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Alex Benedict 03: Die Suche

Alex Benedict 03: Die Suche

Titel: Alex Benedict 03: Die Suche Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jack McDevitt
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kannst nicht einfach kommentarlos hinnehmen, dass er solche Beschuldigungen gegen dich vorbringt. Das sieht aus wie ein Schuldeingeständnis.«
    Er nickte. »Meld mich an. Und übrigens, deine Freundin Shara soll morgen wieder da sein. Ich habe schon einen Termin für dich vereinbart.«
    »In Ordnung.«
    »Zeig ihr das KI-Logbuch. Es würde mich wundern, wenn sie uns nicht verraten kann, wo die Seeker ist.«
     
    Ich erhielt einen Anruf von Windy. »Ich wollte nicht vom Büro aus mit dir reden, weil ich fürchte, wir könnten belauscht werden«, sagte sie.
    »Was ist los?«, fragte ich.
    »Ich glaube, ich weiß, wer die Information weitergegeben hat. Einer meiner Leute hat gestern Abend eine direkte Untergebene des Direktors in der Stadt gesehen. Sie war zusammen mit einem von Ollie Boltons Mitarbeitern in einer Bar.«
    »Bolton?«
    »Das ist natürlich kein Beweis, aber …« Sie zuckte mit den Schultern.
    »Hast du geheime Informationen, nach denen Bolton daran interessiert wäre?«, fragte ich.
    »Sicher«, sagte sie. »Wir bekommen immer Informationen über alle möglichen Vorhaben und Spekulationen, von denen ich sicher bin, dass du und Alex sie nur zu gern sehen würdet.«
    »Das beweist aber überhaupt nichts«, sagte ich.
    Ihre Stimme wurde härter. »Nein, das tut es nicht. Aber wir werden sie morgen herzitieren und mit ihr sprechen.«
    Ich zögerte. »Nein. Warum lasst ihr sie nicht einfach weiterarbeiten? Ihr müsst nur aufpassen, was sie zu sehen bekommt.«
    Windy konnte sich mit illoyalen Mitarbeitern nur schwer abfinden. »Das gefällt mir überhaupt nicht, Chase. Wenn diese Frau mit ihm zusammenarbeitet und ihm Informationen zukommen lässt, sollte sie gefeuert werden.«
    Ich beschloss, dass es mir besser bekäme, sie nicht auf dem falschen Fuß zu erwischen. »Du weißt es nicht genau. Also kannst du sowieso kaum etwas tun. Lass es erst einmal gut sein.«

 
Sechzehn
     
     
    Ein Strom des Werdens, in dem eins das andre jagt, ist die Zeit. Denn ein jegliches Ding – verschlungen ist’s, kaum da es aufgetaucht. Aber kaum ist das eine dahin, trägt die Woge schon wieder ein anderes her. Doch auch dieses wird weggeschwemmt.
    Marcus Aurelius
    Selbstbetrachtungen
     
    Am nächsten Morgen ging ich in Sharas Büro, um ihr zu erklären, was wir wollten. In den Missionsberichten waren die Sterne erfasst, die die Wescotts auf ihren verschiedenen Flügen besucht hatten. Dank der KI-Daten der Falcon wussten wir nun auch, in welcher Reihenfolge diese Besuche während der einzelnen Flüge erfolgt waren. »Alex denkt, du könntest vielleicht erkennen, ob der Ablauf mit der ursprünglichen Planung übereinstimmt.«
    »Aber die Planungsdaten sind alle gelöscht worden«, sagte Shara. »Darüber haben wir doch schon gesprochen.«
    »Ich weiß«, sagte ich. »Aber hör zu: Bevor der Quantenantrieb entwickelt wurde, haben die Vermessungsschiffe für ihre Missionen immer die kürzeste Route gewählt.«
    Ich sah, wie ein perplexer Gesichtsausdruck einem Lächeln wich. »Oh«, machte sie.
    »Und wir wissen, dass Wescott besonders an Sternen der Klasse G am Ende ihrer Wasserstoffbrennphase interessiert war.«
    »Aha.«
    »Wir sind ziemlich sicher, dass sie in einem der Systeme etwas gefunden und den zugehörigen Stern aus ihrem Bericht gelöscht haben. Sie sind irgendwo anders hingeflogen und haben einen anderen Stern an die Stelle des Sterns gesetzt, der im ursprünglichen Missionsplan aufgeführt war. Wenn wir herausfinden können, welcher Stern gelöscht wurde …«
    »… dann wisst ihr, wo die Seeker ist.«
    »Können wir es herausfinden?«
    »Ohne die Pläne in Händen zu halten?«
    »Ja.«
    »Sicher.« Ihr Blick ging ins Leere. Ein Schwarm Passvögel segelte, getragen vom Wind, vorüber. Sharas KI meldete sich, um sie auf einen eingehenden Ruf hinzuweisen.
    »Nicht jetzt«, sagte sie zu der KI. Dann: »Zeig mal, was du da hast, Chase.«
    Ich reichte ihr die Diskette. Sie legte sie in das Lesegerät und dunkelte das Zimmer ab. »Können wir davon ausgehen, dass es im Verlauf ihrer letzten Mission passiert ist?«
    »Das wäre jedenfalls ein guter Anfang.«
    Sie wies die KI an, eine Projektion des Suchgebiets von der Mission 1391-1392 aufzubauen.
    Das Büro verschwand, und wir trieben zwischen den Sternen dahin. »Ich habe alles außerhalb des Suchgebiets gelöscht«, sagte die KI. »Innerhalb des Bereichs befinden sich eintausenddreihundertundelf Sterne.« Die meisten waren gelbe Sterne der Klasse G. Auf der anderen

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