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Silberband 063 - Das Tabora

Titel: Silberband 063 - Das Tabora Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Perry Rhodan
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Zwiebus zusammen mit einem großgewachsenen Mann mit schwarzem Haar und intelligenten, blauen Augen, der neben dem Pseudo-Neandertaler jedoch fast zwergenhaft wirkte. Matakin erfuhr erst später, daß es sich um den Cyno Arman Signo handelte.
    Im Augenblick dachte er nur daran, daß, wo Lord Zwiebus sich befand, auch Perry Rhodan nie weit entfernt war. Seine Ahnung bestätigte sich gleich darauf. Perry Rhodan materialisierte auf der Transmitterplattform.
    Rhodan ging geradewegs auf den Kommandanten der KAPELLA zu, begrüßte ihn und sagte dann: »Wenn Ihre Leute soweit sind, Oberstleutnant, dann können wir starten. Folgen Sie vorerst den fünfzig Kreuzern und Korvetten aus der Strukturschleuse. Sie werden uns Geleitschutz geben. Führen Sie uns in die Kommandozentrale, damit ich Ihnen die Zielkoordinaten geben kann. Ich werde Sie auch nicht über den Zweck dieser Reise in den Schwarm im unklaren lassen.«
    Während die KAPELLA durch die Strukturschleuse im Paratronschirm mit höchsten Beschleunigungswerten in den Schwarm hinausflog, wurde sie von den fünfzig Korvetten und kleineren Kreuzern flankiert und gegen die Schwarmschiffe abgeschirmt, die von allen Seiten heranschossen. Als die KAPELLA die erforderliche Geschwindigkeit erreicht hatte, ging sie in den Linearflug über. Die Begleitschiffe kehrten um.
    Oberstleutnant Harun Matakin hatte keine Fragen gestellt. Er erhielt von Rhodan die Flugkoordinaten und nach und nach auch Einzelheiten über Sinn und Zweck dieses Einsatzes.
    Der Planet, den sie anflogen, war der vierte von insgesamt sieben einer weißgelben Sonne. Das System lag exakt 6.473,11 Lichtjahre um drei Grad nach Steuerbord des Schwarms abweichend in Richtung Schwarmschwanz. Für diese Strecke benötigte die KAPELLA insgesamt nur drei Linearetappen, dann hatte sie das Ziel erreicht.
    Oberstleutnant Matakin kam mit seinem Schiff nahe der gelbweißen Sonne vom Typ A3 heraus und ging sofort in ihren Ortungsschutz. Aus diesem verhältnismäßig sicheren Standort heraus wurden die ersten Ortungen des vierten Planeten vorgenommen, der innerhalb des Schwarms die Bezeichnung Tronko Y Artefo – Hüter der Reinheit – trug.
    Noch bevor die sechs ausgeschickten Robotsonden die ersten verwertbaren Ergebnisse funkten, kamen von der Ortungszentrale und aus dem Observatorium übereinstimmende Daten über den vierten Planeten.
    Demidestapha-Geve hatte mit dem 5-D-Teleskop folgendes herausgefunden: Tronko Y Artefo besaß einen Äquatordurchmesser von 13.545 Kilometern, war also etwas größer als die Erde. Was die Gravitation, die Dichte und die Atmosphäre betraf, so konnte man den Planeten durchaus als erdähnlich bezeichnen. Mit 1,07 Gravos war die Schwerkraft durchaus erträglich, die Atmosphäre war atembar, die Oberflächentemperatur, mit plus 26 Grad Celsius errechnet, war wie für Menschen geschaffen.
    Über das golden leuchtende Ringsystem sagte Demidestapha-Geve: »Es besteht aus vier ineinandergefügten Teilen, die jedoch nahtlos ineinanderfließen. Der äußerste, der A-Ring, erstrahlt fast weiß, während die Ringe nach innen, zum Planeten zu, sich gelblich verfärben und der D-Ring goldgelb leuchtet. Das Ringsystem verläuft genau über dem Planetenäquator, endet zweitausend Kilometer über der Oberfläche und besitzt eine Stärke von annähernd hundert Kilometern.«
    Die Ortungszentrale fügte dem noch hinzu, daß das Ringsystem aus einem schwach radioaktiven Staub bestehe, dessen Radioaktivität zum Planeten hin stark zunehme, jedoch nie die für Menschen kritische Grenze überschreite. Die Hyperortung fand auch heraus, daß den Planeten drei Monde umkreisten.
    Perry Rhodan rief im Observatorium an und fragte Demidestapha-Geve: »Könnte das Ringsystem durch einen Himmelskörper entstanden sein, der die Rochesche Grenze überschritt und durch die Schwerkrafteinwirkung des Planeten zerfiel?«
    »Theoretisch schon, denn der Ring liegt innerhalb der Rocheschen Grenze. Doch müßte es sich um einen sehr kleinen Asteroiden gehandelt haben. Gemessen an der Masse des Ringes hätte der Asteroid bei einer Dichte von fünf Gramm pro Kubikzentimeter höchstens einen Durchmesser von fünfhundert Metern gehabt.«
    Rhodan bedankte sich und unterbrach die Verbindung.
    »Du glaubst, daß der Ring nicht natürlichen Ursprungs ist?« erkundigte sich Gucky.
    »Ich vermute es – aber hoffentlich irre ich mich«, meinte Rhodan. »Wenn das Ringsystem nämlich künstlich erschaffen wurde, dann sicherlich nicht nur

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