Das Gesamtwerk
des Herausgebers informiert der editorische Bericht.
Zuerst genannt wird jeweils die Druckvorlage, anschließend, sofern nicht identisch, der Erstdruck.
Siglen für häufig verwendete Nachweise:
ASM: «Allein mit meinem Schatten und dem Mond. Briefe, Gedichte und Dokumente». Hg. von Gordon J. A. Burgess und Michael Töteberg unter Mitarbeit von Irmgard Schindler. Reinbek 1996
DTG = «Die traurigen Geranien und andere Geschichten aus dem Nachlaß». Hg. von Peter Rühmkorf. Reinbek 1962
GW = «Das Gesamtwerk». Mit einem biographischen Nachwort von Bernhard Meyer-Marwitz. Hamburg 1949
WBA = Wolfgang-Borchert-Archiv in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky in Hamburg
Wertvolle Dienste leistete die Bibliographie von Gordon J. A. Burgess (Hamburg 1985), die auf der Sammlung von Fritz Borchert basiert und durch eigene Recherchen ergänzt wurde.
Laterne, Nacht und Sterne
Borcherts erste selbständige Publikation, ein schmales Heft von 20 Seiten, erschienen im Verlag Hamburgische Bücherei,Dezember 1946. Dem Druck im GW, bei dem die Reihenfolge der beiden ersten Gedichte getauscht wurde, sodass die Sammlung jetzt mit dem «Laternentraum» eröffnet wird, stellte der Verleger Bernhard Meyer-Marwitz folgende Anmerkung voran: «Der Zyklus dieser vierzehn Gedichte wurde im Sommer 1946 aus etwa sechzig Gedichten zusammengestellt, die Borchert mit vielen anderen Versen in den Jahren 1940/45 geschrieben hatte.»
Die Hundeblume
Der Erzählungsband, 132 S., erschien im April 1947 im Verlag Hamburgische Bücherei. August 1949 kam eine zweite Auflage heraus: Die Nachfrage sei, heißt es im Verlagstext auf der Umschlagklappe, «so stark, daß wir uns zu einer neuen, friedensmäßig ausgestatteten Auflage entschlossen haben». Bei der Neuausgabe – besseres Papier, gebunden mit Schutzumschlag – blieb der Satz unverändert.
Die Hundeblume.
Manuskript WBA, datiert 24. 1. 1946 (publiziert zus. mit
Nachts schlafen die Ratten doch
als Faksimile-Druck Reinbek 1986). Erstdruck: Hamburger Freie Presse, 30.4. und 4. 5. 1946. – Das Manuskript weist einige Änderungen von fremder Hand auf; vom Verlag wurden für den Druck im gleichnamigen Erzählungsband kleinere grammatikalische und stilistische Korrekturen vorgenommen, die hier rückgängig gemacht wurden, um den originalen Duktus des Autors wiederherzustellen. Drei gestrichene Passagen wurden nicht wieder eingefügt und seien hier dokumentiert:
S. 29, 3. Absatz, nach «… mit der tätigen Welt»: «Wohl hätte ich ein Mönch werden können, aber diese Mauern waren allzu hoch.»
S. 42, vierte Zeile: «… Unsicherheit annahmen, den junge Schauspieler oft haben, wenn sie zum ersten Mal die Bühne betreten. (Auf einigen Gesichtern entwickelt sich dieser Zug manchmal zu einem ständigen Ausdruck von Verlogenheit. Wir sind miserable Schauspieler!)»
S. 43 folgten am Schluss noch zwei letzte Absätze: «Als sie ihn am nächsten Morgen um 4 Uhr abholten und er wußte, daß er nicht zurückkehren würde, sah er den letzten blassen Sternen ohne Angst ins Gesicht.
Er war bereit, zu jedem Abenteuer, das die Seele erwartete,
Ja zu sagen
.»
Stimmen sind da – in der Luft – in der Nacht.
Erstdruck (Auszug): Neue Zeitung (München), 4. 1. 1947
Gespräch über den Dächern.
Im Vorabdruck (in: Die Fähre, Heft 6, Juni 1947) begann S. 57, 3. Absatz mit dem später gestrichenen Satz: «Der am Fenster krächzt krähig.»
Generation ohne Abschied.
Erstdruck: Horizont, H. 13, 22. 6. 1947
Eisenbahnen, nachmittags und nachts.
Erstdruck: Horizont, H. 13, 22. 6. 1947
Bleib doch, Giraffe.
Erstdruck: Neue Zeitung (München), 25. 4. 1947
Vorbei, vorbei.
Erstdruck: Karussell, H. 11, Mai 1947
Die Stadt.
Manuskript WBA.
Hamburg.
Erstdruck: Bernhard Meyer-Marwitz (Hg.): Hamburg. Heimat am Strom. Hamburg 1946
Billbrook.
Fragmentarisch erhaltenes Manuskript WBA. Die bereits für den Erstdruck (in: Karussell, H. 14, August 1947) vorgenommenen Änderungen wurden revidiert.
Die Elbe.
Erstdruck: Conrad Kayser/Bernhard Meyer-Marwitz (Hg.): Unter Hamburgs Türmen. Ein Almanach. Hamburg 1948
Draußen vor der Tür
Vorlage war das hektographierte Typoskript im WBA, 74 S., das Borchert im Frühjahr 1947 dem dänischen Übersetzer Bernhard Jolles gegenüber als «mein Originalmanuskript» . (im Gegensatz zur Hörspielversion) bezeichnete. Das Typoskript wurde von Borchert auf dem Titelblatt mit dem handschriftlichen Zusatz «Sämtliche Rechte E. Rowohlt Verlag»
Weitere Kostenlose Bücher