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Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Titel: Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Edward M. Larry;Lerner Niven
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Kriegsschiffen der Gw’oth, die von einer eisbedeckten Welt aus starteten.
    –   Die letzte Sequenz: das zuckende, sich windende, verschlungene Gewimmel eines Gw’otesht. Dass diese Aufzeichnung von einer Mission stammte, die Nessus schon vor langer Zeit unternommen hatte, machte das Einflechten dieser Bilder für Achilles nur um so befriedigender. Was die Gw’o da trieben, wirkte auf einen Bürger wie eine Orgie, und Achilles würde nichts sagen, was dieser Interpretation entgegenliefe. Sollten Baedekers Experten das doch erklären!
    » Das sind die Räuber und Jäger, die uns schon fast erreicht haben!«
    Dann würde das Bildmaterial wieder ausgeblendet. Achilles beugte sich der Kamera entgegen, seinem virtuellen Publikum und seinem glorreichen Schicksal. »Der Hinterste hat euch im Stich gelassen. Ich werde das nicht tun.
    Innerhalb von fünf Tagen«, auch wenn die Gw’oth vermutlich deutlich früher auftauchen würden, »werde ich die Bedrohung von Herde und Heimatwelt beseitigen!«
    Und dann werdet ihr mich zum Hintersten ausrufen.
    »Wohin fahren sie denn?«, tobte Achilles. Die Kadenzen hallten von den Wänden seiner Kabine wider. Clotho stand vor ihm, die Köpfe tief gesenkt. »Ich weiß es nicht, Exzellenz.« Wozu bist du dann überhaupt nütze?, hätte Achilles beinahe geheult. Doch er behielt seinen Zorn für sich. Er brauchte treue Anhänger jetzt mehr denn je.
    (Vor seinem geistigen Auge sah er Klassenkameraden und Eltern ... die ihn nur anschauten. Immer hatten andere ihn im Stich gelassen. Er musste herrschen. Er musste dafür sorgen, dass sein Wille geschähe. Und herrschen würde er auch!)
    Einen Tag nachdem seine Botschaft an die Herde auf Sendung gegangen war, hätten die Gw’oth auftauchen müssen. Doch der Tag war ereignislos verstrichen, dann ein weiterer. Und jetzt der dritte Tag in Folge! »Die Fremdweltler weichen uns aus«, trompetete er.
    »Ja, Exzellenz.« Ängstlich. »Wie ist das möglich, Exzellenz?«
    »Finden Sie das heraus!«
    »Jawohl, Exzellenz. Unverzüglich!« Clotho schlich zur Luke hinüber. Er stank nach Angstpheromonen. Vor der Luke blieb er wie angewurzelt stehen, einen Kopf auf Achilles gerichtet, den anderen auf die nach wie vor geschlossene Luke.
    »Sofort!«
    Clotho stürmte aus der Kabine und wurde kaum langsamer, während er hinter sich die Luke wieder schloss.
    Achilles rief die letzten Taktikdaten auf und studierte sie eingehend. Dort das schimmernde Icon der Weltenflotte. Die nicht ganz gerade gestrichelte Linie sämtlicher Austritte der Gw’oth in den Normalraum. Die malvenfarbig markierte Region, die in Reichweite der abgesetzten Bojen für den Aufbau des Suppressorfelds lag. Die gelbe Region, in der die Gw’oth als Nächstes in den Normalraum zurückkehren müssten – und dieser Raumabschnitt wurde von Sekunde zu Sekunde größer, je länger die Fremdweltler im Hyperraum blieben.
    Im Hyperraum fuhren Schiffe mit konstanter Geschwindigkeit: eine Quantenbegrenzung. Achilles wusste mit mathematischer Präzision, dass die verwünschten Fremdweltler, wenn sie nicht bald wieder in den Normalraum zurückkehrten, den Hyperraum außerhalb der Reichweite selbst seiner fernsten Suppressorbojen verlassen würden. Unerreichbar für ihn.
    Vor Frustration jaulte er auf wie eine getretene Katze.
    Kurz nachdem die Gw’oth die Bojen für das Suppressorfeld passiert hätten, würden sie auch an der Remembrance vorbei sein. Wenn er das zuließe, stünde mit der gleichen mathematischen Präzision fest, dass er sie niemals mehr einholen würde. Nicht, wenn die Gw’oth sich nicht dafür entschieden, länger im Normalraum zu verbleiben, als sie das bisher getan hatten.
    Doch wenn die Remembrance jetzt in den Hyperraum spränge, um vor den Gw’oth zu bleiben, dann riskierte Achilles, dass die Fremdweltler von ihm unbemerkt wieder in den Normalraum zurückkehrten.
    Mathematische Präzision konnte ihm jetzt nicht mehr helfen. Hier brauchte er Intuition. Achilles griff nach einer Komm-Einheit auf seinem Schreibtisch. »Clotho, legen Sie Kurs nach Kl’mo an! Fahren Sie vorerst nur unter Thrustern! Machen Sie sich bereit, auf mein Zeichen hin sofort in den Hyperraum zu springen!«
    Tagelang hatte Baedeker im Kommandobunker des Geheimen Direktorats gearbeitet, gelebt und geschlafen. Jedes Mal, wenn er sich bei seinen Ministern danach erkundigt hatte, war die Panik in der Bevölkerung weiter angewachsen. Die Ungewissheit wurde mehr und mehr sogar körperlich spürbar.
    Während

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