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Lizenz zum Kuessen

Lizenz zum Kuessen

Titel: Lizenz zum Kuessen Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Bethany Maines
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Nikki in das Tuk-Tuk sprang. »Und mach keine Dummheiten.«
    Der Fahrer ließ den Motor aufheulen und preschte mit einem solchen Tempo los, dass Nikki in ihren Sitz geschleudert wurde. Sie klammerte sich am Fahrgestell fest und konnte nur hoffen, dass Z’ev den enthusiastischen Tuk-Tuk-Fahrer nicht bemerkte. Sie schaute sich nach Val um, aber die hatte sich bereits umgedreht.
    Nikki nagte an ihrer Unterlippe und versuchte, sich auf die tollkühnen Fahrkünste ihres Fahrers zu konzentrieren. Hoffentlich war Val nicht sauer auf sie.
    Das Taxi hielt in Sichtweite eines unspektakulären kastenförmigen Gebäudes, das ungefähr so groß war wie eine Schulturnhalle. Nikki hielt nach Z’ev Ausschau.
    »Muay Thai!«, rief ihr Fahrer und zeigte auf das Gebäude, vor dem sich scharenweise Händler und Touristen tummelten. »Thailändisches Kickboxen!« Er hieb mit der Faust in die Luft, und Nikki nickte.
    Z’ev ging also doch zum Kickboxen. Warum hatte er sie da nicht einfach mitgenommen? Nikki erwog kurz, Val anzurufen, aber da sah sie Z’ev aussteigen. Groß und muskulös wie er war, verschwand er wenigstens nicht so leicht in der Menge.
    »Karten?«, fragte Nikki und zeigte auf das Gebäude.
    Die Miene des Tuk-Tuk-Fahrers hellte sich auf. Nachdem er den Motor abgestellt und den Schlüssel sorgfältig eingesteckt
hatte, sprang er aus dem Wagen und bedeutete Nikki, ihm zu folgen. Er zeigte auf einen Schalter, wo Z’ev bereits anstand, um Karten zu kaufen. Wie fast überall in Bangkok herrschte auch hier dichtes Gedränge, und eine pulsierende Energie war zu spüren. Z’ev unterhielt sich mit einem hübschen Mädchen in traditioneller Thai-Tracht. Nikki drückte ihrem Fahrer ein Trinkgeld in die Hand und winkte ihm zum Abschied zwinkernd zu.
    Dann zögerte sie und musste an Vals Worte denken. Am liebsten hätte sie Vals Ermahnung, keine Dummheiten zu machen, in den Wind geschlagen, aber schließlich siegte doch Vorsicht über Stolz, und sie schickte Val eine kurze SMS und teilte ihr mit, wo sie sich gerade befand. Natürlich war sie sich absolut sicher, dass Z’ev nur ein harmloser Anwalt war, aber sicher war sicher. Irgendwas konnte ja immer passieren.
    »Eine Karte?«, fragte das hübsche Thai-Mädchen. In der Hand hielt sie eine Rolle mit Ticket-Aufklebern.
    »Zwei«, sagte Nikki und hängte sich bei Z’ev ein. »Er gehört zu mir.« Sie reichte dem Mädchen ein Bündel Baht. Das Mädchen zählte das Wechselgeld ab und klatschte jedem von ihnen einen Aufkleber auf die Hand.
    »Da lang«, sagte sie und zeigte ihnen den Weg zu den Rängen.
    »Du solltest nicht hier sein.« Z’evs Stimme klang gefährlich ruhig.
    »Bin ich aber«, entgegnete Nikki. »Du hast mir versprochen, dass wir zum Kickboxen gehen, also will ich auch zum Kickboxen gehen. Mich lässt niemand mitten in einem Date sitzen.«
    Ein weiteres Thai-Mädchen hielt ihnen eine Tür auf und bedeutete ihnen, ihr zu folgen. Nikki hielt sich dicht hinter
ihr und wusste, dass Z’ev gar nichts anderes übrigblieb, als ihnen zu folgen. Sie liefen an Sitzreihen mit Klappstühlen vorbei, bis sie in der ersten Reihe ankamen - keine zwei Meter vom Ring entfernt. Irgendwo spielte eine Band. Leises Trommeln und Flöten erfüllte die Halle.
    »Ich bin hier mit jemandem verabredet, Nikki. Du kannst nicht dabei sein. Du musst sofort wieder gehen.« Er sah sie mit einem Ausdruck an, der aus der Ferne als Lächeln hätte durchgehen können, aber für Nikki sah es eher wie eine Zähne bleckende Grimasse aus. Z’ev war richtig wütend. Damit hatte sie nicht gerechnet. Hatte Val vielleicht doch Recht?
    »Z’ev«, sagte sie beschwichtigend und legte ihm ihre Hand auf den Arm. »Wenn du verabredet bist …« Sie suchte nach einem plausiblen Grund, um hierzubleiben. »Sähe es da nicht besser aus, wenn du in Begleitung wärst? Fast niemand ist allein hier.«
    Sie beobachtete ihn aufmerksam, als er sich in der Halle umschaute, seinen Blick über die Menge der Paare, Freunde und Reisegruppen schweifen ließ. Er zögerte, und sie frohlockte. Ein Touristenpärchen nahm ein paar Plätze von ihnen entfernt Platz. Die Frau beschwerte sich, dass sie sich etwas so Langweiliges und Brutales anschauen musste.
    »Du hättest ja nicht mitzukommen brauchen«, schnauzte der Mann sie an.
    »Hätte ich dich etwa alleine gehen lassen sollen?«, schnauzte sie zurück. »Mit den ganzen Nutten hier? Das könnte dir so passen!«
    »Okay, pass auf - du kümmerst dich um deine Verabredung, und ich

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