Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Orks vs. Zwerge

Orks vs. Zwerge

Titel: Orks vs. Zwerge Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: T.S. Orgel
Vom Netzwerk:
nachgesehen.«
    Scheißt ein Gnarra in die Wüste? Natürlich haben wir nachgesehen, du Arsch. Ragroth zuckte mit den Schultern. »Wer würde nicht in zwei gepanzerten Wagen nachsehen, ob irgendetwas Interessantes drin ist?«
    »Du wolltest das Gold für dich allein«, stellte der Ohrensammler fest.
    Du meine Güte, heute bist du aber schnell von Begriff. Ragroth hob abermals die Schultern. »Gold. Was auch immer. Wir hätten auch Bier genommen. Du weißt ja, was sie über Zwerge sagen.«
    Gorotak sah ihn verwirrt an. »Was?«
    »Vergiss es. Jedenfalls sind die Wagen leer. Also wird’s wohl nichts mit deiner Beute.« Der Broca musterte die Zwergenleiche. Vor seinem geistigen Auge sah er die Karte auf dem Tisch des Shirach. Wo war der Tempel? Vielleicht gibt es einen Grund, warum die Wagen nicht Richtung Brücke gefahren sind. Vielleicht … Er musste sich zusammenreißen, um nicht plötzlich zu grinsen. Als er aufsah, entdeckte er, dass ihn der Raut lauernd ansah. »Was?«
    Der Ohrensammler hob die Schultern. »Ich frage mich gerade, warum die Wühler ihre Wagen dort entlangschicken. Noch dazu leer. Die Brücken liegen doch im Süden.« Er machte eine knappe Kopfbewegung die schmale Seitenstraße hinauf.
    Verdammt. »Und?«
    »Was liegt in dieser Richtung?«
    Ich habe eine Ahnung. Ich hoffe nur, du nicht auch. »Keine Ahnung. Das Stadtzentrum, denke ich.« Ragroth spuckte aus. »Sie werden wissen, dass die Oststadt jetzt den Stämmen gehört. Vielleicht dachten sie, sie kommen auf dem Weg einfacher in Sicherheit. Woher soll ich wissen, was in den Köpfen der Erdmaden vor sich geht?«
    Gorotak bleckte sein Gebiss zu einem humorlosen Grinsen. »Komm, Ragroth, du warst schon immer ein schlechter Lügner. Du hast ein zu ehrliches Gesicht.«
    Das kann man nicht von allen hier sagen. Ragroth seufzte. »Der Tempel. Sie wollten zum Tempel.«
    »Verdammt richtig, zum Tempel. Sie wollten ihr Gold retten. Deswegen die leeren Wagen. Zwei Wagen. Überleg dir das: so viel Gold, dass sie zwei Wagen geschickt haben, um es zu holen!« Gorotaks Grinsen wurde breiter. »Weißt du, was das Beste daran ist?«
    »Sie sind nicht dort angekommen.«
    »Genau. Das heißt, das ganze schöne Gold ist noch im Tempel. Die Ahnen mögen wissen, was sonst noch alles. Waffen, Rüstungen, was immer die Wühler für wirklich wertvoll halten, das opfern sie in ihren Scheißtempeln.«
    »Du willst dorthin.« Es war keine Frage.
    »Natürlich. Ich könnte nicht vor die Ahnen treten, wenn ich mir diese Gelegenheit entgehen lassen würde! Vor allem, wenn ich zulassen würde, dass irgendwelche Schwarzhäute zuerst ihre dreckigen Finger danach ausstrecken. Was glaubst du, was dann noch für uns übrig bleiben würde?«
    Da ist was dran. »Nicht viel, vermute ich.«
    »Einen Scheiß hätte ich dann noch davon!« Gorotak spuckte aus und drehte sich um.
    »Was ist mit deinem Auftrag?«, fragte Ragroth.
    Gorotak schnaubte. »Du hast selbst gesagt, dass die Ayubo beinahe schon hier sind. Dann können die sich um die letzten paar Wühler gefälligst selbst kümmern. Ich werd ihnen nicht den Arsch abwischen, wenn es einen Tempel zu plündern gibt.«
    »Drangog legt dich um, wenn du dich absetzt. Das ist dir schon klar?«
    Der Raut warf ihm einen Blick zu. »Scheiß drauf. Es ist schon fast dunkel. Bald werden die Trommeln schlagen, und der Kriegsherr wird den letzten Angriff beginnen. Kein Arsch wird dann noch wissen, wo irgendjemand ist. Wie soll er’s denn erfahren?«
    Ich habe nicht die geringste Ahnung. Möglich, dass es ihm jemand erzählt, oder? Möglich, dass er schon jemanden geschickt hat, um deinen fetten Arsch zu den Ahnen zu befördern. »Hm.« Ragroth rieb sich die gesprungene Unterlippe. »Wir kommen mit.«
    Der Raut fuhr herum und bleckte die Zähne.
    »Du kannst uns schlecht zurücklassen, jetzt, wo wir davon wissen, meinst du nicht?«
    Ein leises Knurren stieg hinter Gorotaks gebleckten Zähnen auf. »Ich könnte dich und dein Pack einfach umlegen lassen, und niemand würde davon erfahren.«
    Ragroth hielt seinem Blick stand. »Könntest du versuchen. Vielleicht würdet ihr das sogar schaffen. Möglicherweise könntest du mich diesmal sogar in einem Zweikampf besiegen. Vielleicht geht morgen früh die Sonne auf, und wir stellen fest, dass sich über Nacht alle Wühler in Schweine verwandelt haben. Ich trau’s ihnen zu.«
    Gorotak trat mit einem schnellen Schritt an ihn heran. »Forderst du Arschloch mich heraus?«
    Der Broca rührte sich nicht,

Weitere Kostenlose Bücher