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In deiner Hand

In deiner Hand

Titel: In deiner Hand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Joey Tintenfee Lewis
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beschissenem Zauber. Was auch immer sie mit mir, mit uns, angestellt hatte, es würde niemals wieder passieren. Das würde ich garantiert nicht zulassen …
Eine Art Stromstoß ging durch meinen Körper. Voller Entsetzen beobachtete ich meine Handflächen, die sich auf seine Brust legten. Ich hörte mich erleichtert seufzen und spürte die Anspannung in mir einem merkwürdigen Glücksgefühl weichen.
Alles cool, Verry. Völlig harmlos! Jetzt bloß nicht in Panik ausbrechen
, schoss es mir durch die wenigen Synapsen, die noch arbeiteten. Alles andere verweigerte strikt den Dienst und ließ mich einfach im Stich. Irgendwann begann sich mein Kopf nach vorn zu neigen, bis ich mit der Stirn an seiner Brust lehnte, knapp unterhalb seines Schlüsselbeins. In mir schrillten die Alarmsirenen los, jedenfalls jener mickrige Rest, der noch für meinen gesunden Menschenverstand zuständig war. Brians Hand fand sich plötzlich in meinem Genick wieder. Sein Daumen strich über meine rechte Wange. Ganz sanft drückte er damit gegen meinen Unterkiefer. Dies war einer dieser Augenblicke, in denen jede Frau den Kopf heben und die Lippen ihres Geliebten empfangen sollte.
„Wieder einer von Eriks Befehlen, ja?“, presste ich hervor. Mir war gerade noch rechtzeitig klargeworden, wieso Brian sich plötzlich so benahm. Es lag auf der Hand, dass Erik von der letzten Nacht im Club erfahren und befohlen hatte, auch diese läppische Panne aus meinem Geist zu streichen. Allmählich ging mir das wirklich auf den Wecker!
„Bitte?“ Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Für wie doof haltet ihr mich eigentlich?“, grummelte ich, die Hände nun nicht mehr sacht an ihn gelehnt, sondern dagegen gestemmt. „Jedes Mal wenn irgendetwas zwischen uns passiert, steht Erik mit erhobenem Finger da. Das geht mir langsam auf den Sack!“
„Dann sind wir uns in diesem Punkt ja einig“, murmelte er. Sein Daumen drückte wieder leicht gegen meinen Unterkiefer. „Und trotzdem wirst du es wieder tun“, warf ich ihm vor und hob den Kopf, um ihm in die Augen sehen zu können. Er erwiderte meinen Blick. Sein Daumen strich jetzt über meine Unterlippe. Wie sehr ich es hasste, dass ich trotzdem von ihm geküsst werden wollte, wo doch völlig klar war, dass Erik wieder seine Finger im Spiel hatte.
„Ich möchte mich nur vergewissern.“ Brian senkte zögernd den Kopf und schloss die Augen.
„Dass ich … dass ich mich diesmal auch wirklich an nichts erinnere?“
Scheiße!

Ich wollte zurückweichen, doch er ließ es nicht zu. Hin und hergerissen zwischen Verlangen und Verzweiflung wusste ich nicht, was ich tun sollte. Ich wollte ihn von mir stoßen, mir fehlte nur einfach die Kraft. Ich wollte ihn küssen, ertrug den Gedanken an ein weiteres Loch in meiner Erinnerung aber kaum.
„Bitte hör auf“, flehte ich und zu meiner Überraschung hielt er inne. Brian sah mich durch seine halbgeschlossenen Lider an.
„Wegen Erik?“
„Ich möchte es nicht vergessen. Ganz gleich was Erik dir befohlen hat!“, presste ich vor Scham ganz rot hervor.
„Er hat mir nichts befohlen“, meinte er sanft lächelnd. Ich verstand diesen Typen einfach nicht!
„Dann tust du es aus eigenem Antrieb … ich weiß wirklich nicht was mich mehr ankotzt“, giftete ich. Wie gern wollte ich jetzt irgendwo sein, weit, weit weg von ihm. Brian seufzte leise.
„Verry …“ Er beugte sich vor und strich mit seinen Lippen über meinen Mund. „Ich möchte dich einfach nur küssen.“ „Warum?“ Die Angst flatterte in meiner Brust wie eine übergroße schwarze Motte. Wieder sah er mich mit diesem verdammten Blick an, den ich ums Verrecken nicht zu deuten wusste.
„Ich möchte mich vergewissern.“
„Aber wovon?“ Statt zu antworten, drückte er seine Lippen auf meinen Mund. Nicht fest oder fordernd. Es war genau wie zuvor, als er einfach nur vor mir stand und mein Körper ganz von allein auf ihn einging. Ich spürte seine Hitze, den warmen Atem, den er durch seine Nase ausstieß, seine Hand in meinem Genick. Er teste mich und ich verstand nicht wieso. Was wollte er damit nur bezwecken? Wovon wollte er sich vergewissern? Dass ich wirklich so blöd war? Leider entsprach dies der Wahrheit. Ich verabschiedete mich von meinem Verstand und hoffte inständig, dass ich mich danach immer noch an den Club und alles was dort geschehen war erinnern konnte. Wieder krallte ich die Finger in sein Hemd, zog ihn so nah wie irgend möglich und erwiderte seinen viel zu laschen Kuss. Es war ganz

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