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Der Hobbnix - Die große Tolkien-Parodie: Roman (German Edition)

Der Hobbnix - Die große Tolkien-Parodie: Roman (German Edition)

Titel: Der Hobbnix - Die große Tolkien-Parodie: Roman (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: A.R.R.R. Roberts
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deine pralle Aktion bräuschten wir jetzt gar nix tun, hey, weissu, wie isch mein? Du brauchst net denken, dass wir das so schnell vergessen, Mann«, meinte Mori bissig und zeigte dem Hobbnix dann die kalte Schulter. Kalt war die Zwergenschulter allerdings nur in einem metaphorischen Sinn. Eigentlich war sie warm, da Mori nahe am Feuer saß.
    »Alles deine Schuld, hey oder«, murmelte Bohri.
    »Du hast uns in ein schöne Lage gebracht. Fett merçi , escht«, setzte Bofi grummelnd hinzu.
    »Mutter Beimer!«, keuchte Pralin. Doch er schlief, und sein Ausruf hatte nichts weiter mit der Angelegenheit zu tun.
    Bekümmert starrte Bingo in das Feuer. Er beobachtete die glühenden Scheite und die sich windenden, bauchtanzenden Flammen, die daraus hervorschlängelten.
    »N-n-nimmm es net z-zu sch-schwer, K-K-Kollege. D h-hattest halt k-keine Ahnung, h-hey o-oder?«, sagte Thothorin, der sich neben Bingo niederließ.
    »Ich werde das Gefühl nicht los, dass etwas Schreckliches passiert ist«, entgegnete der Hobbnix. Sein Gewissen wurde noch dadurch erschwert, dass er bisher niemandem von dem Schnarchstein erzählt hatte. Der Diamant lag wie ein böses Geheimnis in seiner Tasche.
    »E-etwas Sch-Schreckliches«, stimmte Thothorin ihm zu. »G-glaub isch au-auch, M-Mann. V-voll schade, d-dass wir net m-mit Sch-schmauch h-haben r-reden k-können, b-bevor er au-ausgecheckt hat, h-hey.«
    »Was sollen wir jetzt tun?«
    »D-der Ei-Eingang ist o-offen, h-hey o-oder?«
    »Ja«, bestätigte Bingo. »Der Drache hat ihn offen gelassen, als er fortflog.«
    »H-hey, K-Kollege, d-dann t-tragen wir d-den A-Alten in B-B-Berg, w-weißt du, w-wenn es h-hell ist, h-hey o-oder? A-auch w-wenn Sch-Schmauch ihm n-net helfen k-kann, h-hat er e-es da w-wenigstens f-fett b-bequem.« Bingo sah zum hundertsten Mal die in eine Decke gewickelte, schlafende Gestalt des bartlosen Zauberers an. »Er wirkt tatsächlich größer«, stellte er fest. Ganzalts Kopf war gute zwanzig Zentimeter näher an einem Steinhaufen als zuvor.
    »K-konkret«, antwortete Thothorin.
    Der Schlaf kam nicht leicht in dieser Nacht. Kurz vor dem Morgengrauen schaffte es Bingo jedoch, acht Stunden zu schlafen. Er wurde allerdings von den Zwergen geweckt, die ihre Sachen zusammenpackten.
    »Hey, komm schon, Beutlgrabscher«, befahl Mori unwirsch. »Isch schätze, wir können disch net einfach hier an Berg zurücklassen, Mann. Auch wenn wir des fett gerne machen würden, isch schwör halt.«
    Sie stiegen den Weg hinab, den sie heraufgekommen waren. Dabei wechselten sie sich damit ab, den schlafenden Ganzalt hinter sich herzuschleppen, der von all dem nichts mitbekam. Der Abstieg war leichter als das Heraufklettern, aber immer noch schwierig genug: Ganzalt war um einiges schwerer als zuvor.
    Mittags legten sie eine Pause ein. Den Nachmittag hindurch kämpften sie sich weiter nach unten vor, den Berg immer zu ihrer Linken. Den westlichsten Kamm, der den Eingang flankierte, erreichten sie, als die Sonne gerade unterging. Auf der Spitze des Hügels schlugen sie ihr Nachtlager auf.
    Sie aßen schweigend. »Ich verstehe das alles noch immer nicht so ganz«, meinte Bingo.
    Selbst wenn die Zwerge ihm noch nicht vergeben haben sollten, waren sie durch den Tagesmarsch doch zu erschöpft, um ihrem Zorn Ausdruck zu verleihen. »Hey, weißt, die Welt ist halt voll krass seltsamer, wie die meisten Leute glauben, kleiner Hobbnix«, erklärte Mori.
    »Scheinbar. Wenn eine Hobbnixfrau und ein Hobbnixmann zusammenkommen, schaffen sie etwas Neues. Ich verstehe nicht, wie Zwerge oder Zauberer oder Drachen, die ja anscheinend alle Teil desselben Geschöpfes sind, also … ich verstehe nicht … wie ihr euch vermehrt.«
    »Vermehren«, wiederholte der Zwerg nachdenklich. »Hey, des klingt voll strange , weißt. So die Welt mit Kopien von dir selbst überbevölkern, bis halt kein Platz mehr ist, hey oder? Sisch vermehren, hey, bis es nur noch krasse Wüsten auf Erde geben tut und die Leute endkrass verhungern, hey oder?«
    »Nun«, entgegnete Bingo, »ganz so hatte ich es nicht …«
    »Hey, Mann, bei uns ist es halt so: Wir checken genau ab, wie viele es geben tut«, fuhr Mori unbeirrt fort. »Der Schöpfer hat am Anfang so ganz bestimmte Anzahl Zwergenleben in Stein gehaucht, weißt schon, und wenn die zum Leben erwachen, geht es halt voll ab. Die Entwicklung geht los, checkst du, und eine Form tut die nächste ablösen, weissu, wie isch mein? Bis die Kristalle halt ihre endgültige Form erreischt

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