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Die Judas-Variante - V3

Die Judas-Variante - V3

Titel: Die Judas-Variante - V3 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Timothy Zahn
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dass die Ryqril im Zweifel nichts anderes aus dem Berg

herausholen würden außer radioaktiver Schlacke.«
»Ich will Aegis überhaupt nicht zerstören«, sagte Jensen dezidiert. »Der Berg hat den Ryqril zu

lange widerstanden, als dass wir ihn jetzt einfach in die Luft jagen dürften.«
»Was hast du dann vor?«, hakte Foxleigh nach. »Glaubst du etwa, ein einzelner Jäger, der

sich über Nordamerika mit Korsaren Luftkämpfe liefert, würde für irgendjemanden etwas Gutes

bewirken?«
»Das kommt darauf an, was man unter etwas Gutem versteht«, sagte Jensen. »Außerdem - was

hast du überhaupt mit der ganzen Sache zu tun?«
»Ich will nur verhindern, dass du den Jäger und die Basis in die Luft jagst, solange ich noch

hier drin bin«, zog Foxleigh sich aus der Affäre. Das Letzte, was er jetzt gebrauchen konnte,

war, dass Jensen misstrauisch wurde. Jedenfalls nicht, bevor sie die Einsatzbereitschaft des

Talus hergestellt hatten.
»Mach dir da mal keine Sorgen«, beruhigte Jensen ihn. »Wenn ich mir sicher bin, dass ich auch

ohne fremde Hilfe zurechtkomme, schicke ich dich wieder nach Hause.«
»Das weiß ich sehr zu schätzen«, sagte Foxleigh.
Als ob er vorgehabt hätte, wieder nach Hause zu gehen. »Weißt du überhaupt, wie man die

Einsatzbereitschaft dieses Dings herstellt?«
»Eigentlich nicht«, gestand Jensen. »Aber ich bin mir sicher, dass die Flughandbücher irgendwo in

elektronischer Form abgespeichert sind.«
»Wahrscheinlich«, pflichtete Foxleigh ihm bei. »Dann suchen wir sie mal.«

»Kevin befindet sich also noch immer in Gefangenschaft?«, fragte Anne. Ihre Stimme war monoton,

düster und vorwurfsvoll zugleich.
»Leider ja«, sagte Skyler, der deswegen genauso unglücklich war wie Anne. »Dass sie gerade ihn

zurückbehalten haben, kann ich mir nur damit erklären, dass sie schon einen Doppelgänger für ihn

gefunden hatten.«
»Anstatt nach einem Sündenbock zu suchen«, meldete Reger sich von seinem Stammplatz in der Ecke,

»sollten Sie Skyler lieber ein wenig Dankbarkeit entgegenbringen, dass es ihm gelungen ist, den

Doppelgänger so schnell zu enttarnen. Sonst säßen wir jetzt wahrscheinlich alle in Athena

ein.«
»Ich weiß«, sagte Anne und senkte den Blick. »Ich wollte nur... bist du sicher, dass es nicht

Kevin war?«
»Ich bin mir absolut sicher«, sagte Skyler. »Er kannte das Passwort, und er hätte auch leicht als

der Mann auf dem Foto durchgehen können, das du uns gezeigt hatte. Die Sicherheit hat aber

insofern einen Fehler gemacht, als sie wohl Angst vor der eigenen Courage hatte.«
»Du meinst die Beutel?«, fragte Reger.
Skyler nickte. »Poirot muss sich wohl gesagt haben, dass wir nach der Abfrage des Passworts keine

Zeit mehr gehabt hätten, sie abzunehmen - vor allem wenn man bedenkt, wie sorgfältig die Dinger

verklebt waren. Das hätte eine genaue Untersuchung für eine Weile verzögert; vielleicht sogar so

lange, bis wir wieder hier waren oder an einem anderen Ort, der bei einem Überraschungsangriff

genauso verwundbar gewesen wäre.«
»Aber es hätte auch keinen Sinn gehabt, wenn ihr Spion verbundene Augen gehabt hätte«, fügte

Hawking hinzu. »Deshalb der Trick mit der Tüte.«
»Die von außen zwar lichtundurchlässig erschien, aber von innen ziemlich transparent war«, endete

Skyler. »Zum Glück hatten wir schon mit so etwas gerechnet und die Tüten alle kontrolliert. Und

derjenige, der sich Dorfman nannte, war der Einzige mit einem manipulierten Beutel.«
»Wie holen wir ihn also raus?«, sagte Anne, die von der detektivischen Glanzleistung der

Blackcollars offensichtlich nicht beeindruckt war. »Und Rob wird auch noch vermisst.«
»Darauf weiß ich im Moment noch keine Antwort«, gestand Skyler ein. »Ich bezweifle, dass sie dumm

genug sind, diesen Trick mit dem Köder und dem Hinterhalt noch einmal zu versuchen.«
»Du bist doch schon einmal in Athena eingedrungen«, erinnerte Flynn ihn.
»Das war aber zu einer anderen Zeit und unter ganz anderen Umständen«, sagte Skyler. »Ein solches

Husarenstück wird uns nicht noch einmal gelingen.«
»Soll das also heißen, dass du sie da drin schmoren lassen willst?«, fragte Anne unwirsch.
»Anne«, versuchte Reger sie zu mäßigen. »Das war doch nicht Skylers Schuld.«
Anne holte tief Luft, und Skyler vermochte ihr die Gegenrede förmlich von den Augen abzulesen.

Wenn die Blackcollars nicht wie die apokalyptischen Reiter in die Stadt geprescht wären...

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