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Julia Extra Band 377

Julia Extra Band 377

Titel: Julia Extra Band 377 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Kim Lawrence , Melanie Milburne , Jacqueline Baird , Lynne Graham , Aimee Carson
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hast Dante geheiratet? Ich fasse es nicht! Du hättest doch mich haben können.“ Vergnügt zwinkerte er ihr zu, zog sie an sich und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
    Beth lachte nur.
    „Ja, sie hat mich geheiratet. Du kannst sie wieder loslassen“, knurrte Dante und legte besitzergreifend den Arm um Beth.
    „Du bist ein Glückspilz, Bruderherz. Ich habe beim Grillfest gleich gemerkt, dass da etwas im Busch ist. Du hast sie ja nicht eine Sekunde lang aus den Augen gelassen. Herzlichen Glückwunsch! Ihr seid ein schönes Paar. Aber wehe, du passt nicht gut auf sie auf, Bruderherz, dann bekommst du es mit mir zu tun! Wo verbringt ihr die Flitterwochen?“
    Dante schnitt ihm ein Gesicht. „Vielleicht in der Karibik oder im Indischen Ozean. Vor Dezember wird das nämlich nichts. Beth kann bestimmen, wohin es geht.“
    „Wirklich?“ Sie strahlte. An Flitterwochen hatte sie noch gar nicht gedacht.
    „Sicher. Aber lass dir ruhig Zeit. So, jetzt müssen wir aber los.“
    Während der Fahrt nach Devon hing Dante seinen Gedanken nach. Eins stand fest: Zwischen Tony und Beth war nie mehr als Freundschaft gewesen. Eigentlich hätte ihm das von Anfang an klar sein müssen. Doch er hatte Beth gezwungen, jeden Kontakt zu seinem Bruder abzubrechen und fortzuziehen. Langsam begann Dante, an seiner Vorgehensweise zu zweifeln. Zumal sich ein ums andere Mal erwies, dass Beth ihm stets die Wahrheit gesagt hatte.
    Unauffällig warf er ihr einen Seitenblick zu. Entspannt und wunderschön saß sie neben ihm. Seine Frau, mit der er in der Hochzeitsnacht den besten Sex seines Lebens gehabt hatte, die sein Kind erwartete, und die er nur anschauen musste, um sie zu begehren. Er sollte die Vergangenheit ruhen lassen und nicht über alte Fehler nachdenken.
    „Du magst Tony wirklich, oder?“, fragte er schließlich.
    „Ja. Er und Mike sind so locker und fröhlich. Sie bringen mich zum Lachen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals selbst so unbekümmert gewesen zu sein.“
    Ihre Wehmut versetzte Dante einen Stich. Schnell versuchte er, sie wieder aufzumuntern. „Kein Wunder, dass sie so unbekümmert waren. Sie konnten ja immer zu dir kommen, wenn sie was brauchten.“
    Beth lachte. „Stimmt. Manchmal kam ich mir wie eine Mutter vor.“
    „Dein weiches Herz wird dir noch viel Kummer einhandeln, Beth.“
    Leider sollten sich seine Worte nur zu bald bewahrheiten.

10. KAPITEL
    Auch am letzten Septembertag wurde ganz England von einem herrlichen Spätsommer verwöhnt. Die Wassertemperatur war noch sehr angenehm, wie Beth feststellen konnte. Gerade watete sie wieder an Land. Ein Lächeln erhellte ihr Gesicht. Mit Dante verheiratet zu sein, war wunderbar. So glücklich wie jetzt war Beth in ihrem ganzen bisherigen Leben noch nicht gewesen.
    „Ist das Leben nicht schön?“, fragte sie ihre Freundin Janet, die ihrer Tochter Annie gerade beibrachte, wie man eine Sandburg baute. „Das Wasser ist herrlich.“ Sie zog ihr Handtuch aus der Strandtasche und bemerkte, dass das Handy blinkte. „Eine SMS von Dante. Er kommt morgen Abend.“ Sie legte das Handy zurück. „Ich antworte später. Jetzt hole ich erst mal mein Surfbrett.“
    „Das lässt du schön bleiben!“ Janet sah auf. „Schwimmen ist in Ordnung, aber mit dem Surfen wartest du besser, bis das Baby auf der Welt ist. Außerdem ziehen Regenwolken heran.“ Janet stand auf und blickte aufs Meer hinaus. „Um Himmels willen!“, rief sie entsetzt.
    Besorgt wandte Beth sich um. Am anderen Strandende wurde ein Kind mit einem rosa Schwimmring um den Bauch von der schnell einlaufenden Flut mit hinausgezogen.
    Ohne zu überlegen rannte Beth los. Ein Mann war schon ins Wasser gelaufen, jedoch ängstlich stehen geblieben. „Ich kann nicht schwimmen“, schrie er verzweifelt, als Beth bereits in die Wellen tauchte.
    Was folgte, war der reinste Albtraum. Beth erwischte das Kind, doch als sie versuchte, zurück an Land zu schwimmen, wurden sie beide weiter aufs Meer gezogen.
    Verzweifelt versuchte Beth, sich und das Kind über Wasser zu halten. Doch immer wieder tauchten sie unter. Beth war am Ende ihrer Kräfte. Aber wenn sie jetzt aufgab, würde sie Dante nie wiedersehen …
    Plötzlich bekam sie wieder Luft, hielt das kleine Mädchen schützend an sich gepresst und wurde gegen einen Felsen geschleudert. Der stechende Schmerz im Rücken war nichts verglichen mit dem in ihrem Herzen, als ihr in diesem kritischen Moment plötzlich bewusst wurde, dass sie Dante liebte.
    Mit letzter Kraft zog

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