Eine Reise beginnt
versteht, … ja dann ... „und wieder fing er an zu lachen.
Als er aber die ganzen ernsten Gesichter um sich herum sah, schluckte er und wurde wieder ernst.
„ Also ich weiß wie wir die beiden Steinstatuen da wieder zum Leben erwecken können, „erklärte er, „ich brauche dazu nur etwas Zeit. „
Borion räusperte sich und ging zu den Felsfiguren. Er berührte behutsam den Fels und seine Tätowierungen begannen zu leuchten. Eine kleine Steinkette begann um seinen Hals zu schweben. Keiner wusste, wo diese so plötzlich hergekommen war.
Sie waren kaum in das Element Erde eingetaucht, als sie diesem plötzlich wieder entrisse wurden. Koperian schrie leise auf und sank zu Boden. Ihm war eiskalt, schlecht und sein ganzer Körper schmerzte. Er lag ohne das Gefühl zu Leben auf dem Boden und alles um ihn herum kam ihm so schnell vor. Er fühlte sich nicht wohl. Die Menschenfrau lag bewusstlos neben ihm. Ihre Haut war grau und glänze unnatürlich. Borion stand angestrengt aber hämisch grinsend vor ihnen.
„ Na Elf des Waldes? Wie war der Ausflug ins Gestein“, frohlockte er.
„ Grääslich“, erwiderte Koperian langsam.
Die Kobolde fassten Koperian unter die Arme und Borion widmete sich der Fremden. So gestützt machte sich der kleine Trupp mit ihren Neuankömmlingen auf und sie schlichen vorsichtig zurück zu den Koboldhöhlen. Nur mit viel Hilfe schaffte der Druide den ganzen Weg.
Drei weitere Schlafzyklen verbrachten die Freunde dann vereint im Schutze der kleinen Höhlenbewohner, bis alle wieder einigermaßen bei Kräften waren. Sie saßen zusammen und tauschten ihre Erlebnisse aus. Die Kobolde, die immer neugierig auf gute und neue Geschichten waren hörten gespannt und dankbar zu. Die menschliche Kriegerin stellte sich vor und wurde als zusätzliche Reisebegleiterin willkommen geheißen.
Valar und Koperian wurden mit Fellkleidern, Wasser und zähem, Fleisch ähnlichem „Etwas“ versorgt. Über das Koperian nicht wissen wollte, wo es die Kobolde aufgetrieben hatten.
Schließlich war die Zeit gekommen, ihre Weiterreise aus dem Berg hinaus in Angriff zu nehmen. Viel Zeit war vergangen und zu viel in der Zwischenzeit passiert. Doch wichtig war, nach vorne zu sehen und weiter zu machen. Immer weiter, für das Wohl des Nordens und vor allem das Wohl von Tasmanorb.
Über die ganzen Erzählungen war klar geworden, dass Indo nach und nach alle Freunde gerettet hatte, als er auf seine im Berg lebenden Verwandten gestoßen war. Doch klar war auch, dass es sich dabei um Kobolde handelte und diese machen nichts umsonst. Es musst den Gamburen irgendetwas gekostet haben, dass diese kleinen Bergwesen so willig und so ausdauernd hilfsbereit waren und sie nicht alle in etwas gegrillten, zähen und an Fleisch Erinnerndes verwandelt hatten. Doch Indo schwieg sich darüber aus. Es blieb sein Geheimnis, warum die Kobolde ihnen halfen. Koperian hatte Angst um seinen kleinen Schützling. Kobolde sicherten ihre Verträge gerne mit kleinen Bann- und Verpflichtungszauber ab und diese waren in vielen Sagen und Legenden berühmt und berüchtigt.
In der Zwischenzeit hatten die Kobolde auch Lihn aufgestöbert. Die Stute war von den Nogas in ihr „Beutetal“ geführt worden. Dort stand sie mit Kühen, Schafen und Ziegen zusammen auf einer Weide und wurde gut gepflegt. Aus dem Tal führte ein kleiner Trampelpfad, der auch für größere Vierbeiner begehbar war. Dieser führte nach Norden und bot damit eine Fluchtmöglichkeit für die ganze Truppe. Sie mussten nur schnell genug sein.
Borion und Koperian hatten sich lange Debatten darüber geliefert, ob man mit einem Pferd durch den Berg fliehen konnte und ob sich der Aufwand überhaupt lohnen würde. Valar schwieg die meiste Zeit des Tages. Sie überließ den Anderen die Fluchtplanung und grübelte über ihre verlorene Zeit in den Höhlen und Gängen der Nogas. Auf den Steinzauber des Elfen war sie nicht gut zu sprechen. Immer noch waren ihre Finger taub und ihre Geschmeidigkeit, die einer Katze glich war dahin. Sie fror unablässig und die Zunge wollte nicht so recht beim Essen und beim Sprechen.
In den Diskussionen um Lihns Befreiung hielt sie sich raus. Sie kannte das Pferd und ihren Wert für die Gefährten nicht. Doch wurden diese Tiere in ihrem Volk fast wie Heilige verehrt. Eliáhl wurde jedes Mal fast panisch, wenn sich Borion in den Gesprächen mehr durch setzte, der Lihn hier lassen wollte. Eliáhl würde diese Höhlen nicht ohne ihre geliebte
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