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Zauber des Orients

Zauber des Orients

Titel: Zauber des Orients Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Penny Jordan , Sandra Marton , Susan Stephans , Abby Green
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zurück, obwohl er am liebsten mit ihr geschlafen hätte. Doch wie bei der Auktion hatte er für sein Verhalten seine Gründe, die nur ihn etwas angingen.
    Nachdem der Zimmerservice ihr Frühstück auf den Tisch gestellt hatte, kehrte Casey ins Bett zurück und zog sich das Kissen über den Kopf. Sie hatte eine schreckliche Nacht hinter sich. Nach einer Weile schleuderte sie das Kissen auf den Boden und setzte sich im Schneidersitz aufs Bett. Verträumt berührte sie ihre Lippen, glaubte Raffas Kuss noch immer zu spüren.
    Sein Kuss …
    Verklärt schloss sie die Augen und durchlebte die Augenblicke erneut. Sie kannte sich selbst nicht mehr. Es machte ihr Angst, wie stark sie für Raffa empfand. Obwohl sie sich vor körperlicher Intimität scheute, begehrte sie ihn, wünschte sich mehr …
    Casey sprang aus dem Bett und legte schützend die Arme um sich. Sie musste sich ihre Träume aus dem Kopf schlagen! Raffa war nicht der Richtige für sie. Er lebte in einer Welt, in der Geld die Antwort auf alles war. Dennoch …
    Sie verbot sich, den Gedanken zu Ende zu denken.
    Wenn sie den Tag überstehen wollte, musste sie etwas zu sich nehmen. Unschlüssig betrachtete sie das leckere Essen, die Säfte auf dem Tisch. Ein vernünftiges Frühstück würde ihr guttun.
    Sie war so in ihre Gedanken vertieft, dass sie die traumhafte Aussicht auf den Jachthafen und das türkis schimmernde Meer nicht wahrnahm. Nachdem sie sich eine Tasse Pfefferminztee eingeschenkt hatte, faltete sie die Morgenausgabe der A’Qaban Times auseinander – und kam nur bis zur Titelschlagzeile.
    Schlussgebot: Landesherr verdoppelt Auktionserlös aus Pri
    vatschatulle
    Aufstöhnend legte Casey die Zeitung nieder, schob den Teller beiseite und stand auf.
Sie hatte keinen Appetit mehr.
    Raffa sei auf dem Poloplatz, erfuhr Casey, als sie sein Büro anrief.
    Zwar besaß sie keine Poloausstattung, aber nach ihrem Einkaufsbummel besaß sie nun genug Garderobe. Sie entschied sich für den bescheidenen Rock und die Jacke, die sie sich für die Arbeit gekauft hatte, dazu flache Laufschuhe, verzichtete auf Make-up und band sich das Haar zurück. Vor ihr lag kein Ausflug, sondern ein Bußgang –, vielleicht sogar die letzte Begegnung mit Raffa überhaupt. Sträflich voreilig hatte sie Schlüsse gezogen, die er ihr möglicherweise nicht verzieh. Statt Gebote abzugeben, hatte er den Auktionserlös einfach verdoppelt …
    Während der Fahrt zur Poloanlage legte Casey sich zurecht, was sie vorbringen wollte. Wenn sie sich entschuldigt hatte, würden sie einander nichts mehr zu sagen haben. Was Raffa tat, ging sie nichts an. Dennoch hatte sie gehofft, ihn zu begleiten –, an einen Ort, wo Juwelen und Designerkleidung unwichtig waren.
    Jetzt musste sie erkennen, dass ihr Traum ausgeträumt war.

11. KAPITEL
    Casey war sich nicht sicher, was sie tun würde, wenn sie am Polofeld ankam. Da die Leibwächter den Hotelchauffeur gleich erkannten, beschloss sie, sich einfach so weit fahren zu lassen, wie Raffas Sicherheitsleute es zuließen.
    Sie bedankte sich beim Fahrer, stieg aus und schlenderte zum Zaun, der das Spielfeld umgab. Dort blieb sie stehen und beugte sich neugierig über das Geländer.
    Das Spiel war in vollem Gang, und sie entdeckte Raffa sofort. In heller Reithose, dunklem Hemd und Gesichtsschutz wirkte er kämpferisch, fast bedrohlich. Irgendwo hatte Casey gelesen, ein Poloball könnte Geschwindigkeiten bis zu hundertfünfzig Stundenkilometer erreichen –, daher wohl auch die Gesichtsmaske und die dicken ledernen Knieschoner.
    Raffa ritt eine schwitzende, feurig schnaubende Stute, die er mühelos beherrschte. Fasziniert beobachtete Casey ihn. Raffa im gestreckten Galopp, den Poloschläger schwenkend – der bloße Anblick genügte, um sich in ihn zu verlieben. Beeindruckt vom Reaktionstempo und der Kraft, die das Spiel erforderte, trat Casey näher. Sie nahm sich vor, mit Raffa zu sprechen, wenn er nach Ende des Spielzeitabschnitts, der Chucka, absaß.
    Schließlich legte er den Helm ab und fuhr sich durch das dichte dunkle Haar. Casey wurde verlegen, als er in ihre Richtung blickte. Nachdem sie die langbeinigen Blondinen begutachtet hatte, die ihn umschwärmten, hielt sie es für besser, mit ihrer Entschuldigung zu warten.
    „Verzeihen Sie, Ms Michaels?“
    Ertappt zuckte sie zusammen. Hinter ihr stand ein Leibwächter. „Tut mir leid, ich bin hier nicht Mitglied, aber ich arbeite für Seine Majestät“, beeilte sie sich dem Mann zu erklären.
    Höflich

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