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Bis dass ein Mord uns scheidet

Bis dass ein Mord uns scheidet

Titel: Bis dass ein Mord uns scheidet Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jennifer Apodaca
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Bürgersteige, was sowohl gut als auch schlecht war.
    Weniger Nachbarn könnten mich um das Haus herumschleichen sehen, und weniger Nachbarn könnten jemanden bemerken, der mir mit einem Springseil auflauerte.
    Ich schüttelte mich und stieg aus dem Auto aus, das ich am Ende der Straße geparkt hatte. Ich hatte meine alte Fußballweste angezogen, voll gepackt mit einer Taschenlampe, einem Elektroschocker, Handy und Pfefferspray, und ging nun die Straße hoch.
    Eddies Haus lag an der Ecke einer kleinen Sackgasse, die auf die Durchgangsstraße führte, an der ich geparkt hatte. Ich ging an einer weiß blühenden Hecke vorbei, die Eddies Haus seitlich und nach hinten zum Garten hin abschirmte. Diese Häuser hatten große Gärten, manche waren bis zu viertausend Quadratmeter groß. Als ich um die Ecke bog, sah ich das weiße Haus mit den blauen Kanten. Die Hecke hörte am Hausrand auf, sodass man den Vorgarten, die Auffahrt und die Veranda sehen konnte. Über der Haustür leuchtete eine helle Verandalampe.
    Du musst selbstbewusst aussehen, sagte ich mir. Wenn ich so aussah, als wüsste ich, was ich tat, würde kein Nachbar, der gerade zufällig aus dem Fenster sah, sich fragen, warum ich in das Haus von Eddie und Jan ging. Ich hielt den Kopf hoch, ging über die leere doppelte Auffahrt und den Weg bis zur Veranda entlang.
    Mein pochendes Herz übertönte alle anderen Geräusche. Auf der Veranda blieb ich kurz stehen und sah rasch über die Schulter.
    Ich entdeckte niemanden, aber es wäre nicht vernünftig gewesen, lange unter der Verandalampe stehen zu bleiben und mich den Nachbarn zu präsentieren. Schnell holte ich den Schlüssel, den Eddie mir gegeben hatte, aus meiner Jeanstasche, öffnete die Fliegentür und starb fast vor Schreck, als sie quietschte. Ich ließ den Schlüssel fallen und hörte, wie er über den Beton zu meinen Füßen rutschte.
    »Reiß dich zusammen«, murmelte ich und sah nach unten. Ich entdeckte den Schlüssel, beugte mich vor und hob ihn auf, während ich die Fliegentür mit meiner Hüfte offen hielt. Als ich mich wieder aufrichtete, sah ich auf das Schloss. Ein einfacher Türriegel. Ich atmete tief ein, um mich zu beruhigen, steckte den Schlüssel ins Schloss und drehte ihn um.
    Die Haustür öffnete sich. Okay, ich war drin. Vorsichtig machte ich die Fliegentür und die Haustür zu.
    Rechts neben mir lag das Wohnzimmer, in dem eine einzelne Lampe brannte. Links befand sich eine Garderobe und dahinter ein Flur, der zu den drei Schlafzimmern führte. Geradeaus käme ich in die große Landhausküche. Jan und Eddie hielten dort ein paar Bibliotheksveranstaltungen ab, bei denen sich alle in der Wohnküche oder draußen im ungefähr zweitausend Quadratmeter großen Garten versammelten.
    Ich beschloss, in die Schlafzimmer zu gehen. Ich bezweifelte, dass Eddie im Wohnzimmer oder in der Küche Beweise hinterlassen würde. Er würde sie wahrscheinlich irgendwo verstecken, wo Jan nicht hinsehen würde.
    Hm. Plötzlich fragte ich mich, ob das nicht eher in der Tierhandlung war. Hatte Eddie mich auf eine sinnlose Suche geschickt?
    Oder schlimmer? Ich sah auf mein Handy. Grandpa würde überprüfen, ob Eddie und Jan bei dem Abendessen waren. Er würde mich anrufen, falls Eddie verschwände. Das Handy war eingeschaltet und funktionierte, alles klar. Ich steckte es wieder in meine Westentasche und ging nach links in den Flur.
    Das erste Schlafzimmer auf meiner linken Seite sah wie ein Büro aus. Es war dunkel, deswegen nahm ich meine Taschenlampe heraus und leuchtete ins Zimmer. Zwei Wände waren von übervollen Bücherregalen bedeckt. Schnell warf ich einen Blick auf die Titel. Sturmhöhe, Früchte des Zorns, Von Mäusen und Menschen, Der Report der Magd und viele weitere von Shakespeare, Hemingway und Hawthorne. Das Paradies einer Bibliothekarin.
    Ich rümpfte meine Nase, da ich zeitgenössische Romane bevorzugte. Der Report der Magd stammte von einer lebenden Autorin und war sogar ziemlich gut. Der Rest waren Schlafmittel.
    Ich ging zum Computerschreibtisch. Auf dem Tisch standen der Monitor und eine einzelne rote Rose. Ich setzte mich in den Stuhl und leuchtete mit der Taschenlampe in jede Schublade. In der ersten lagen Stifte, Bleistifte, Briefmarken, der übliche Schreibtischkram, ordentlich eingeordnet. Gelangweilt zog ich die zweite Schublade heraus. Darin fand ich einen Stapel Rechnungen, immer noch im Umschlag, und einen Stapel, der anscheinend schon bezahlt und chronologisch geordnet war. Ich

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