riesengeschütz beschoß von Crepy–Chauny aus auf unglaubliche Ferne von 120  km Paris, wo schreckliche Panik entstand. Man erreichte und überschritt die Somme auf den Feldern der früheren Sommeschlacht mit besserem Erfolg. 28 englische D. von 38 der 3., 5. A. waren so gut wie weggefegt, alle Gegenstöße scheiterten unter furchtbaren Verlusten, die Lage wurde für Haigh immer ernster, denn später richtete sich vom wiedergewonnenen Bapaume der Stoß erneut auf Arras, wo die Nordwestfront der Engländer beinahe flankiert wie ihre Nordfront über St. Quentin, wo durch Weiterrollen des deutschen Stoßes die französische Linie bereits durchbrochen und mit Aufrollung bedroht schien. So ging der Angriff zwischen Albert und Nohon fort, bald wurden Lihons und Roye wieder deutsche Stützpunkte, Amiens lag als Ziel vor den nach der Meeresküste gerichteten Augen. Below hatte im Norden 11, Warrwitz 9 D. von Byng und Gough geworfen, Hutier im Süden 10 engl., 4 fr., und ein Kavalleriekorps vernichtend geschlagen, 10 andere engl. R. D. und nacheinander eintreffende fr. R. änderten wenig. Umsonst setzte Foch am 26., 27. bei Roye zu Gegenstößen an, Haighs Res. warfen sich vor Arras entgegen, an den alten Kampforten Hebuterne–Bucquoy gab es ein furchtbares Schlachten, während Marrwitz am 27. den Bahnknotenpunkt Albert erwischte. Hier ziemt sich allgemeine Vorbetrachtung.

III. Schlacht bei Amiens–Montdidier–Oise
    Die Stahlhelme der 3. A. Humbert, die Petain zuerst herbeirief, verschwanden schon ins Divettetal, 1. A. Debeny ließ den Chasseurs und Reiterschützen ihrer Vorhut bald geschlossene Massen folgen, die aber im Avretal vor 88., 206. D. und an der Matz vor 5. pos. K. sich auflösten, dem auch 10. pos. R. D. sich anhing. Marrwitz hatte Schwaben und Marine über Pozières zur Ancre vorgebracht, Ostpreußen, Westfalen, Darmstädter nach Clery und Maurepas zur Somme. Er hielt am meisten Reserven zurück, obschon gerade er sofortigen Einsatz aller Kräfte bedurfte, um möglichst rasch Amiens zu besetzen. Hutier hatte gleich 8 D. im zweiten Treffen, weil er eine seiner Stellungsdivisionen (7. R.) mit vorschob, nur die anderen 4 zurückhaltend. Als sich die Tragweite seines Einbruchs übersehen ließ, erging an 7. A. Boehn bei Laon Befehl, 211., 235. D. an Hutiers Rechte abzutreten, außerdem 243. an Marrwitz' Linke; man begriff also, daß hier die Entscheidung läge, noch nicht aber, daß Below zu viel Kräfte für eine verfehlte Angriffsrichtung besaß, während Hutier statt bloßer Deckungs- jetzt die Hauptrolle spielte. Am 25. sandte Boehn auch noch 6. Brandenb. R. D., außerdem kamen die aus Rußland verladenen 52., 242. D., 51. R. D. als Reserve hierher, 6. B. R., 3. B. I. D. wurden schon früher abgeladen, so daß Hutier zuletzt über 32 D. verfügte. Am 23. paßte sich Ludendorff der vom Kronprinzen geschaffenen Lage an und befahl 9 Uhr vorm., daß Below über Bapaume auf Arras, Marrwitz auf Lihons, Hutier aber ganz südlich auf Chaulnes–Noyon abschwenken sollte, seine Rechte nach Ham–Peronne

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