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Eine Reise beginnt

Eine Reise beginnt

Titel: Eine Reise beginnt Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Eliandra Murr
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Partnerin verlassen und dies machte sie den Anderen gegenüber deutlich.
    Zum Schluss war es beschlossene Sache. Lihn sollte befreit und mitgenommen werden.
    „ Elfen“, rief Borion wütend. „Verstehen kein bisschen was vom Berg und Stein, geschweige denn was von Steinzaubern. Aber gefährden unsere Flucht wegen einem blöden Gaul!“
    Der Zwerg stand verärgert auf, setzte sich in eine Nebenhöhle und reagierte seinen Ärger ab, indem er kleine Steine ins Dunkel warf.
    Koperian, Indo und Eliáhl nahmen es gelassen. Ihnen war klar, dass Lihn einen festen Platz in der Gruppe hatte und wichtig für sie war. Koperian betrachtete die Steine um sich herum und wieder formte sich ein dicker und schwerer Kloß in seiner Brust.
    - Er hasste es unter der Erde zu sein. Ein Wesen der Sonne gehörte nicht in den Berg. Dies galt für alle intelligenten und nicht intelligenten Lebewesen. Lihn und auch gewöhnlichen Tiere gehörte nicht hierher und vor allem nicht in die Hände der Ookans. Koperian schmerzte es, dass er die anderen Tiere nicht auch noch retten konnte doch dass wäre wirklich etwas zu gewagt. Er war froh, wenigstens das besondere Tier mitnehmen zu können. Borion sah in Lihn dagegen nur ein gewöhnliches Pferd. Der Zwerg schien ahnungslos, was dieses Wesen betraf. Entweder konnte sich Lihn aussuchen, wem sie sich offenbarte oder Zwerge hatten einfach kein Gespür für besondere Lebewesen. Wie sollte er auch? Er war ja schließlich nur ein Zwerg. -
     

    Mit Hilfe der Kobolde erforschten die Freunde erforschten immer weiter die Gänge und Höhlen, die in den Norden führten. Ihr Ziel war nun das Land Liwa. Keiner hatte Lust noch einmal in die Shútt zurück zu gehen. Liwa lag zwar weit weg von ihrer eigentlichen Rute, doch hatten sie von dort aus überhaupt eine Chance weiter zu kommen.
    Die kleinen Gefährten hatten ein natürliches Höhlengewirr weit im Norden erkundet, in dem sich selbst ein Pferd gut verstecken konnte. Nur der Weg bis dorthin war gefährlich, denn er bot keine Verstecke und Ausweichmöglichkeiten an. Lange beobachteten sie, ob und wie oft die Ookans dort zu sehen waren, doch zu ihrem Glück ließ sich dort kein einziger Trupp sehen. Die wenigen Spuren dort auf dem Boden waren alt und kaum mehr zu sehen oder zu riechen. Das gefährlichste Reisestück würde ca. zwei Tage in Anspruch nehmen. Anschlißend breitete sich ein großes Höhlengewirr aus, in dem auch für große Wesen genügend Platz bot. Lihns Flucht musste nun gut geplant werden. Von dem Weidetal aus führte nur ein kleiner und enger Gang in Richtung Norden. Hier würde das Pferd nur knapp hindurch passen. War Lihn erst einmal in diesem Gang war an ein Umkehren oder Umdrehen nicht mehr zu denken. Kleine regelmäßige Wachpatrouillen und Tierpfleger der Ookans kamen aus Südwesten, von der Haupthöhle herauf und verschwanden auch nach dort wieder. Die Flucht musste reibungslos und sehr schnell geschehen, denn die Nogas, wie die Ookans bei den Menschen genannt wurden waren flink und schnell im Berg. Sie waren zwar groß, konnten jedoch auch auf engstem Platze sehr gefährlich werden. Sie waren sehr gelenkig und überwältigten ihre Gegner, wenn kein Platz zum offenen Kämpfen blieb einfach mit einem Ringkampf.
    Die Kobolde stellten nun Wachen auf. Da die Nogas die Tiere im Tal sehr unregelmäßig besuchten, mussten die Freunde die Gelegenheit zur Flucht auskundschaften. Die kleine Reisegruppe bestand aus einem Koboldweibchen, welches sie durch den Berg führen sollte, Indo, Borion, Valar, Koperian und Eliáhl. Alle waren mit Kleidung Wasserschläuchen und zähem, Fleisch ähnlichem „Zeug“ für vier Tage ausgestattet. Borion war mit seinen provisorischen Äxten und Valar mit einem alten verrosteten Schwer ausgestattet, welches die Kobolde aus der Totengrube der Ookans heraus gezerrt hatten. Abmarschbereit saßen sie alle in der Wohnhöhle der Kobolde und warteten nur auf das Signal zum Aufbruch.
    Das Warten erschien unerträglich. Koperian hatte schon viel zu viel Zeit verloren. Wie sah es jetzt wohl in Tasmanorb aus? Er dachte zurück, an seinen Wald, dachte an die Tiere und den steten Rhythmus des Lebens dort, welcher jetzt so furchtbar erkrankt war.
    Plötzlich kam ein kleiner Kobold herein und winkte still zum Aufbruch. Er war leise den Ookans zurück gefolgt, die das Tiertal verlassen hatten. Schnell brachen sie auf. Borion erlaubte in der Gruppe eine Fackel, soweit keine Nogas zu sehen waren und Koperian, Eliáhl und Valar

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