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Julia Extra Band 377

Julia Extra Band 377

Titel: Julia Extra Band 377 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Kim Lawrence , Melanie Milburne , Jacqueline Baird , Lynne Graham , Aimee Carson
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tatsächlich verloren hatte.
    Dante folgte ihr in die Küche. „Es hat doch keinen Sinn, mich zu ignorieren, Beth. Wir müssen darüber reden.“
    „Später. Ich möchte meinen Kaffee trinken, duschen und mich umziehen“, antwortete sie kühl.
    „Hast du für mich auch einen Kaffee?“
    „Ja.“ Sie schenkte zwei Becher ein und reichte ihm einen, dabei berührten sich ihre Finger für einen flüchtigen Augenblick. Noch immer fühlte sie sich wie erstarrt. Auch der zufällige Körperkontakt mit Dante ließ sie kalt.
    Beth nahm ihren Becher mit auf die Terrasse, setzte sich in einen der Liegestühle und blickte aufs ruhige Meer hinaus, das trügerisch harmlos in der Morgensonne glitzerte. Da Ebbe war, ragte der Felsvorsprung weit aus dem Wasser.
    Dante setzte sich in den Liegestuhl neben Beths. „Ich wollte dir wirklich nicht wehtun, Beth“, sagte er zerknirscht. „Du musst dich schrecklich fühlen. Ich war völlig fertig, als ich den Anruf aus dem Krankenhaus erhielt und erfuhr, was dir passiert ist. Ich hatte mich schon so auf das Baby gefreut. Das musst du mir glauben.“
    Sie glaubte ihm aufs Wort. Das Baby hatte er gewollt, aber nicht sie.
    „Es hat nicht sollen sein“, sagte sie ausdruckslos. „Wahrscheinlich ist es besser so, denn das Kind wäre ja in einer zerrütteten Familie aufgewachsen. Ich weiß gar nicht, was ich mir dabei gedacht habe, mich jemals darauf einzulassen. Ich muss verrückt gewesen sein. Aber jetzt sehe ich wieder ganz klar. Ich habe genug, Dante. Ich liebe diesen Ort und werde von nun an hier leben, genau so, wie ich es ursprünglich geplant hatte.“
    „Gut und schön, aber hast du nicht etwas vergessen?“, fragte Dante prompt. „Du bist meine Frau. Da habe ich wohl ein Wörtchen mitzureden, was deine Zukunft betrifft.“
    „Aber nicht mehr lange. Der Grund für unsere Heirat existiert nicht mehr. Ich stelle keinerlei Ansprüche an dich, wir können also umgehend geschieden werden. Du als Anwalt kannst das sicher arrangieren.“ Beth stand auf. „So, ich nehme jetzt ein Bad.“
    Nachdenklich schaute Dante hinaus aufs Meer. Eins stand für ihn fest: Er dachte gar nicht daran, Beth einfach gehen zu lassen.
    Je länger er sie kannte, desto stärker zweifelte er, ob er sie damals tatsächlich richtig eingeschätzt hatte. Sie war eine wundervolle Frau. Er konnte sich nicht vorstellen, dass jemand anders ins Wasser gesprungen wäre, um das kleine Mädchen zu retten. Beth hatte ihr Leben für die Kleine riskiert.
    Er hatte sie vorhin nicht wegen des verlorenen Babys so angefahren, sondern weil er Angst um Beth gehabt hatte!
    Beth hatte nicht viel von ihrem Bad gehabt, weil der Verband zwischen ihren Schultern ja nicht nass werden sollte. Inzwischen hatte sie sich einen alten Jogginganzug angezogen und saß auf dem Balkon vor ihrem Schlafzimmer.
    „Beth?“
    Sie schlug die Augen auf. Dante kam mit einem Tablett auf sie zu. „Was willst du hier? Dies ist mein Zimmer.“
    „Ich habe dich gesucht.“
    Beth ging nicht darauf ein. „Das Essen kannst du gleich wieder mitnehmen. Ich habe keinen Hunger. Und ich möchte allein sein.“
    Unbeirrt setzte Dante das Tablett auf ihren Knien ab. „Du musst aber was essen.“ Er zog sich einen Stuhl heran. „Ich bleibe so lange hier sitzen, bis du alles aufgegessen hast.“
    Sie warf einen Blick auf die mit Käse, Schinken, Ei, Tomate, Salami und Krabben belegten Brote, die mit zwei Salatblättern dekoriert waren. „Du musst den Kühlschrank geplündert haben.“
    „Stimmt. Ich wollte deinen Appetit anregen. Du bist in den vergangenen vierundzwanzig Stunden durch die Hölle gegangen und musst wieder zu Kräften kommen.“
    Wortlos griff Beth nach einer Scheibe Brot, die mit hart gekochtem Ei belegt war, und biss hinein. „Wie du siehst, esse ich. Du kannst jetzt verschwinden.“ Ausdruckslos begegnete sie seinem nachdenklichen Blick.
    „Ich bleibe hier. Bis du dich vollkommen erholt hast.“
    „Tu, was du nicht lassen kannst. Das machst du ja sowieso immer. Aber das Bett teilst du nicht mit mir. Nur damit das klar ist.“ Als er bereitwillig nickte, lächelte sie verbittert. Warum sollte er auch das Bett mit ihr teilen, wenn er keinen Sex haben konnte? Sie war sicher, dass er das ruhige Leben in Faith Cove sowieso nicht lange ertragen konnte, und rechnete damit, dass er in spätestens zwei Tagen das Weite suchen würde.
    Es wurde Montag, und Dante begleitete sie ins Krankenhaus, brachte sie anschließend wieder nach Hause und kochte für

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