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Cruel World

Cruel World

Titel: Cruel World Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Neslihan Dadas
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es verkraften? Ich musste wohl ganz von vorne meiner Erinnerungen anfangen. Also begann ich damit, dass Aaran meine richtigen Erinnerungen an die Vergangenheit gelöscht und Neue, aber Falsche, hinzugefügt hat. Zuerst stotterte ich noch ein wenig, aber dann schoss mir alles, was geschehen ist, mühelos und flüssig aus dem Mund heraus. Die einzigen Geschehnisse, die ich wegließen waren einmal die Nacht mit Aaran und meine gemeinsame Zeit mit Alex. Schließlich wollte dieser, dass ich es für mich behielt. Ich überlegte kurz, was er wohl gerade machte. Wo war er hingerannt? Hatte er Luzifers Ankunft gespürt? Kannten die beiden sich? Warum hätte er mich mit dem Teufel alleine lassen sollen? Wusste er, dass mein Onkel mir niemals wehtun würde?
Luzifer saß bloß mit geweiteten Augen dar und hörte zu. Es gefiel mir, dass er das alles ganz ruhig hinnahm (jedenfalls äußerlich) und sich weder bewegte, noch irgendetwas sagte. Somit konnte ich nicht durcheinandergebracht werden, denn es gab tatsächlich mehr zu erzählen, als ich vorher dachte. Kaum war ich jedoch in der gegenwart angekommen, da stahl sich eine einzige Träne aus seinem linken Auge.
Mein Bruder und meine Schwägerin sind also tot? Sie wurden ermordet?
Ich nickte ein wenig traurig. Ja. Ich bin am Tag der Zerstörung sofort geflohen. Rhys wurde zwar entführt, aber ihn hat man ganz bestimmt auch bereits getötet. Ich weiß nur, dass einer der beiden Mörder Cooper Christiansen ist.
Ihm klappte die Kinnlade hinunter. Wie bitte? Cooper, der Junge aus der Nachbarschaft? Er war doch immer bei euch willkommen gewesen. Wie hatte er das bloß tun können?
Ich weiß leider auch nicht, was der genaue Grund war. gab ich ehrlich zu.
Einen paar Minuten lang herrschte Stille.
Hm. Man kann wohl niemandem mehr trauen, was? Ich musste, da mich mich deine Eltern damals praktisch fortgejagt haben, die Erde verlassen. Aber dann hatte ich vor ein paar Wochen die Nachricht erhalten, dass Aaran meiner Tochter großen Ärger bereitet, weil er schließlich dich geheiratet hat.
Ich hielt inne. Wie bitte?
Hatte ich mich gerade nicht verhört? Plötzlich wurde mir alles klar. Es schockierte mich zwar so sehr, dass ich für einen Moment nicht mehr atmen konnte, doch trotzdem war es ein erleichterndes Gefühl nun zu wissen, wer das kleine Mädchen mit den braunen Haaren in meiner Erinnerung ist. Die Tochter des Teufels konnte nur eine Person sein, wenn sie für Aaran bestimmt gewesen war.
Kelly Broun ist deine Tochter
? fragte ich atemlos und stellte gleich darauf fest, dass wir Cousinen sind.
Ja...
Womit habe ich das bloß verdient? Stöhnend bedeckte ich mir das Gesicht mit beiden Händen. Wäre es richtig, Luzifer davon zu erzählen? Würde er sich bei einem Kampf aus Kellys Seite schlagen oder mich vor ihr beschützen? Jetzt wusste ich auch, weshalb sich ale so sehr vor ihr fürchteten. Sie war - abgesehen von ihrem Vater und Gott, der sicherlich auch existierte - das mächtigste Wesen im ganzen Universum. Ausgerechnet ich wurde von ihr über alles gehasst. Dabei hatte ich doch gar nichts Schlimmes getan. Man hat mich schließlich gezwungen, Aaran Grant zu heiraten.
Also, meiner Meinung nach hätte Kelly sich wirklich einen mächtigeren Nachnamen aussuchen können. Luzifers Gesicht hatte sich ein bisschen verzogen - wie immer, wenn er nachdachte.
Dass ich mich gerade wie ein Stückchen Elend fühlte, bemerkte er erst, als ich leise aufschluchzte.
Ach du meine Güte!
Noch ehe ich blinzeln konnte, hatte er mich fest an sich gezogen, sodass mir der Geruch von Feuer in die Nase stieg.
Was hast du, meine Kleine?
Seine Hand, die mir sanft über den Rücken strich, ließ mich wieder wie ein kleines Mädchen fühlen. Damalstte er dies ständig getan, wenn ich weinend zu ihm gekommen bin. Er war immer für mich da gewesen.
Es ist nur... begann ich schluchzend Kelly kann mich, soweit ich weiß, nicht besonders leiden.
Er holte tief Luft. Nun. Sie ist noch nie gut darin gewesen, anderen zu verzeihen. Der wahre Schuldige ist Aaran. Wenn er einfach nur seinem Schicksal nachgegangen wäre, dann...
Warum hasst sie
ihn
nicht?
Sie liebt ihn. sagte er ruhig und zog augenblicklich seine Hand weg Was ist mit dir, Chalina?Hast du ihn in den letzten paar Monaten lieben gelernt?
Ausdruckslos stand ich auf und schüttelte meinen Kopf. Natürlich nicht.
Er ist nichts weiter als ein Dreckskerl, der die Erde hat zerstören lassen! stieß er verbittert hervor, woraufhin ich ihn irritiert anstarrte.
Äh,

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